Untergriesbach/München (dpa/lby) *14:42 – Bayerns größtes Pumpspeicherkraftwerk kommt nach Niederbayern
Das größte Pumpspeicherkraftwerk in Bayern entsteht im Landkreis Passau. Der Energiespeicher Riedl in der Gemeinde Untergriesbach soll nach Angaben der Staatskanzlei eine Leistung von 300 Megawatt und ein Speichervermögen von 3,5 Gigawattstunden pro Leistungszyklus erbringen. Damit erreicht die Anlage nahezu die Leistung der sieben bestehenden Pumpspeicherkraftwerke im Freistaat, die auf insgesamt rund 400 Megawatt kommen. Ministerpräsident Markus Söder überreichte nun offiziell den vom Landratsamt Passau erlassenen Planfeststellungsbeschluss und gab somit den Startschuss zu dem Projekt. Anwesend waren Passaus Landrat Raimund Kneidinger (CSU), Michael Strugl, Vorsitzender des Vorstands der Verbund AG, sowie Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).
Mit dem Pumpspeicherkraftwerk Riedl baue Bayern die erneuerbaren Energien kräftig aus und verbessere die Netzstabilität, sagte Söder. «Das Kraftwerk ist eines der größten Infrastrukturprojekte für Niederbayern. Es hat die Dimension von 50 modernen Windrädern oder einem Gaskraftwerk. Hier entsteht ein echtes Kraftpaket aus nachhaltiger und erneuerbarer Quelle.» Seit seinem Amtsantritt 2018 habe sich die Leistung von erneuerbaren Energien im Freistaat um hundert Prozent erhöht, so Söder. «Dabei setzen wir breit auf alle Technologien - neben Photovoltaik, Geothermie und Wind eben auch auf Wasserkraft.»
Berlin (dpa) *14:08 – Deutsche Gasspeicher zu 75 Prozent gefüllt
Die Befüllung der deutschen Gasspeicher ist nach Einschätzung der Speicherbetreiber auf einem guten Weg. Der aktuelle Füllstand liege bei 75 Prozent. Mit den gebuchten Kapazitäten lasse sich bis zum 1. November ein Füllstand von 81 Prozent erreichen, teilte die Initiative Energien Speichern (Ines) in Berlin mit. Dieser Füllstand biete im Winter bei normalen bis warmen Temperaturen eine sichere Gasversorgung. Bei extrem kalten Temperaturen sieht der Verband allerdings weiterhin «deutliche Risiken». Ursache dafür sei zum einen ein höherer Gasverbrauch, der in den vergangenen zwei Monaten zu beobachten gewesen sei. «Zum anderen schreitet die Befüllung der Gasspeicher in anderen europäischen Ländern langsamer voran, was den positiven Effekt höherer deutscher Füllstände aufhebt.» Trete dieses Szenario ein, würden die Speicher in Deutschland bereits Ende Januar 2026 vollständig entleert. «Die derzeitigen Verbrauchsmuster könnten in einem solchen Szenario nicht mehr vollständig gedeckt werden», warnt der Verband.
Gas-Großhändler nutzen Speicher, um günstig eingekauftes Erdgas zu einem anderen Zeitpunkt gewinnbringend zu verkaufen - zum Beispiel im Winter, wenn der Bedarf groß ist. Eine Verordnung schreibt vor, dass die Speicher am 1. November einen durchschnittlichen Füllstand von insgesamt rund 70 Prozent aufweisen müssen. Diese Vorgabe war bereits Ende August erreicht worden. Im Saldo steigt der Füllstand in Deutschland seit dem 9. Juli durchgehend. Deutschland erhält das meiste Erdgas über Pipelines aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien. Über die deutschen LNG-Terminals kamen am Montag laut Bundesnetzagentur 15 Prozent der importierten Gesamtmenge ins Land.
Mannheim (dpa) *13:28 – Hoffnung für Autobranche und Chemie
Trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise in Deutschland blicken Finanzexperten unerwartet zuversichtlich auf die Konjunktur. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW stieg zum Vormonat um 2,6 Zähler auf 37,3 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang auf 25 Punkte gerechnet. Im August war der Indikator noch merklich gesunken. Insbesondere verbessern sich die Aussichten für exportorientierte Branchen, die zuletzt einen Einbruch erlebt haben, so das ZEW. Am meisten profitieren demnach die Automobilbranche sowie die Chemie- und Pharmaindustrie. Befragt wurden 182 Finanzexperten. «Die Finanzmarktexpertinnen und -experten sind verhalten optimistisch: die Erwartungen stabilisieren sich, die Lage hat sich dagegen verschlechtert», kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. «Die Risiken sind weiterhin beachtlich, denn die Unsicherheit bezüglich der US-amerikanischen Zollpolitik sowie des deutschen 'Herbsts der Reformen' bleibt bestehen.»
