100 Jahre Dechema
Damit der Sprung vom Labor in die Praxis gelingt

Ein Gastbeitrag von Sabine Mühlenkamp 3 min Lesedauer

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Von der Apparatekunde zur Schlüsselinstitution der globalen Prozessindustrie – die Dechema gibt seit einem Jahrhundert den Takt für den technologischen Wandel in Chemie und Biotechnologie vor.

(Bild:  KI-generiert)
(Bild: KI-generiert)

Wer heute über grünen Wasserstoff, biotechnologische Wertschöpfung, Kreislaufwirtschaft oder die Digitalisierung von Produktionsprozessen spricht, landet nicht selten bei einer Frankfurter Institution. Gegründet am 26. Mai 1926, feiert die Dechema in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Seit ihren Anfängen überführt die Organisation vielfältige Ideen aus dem Labor in die industrielle Praxis.

Heute ist sie mit über 5.000 Mitgliedern – Einzelpersonen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen – das zentrale Netzwerk für chemische Technik und Biotechnologie in Deutschland. Ihr Selbstverständnis geht dabei weit über das eines klassischen Fachverbands hinaus. Sie versteht sich als aktive Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Um nur zwei Beispiele zu nennen: So ist die Dechema inzwischen ein zentraler Akteur der Wasserstoffcommunity geworden und hat hier wichtige Impulse für zahlreiche Projekte entlang der Wasserstoffwertschöpfungstechnik gegeben. Und bei der Rohstoffversorgung stehen innovative Recyclingansätze für wertvolle Rohstoffe, wie Iridium, Platin, Ruthenium und seltene Erden für Elektrolyseure im Fokus. Weitere Themen sind Bioökonomie, Pharma, Energie und Klima, Klebetechnik sowie Wassermanagement, die bei Bedarf ergänzt werden. Dabei steht der Verband auf drei Säulen. Zum einen die Gesellschaft selbst mit ihren Fachgremien, Tagungen und Publikationen, zum anderen das Dechema-Forschungsinstitut, das als eigenständige Stiftung angewandte Forschung für nachhaltige Technologien auf den Gebieten Materialien und Korrosion sowie Elektrochemie, Energiespeicher und Photokatalyse betreibt. Als Mitglied der IGF (Industrielle Gemeinschaftsforschung) organisiert sie außerdem Projekte, die kleinen und mittleren Unternehmen zugute kommen.

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