Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie EU-Kommission durchsucht Räumlichkeiten von Sanofi

Von Wolfgang Ernhofer 37 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

30.09.2025

Brüssel/Paris (dpa) *18:00 Uhr – EU-Kommission durchsucht Räumlichkeiten von Sanofi

Die EU-Kommission hat bei Ermittlungen Räumlichkeiten des Pharmakonzerns Sanofi in Deutschland und Frankreich unter die Lupe genommen. Im Mittelpunkt steht der Verdacht auf wettbewerbswidrige Praktiken im Geschäft mit saisonalen Grippeimpfstoffen.

Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, habe das Unternehmen möglicherweise gegen EU-Kartellrecht verstoßen. Konkret gehe es um den mutmaßlichen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung.

Sanofi bestätigte die Inspektionen und erklärte, man sei zuversichtlich, dass sich die Einhaltung der relevanten Regeln und Vorschriften bestätigen werde. Das Unternehmen kooperiere vollumfänglich mit der EU-Kommission. Zu der laufenden Untersuchung äußerte sich Sanofi nicht weiter. Die Kommission betonte, dass die Inspektionen ein vorläufiger Ermittlungsschritt seien und keine Schuld des Unternehmens bedeuteten.

Washington (dpa) *17:30 Uhr – Neue US-Zölle auf Arzneien gelten – EU nicht betroffen

Die von US-Präsident Donald Trump forcierten neuen Zölle auf importierte Markenarzneien und patentierte Medikamente, Möbel und schwere Lastwagen sollen ab Mittwoch erhoben werden. Ein genauer Startzeitpunkt war zunächst unklar – in der Vergangenheit griffen die Zölle ab Mitternacht. Kurz vor der angepeilten Einführung am 1. Oktober verlautete aus US-Regierungskreisen, dass die EU von den neuesten Zollregeln für Pharmaprodukte verschont bleibe: Auf EU-Importe werde weiterhin ein Zoll von 15 Prozent erhoben.

Bei seinem neuesten Zollvorhaben schweben Trump Einfuhraufschläge von 100 Prozent auf Arzneimittel und 25 Prozent auf große, schwere Lastwagen vor. Auf Möbel wie Küchenschränke und Badezimmerausstattungen will er 50 Prozent extra verhängen.

Polstermöbel sollen zusätzlich mit einem Zoll von 30 Prozent belegt werden. Unklar bleibt, wie sich diese neuen Abgaben auf bereits getroffene länderspezifische Zollregelungen auswirken.

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