Stand: 08.12.2025
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Stärker als erwartet verschlechtert hat sich hingegen die Bewertung der aktuellen Konjunkturlage in Deutschland. Der entsprechende Wert fiel um 7,8 Punkte auf minus 76,4 Punkte. Seit dem 7. August gelten für die meisten Importe aus der EU in die USA Zölle von 15 Prozent. Darauf hatten sich die USA und die EU in Verhandlungen verständigt. Für Unternehmen schwindet damit die Unsicherheit, auch wenn das Zollniveau deutlich gestiegen ist.
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute wie das Ifo hatten zuletzt ihre Prognose für die deutsche Wirtschaft gesenkt. Sie erwarten allenfalls ein Mini-Wachstum 2025. Für das kommende Jahr sind Ökonomen dagegen zuversichtlich für ein spürbares Wachstum - nicht zuletzt wegen der Milliarden-Pakete der Bundesregierung für Verteidigung und Infrastruktur.
Berlin (dpa) *12:19 – Merz zur Energiepolitik: Korrektur, keine Umkehr
Bundeskanzler Friedrich Merz hält Änderungen in der Energiepolitik für notwendig, will aber nach eigenen Worten keine Umkehr. Der Kanzler sprach beim Maschinenbau-Gipfel in Berlin von einer Korrektur - mit Blick auf Ziele bei der Versorgungssicherheit, einer preisgünstigen und umweltschonenden Energieversorgung. «Wir werden die Ausbauziele leicht zurücknehmen», sagte der CDU-Politiker. Dies ermögliche einen sehr viel kosteneffizienteren Ausbau der Infrastruktur und der erneuerbaren Energien.
Merz stellte außerdem eine baldige Genehmigung der EU-Kommission für die staatliche Förderung neuer Gaskraftwerke in Deutschland in Aussicht. Diese Kraftwerke sollen im Zuge des Kohleausstiegs künftig als Backups einspringen, wenn der Strombedarf durch erneuerbare Energien nicht zu decken ist - in «Dunkelflauten», wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) hatte bekräftigt, bis Ende des Jahres sollten erste Ausschreibungen starten. Reiche hatte sich am Montag für einen Kurswechsel bei der Energiewende ausgesprochen. Sie will Kosten senken und die Versorgungssicherheit in den Mittelpunkt zu stellen. Subventionen sollen abgebaut werden. Die Ministerin schlug einen Zehn-Punkte-Plan vor.
Berlin (dpa) *10:57 – Kommt der «Herbst der Reformen»? Der Maschinenbau verlangt schnelle Entscheidungen
Bundeskanzler Friedrich Merz wirbt bei der Wirtschaft um Vertrauen für die Bundesregierung. «Wir wissen, dass wir aus der politischen Mitte unseres Landes heraus Probleme lösen müssen», sagte der CDU-Politiker beim Maschinenbau-Gipfel in Berlin. «Wir haben eine stabile Regierung, die den Auftrag angenommen hat, dieses Land erfolgreich zu führen.» Merz appellierte an den Maschinenbauverband, die Regierung kritisch zu begleiten, aber auch mit der notwendigen Zuversicht. Die schwarz-rote Koalition sei sich im Ziel einig, aus Deutschland wieder einen wettbewerbsfähigen Standort zu machen. Die produzierende Industrie müsse im Land gehalten werden. Merz bekräftigte angesichts steigender Kosten die Notwendigkeit von Reformen des Sozialstaats. Er hatte einen «Herbst der Reformen» angekündigt. Der Kanzler versprach den Abbau bestehender Regulierungen. «Ich stelle mir vor, dass wir im Oktober eine Kabinettssitzung machen, in der wir nicht ein einziges neues Gesetz beschließen, sondern eine ganze Reihe von bestehenden Gesetzen und Regulierungen abschaffen.»
Der Präsident des Maschinenbauverbands VDMA, Bertram Kawlath, hatte Merz zuvor zu grundlegenden Reformen aufgefordert, um Unternehmen zu entlasten. Der Kanzler habe die Chance zu zeigen, dass die demokratische Mitte handlungsfähig sei. «Wir stehen heute an einem Kipppunkt, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich.» Wenn die demokratische Mitte nicht liefere, dann profitierten politische Ränder. Kawlath bezeichnete die Lage der Branche als ernst. Das Zögern der Politik bei Reformen habe einen hohen Preis. «Immer mehr Unternehmen stehen vor tiefen Einschnitten.» Die Zahl der Insolvenzen steige auch im Maschinen- und Anlagenbau, es komme zum Abbau von Arbeitsplätzen.
Brunsbüttel (dpa/lno) *10:54 – Brunsbütteler LNG-Spezialschiff wird in Dänemark umgerüstet
Das Spezialschiff «FSRU Höegh Gannet», das im Elbehafen Brunsbüttel liegt, wird bis Mitte November in einer dänischen Werft umgerüstet. Das teilte die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) mit, die das Schiff betreibt. Das 297 Meter lange sogenannte Regasifizierungsschiff wandelt im Brunsbütteler Hafen Flüssiggas (LNG) in Erdgas um, das dann ins Netz eingespeist wird. Am 18. September soll das Schiff Brunsbüttel verlassen. In der Fayard-Werft im dänischen Odense sollen technische Verbesserungen umgesetzt werden, erklärt DET-Sprecher Dirk P.
Lindgens.
In Abstimmung mit der Reederei würden in der Werft zusätzliche technische Einrichtungen an Bord installiert, die einen noch besseren Emissionsschutz gewährleisten, sagt Lindgens. So würden Katalysatoren nachgerüstet, um die Emissionen von Luftschadstoffen weiter zu reduzieren. Sie leisteten auch einen Beitrag zur Lärmminderung. Zudem würden die Auslassrohre am Schlot des Schiffes gedreht, damit sie nicht mehr in Richtung der bewohnten Gebiete in Brunsbüttel gerichtet sind. Während das Schiff in der Werft liegt, würden am Anleger in Brunsbüttel Inspektionen und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Die «Höegh Gannet» werde Mitte November rechtzeitig vor dem Winter ihren Betrieb in Brunsbüttel wiederaufnehmen, kündigt der DET-Sprecher an.
2025 hat das Regasifizierungsschiff nach Angaben von DET bereits über 19 Terawattstunden Energie in Form von Erdgas ins deutsche Gasnetz einspeisen können. Das entspreche dem jährlichen Erdgasverbrauch zum Heizen von knapp 1,4 Millionen Haushalten vierköpfiger Familien bei einer 100 Quadratmeter-Wohnung im Mehrfamilienhaus.
Berlin (dpa) *09:10 – «Setzt euch in Bewegung»: Maschinenbau fordert Tempo vom Bund
Mit deutlichen Worten hat der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Bertram Kawlath, die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. «Setzt euch in Bewegung. Wir haben zu viele Risikofaktoren um uns herum, die die Marktlage eintrüben», sagte Kawlath bei RTL/ntv-«Frühstart». «Herbst der Reform ist nur dann gut, wenn er auch passiert. Also ein Herbst des Handelns wäre das, was wir uns eigentlich erwarten vom Bundeskanzler», sagte Kawlath. Als zentrale Schritte nannte Kawlath weniger Regulierung und schnellere Genehmigungsverfahren, ein wettbewerbsfähiges Steuerrecht sowie Freihandelsabkommen und mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt.
Heute startet der 15. Deutsche Maschinenbau-Gipfel, bei dem auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet wird. Zudem fordert Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA, in Anbetracht des Zollkonflikts mit den USA eine Umorientierung Europas. «In der Tat ist es so, dass wir nur das beeinflussen können, was auch in unserem Wirkungsbereich liegt», sagte Brodtmann im ZDF-«Morgenmagazin». Man müsse sich auf das konzentrieren, was man tun könne: «Binnenmarkt vertiefen, Handelsabkommen abschließen». Seit dem 7. August gelten für die meisten Importe aus der Europäischen Union in die USA Zölle von 15 Prozent. Die Zölle für Stahl und Aluminium hatte US-Präsident Donald Trump Anfang Juni auf 50 Prozent hochgeschraubt.
Frankfurt am Main (ots) *07:57 – Kunststofferzeugung im zweiten Quartal rückläufig
Die Kunststofferzeugung in Deutschland ist im zweiten Quartal 2025 zurückgegangen. Nach Angaben von Plastics Europe Deutschland, dem Verband der Kunststofferzeuger, sank die Produktion von Kunststoffen in Primärformen um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal und lag 6,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Erzeugerpreise gaben um 0,6 Prozent nach, im Jahresvergleich um 2,4 Prozent. Der Branchenumsatz verringerte sich um 2,4 Prozent auf rund 6,3 Milliarden Euro.
Die Exporte von Kunststoffen in Primärformen gingen um 6,7 Prozent zurück, während die Importe auf 4,6 Milliarden Euro stiegen. Der Handelsüberschuss schrumpfte, blieb mit 2,1 Milliarden Euro jedoch positiv. Für die kommenden Monate erwartet der Verband keine Verbesserung der Lage. «Die Stagnation ist noch nicht überwunden», erklärt Dr. Christine Bunte, Hauptgeschäftsführerin von Plastics Europe Deutschland. «Die strukturellen Defizite des Standorts Deutschlands haben sich über Jahre entwickelt. Die Bundesregierung hat begonnen, an den Ursachen wie hohen Energiepreisen und Bürokratiebelastung gegenzusteuern und es wird dauern, bis diese wirken. Allerdings müssen die Reformen noch wesentlich konsequenter umgesetzt werden. Die Kunststofferzeuger in Deutschland werden einen langen Atem brauchen.»
Vor dem Hintergrund der schlechten Quartalszahlen richtet die Branche den Blick im Oktober nach Düsseldorf. Auf der K 2025, der wichtigsten internationalen Fachmesse der Kunststoffindustrie, stehen Kreislaufwirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt. «Der Innovationsgeist der Unternehmen ist ungebrochen. Bei allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten sehen wir, wie neue Impulse umgesetzt werden, sei es bei der Veränderung der Rohstoffbasis, der Reduktion des CO2-Fußabdrucks von Produkten oder bei der KI-unterstützten Rezepturentwicklung. Die K 2025 wird zeigen, wie die Branche im internationalen Vergleich dasteht und wie sie ihren Antrieb zurückgewinnen kann», so Bunte.