Nachwuchsinitiative Chemiebranche will mehr Ausbildungsplätze sichern

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Weniger Ausbildungsverträge, schwierige Wirtschaftslage, wachsender Fachkräftebedarf: Arbeitgeber und Gewerkschaft reagieren mit einer gemeinsamen Initiative. Was sie erreichen wollen.

Mit einer gemeinsamen Ausbildungsinitiative wollen Nordostchemie und IGBCE Ausbildungsplätze in der ostdeutschen Chemieindustrie sichern und mehr Nachwuchskräfte für die Branche gewinnen.(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Mit einer gemeinsamen Ausbildungsinitiative wollen Nordostchemie und IGBCE Ausbildungsplätze in der ostdeutschen Chemieindustrie sichern und mehr Nachwuchskräfte für die Branche gewinnen.
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Nach einem deutlichen Rückgang neuer Ausbildungsverträge in der ostdeutschen Chemieindustrie haben Arbeitgeber und Gewerkschaft eine gemeinsame Ausbildungsinitiative gestartet. Sie soll Unternehmen dabei helfen, Ausbildungsplätze zu sichern.

Nach Angaben des Arbeitgeberverbands Nordostchemie boten die Mitgliedsunternehmen im vergangenen Jahr insgesamt 586 Ausbildungsplätze an – 33 % weniger als im Vorjahr. Besetzt wurden 531 Ausbildungsplätze, ein Rückgang von 30 % gegenüber 2024.

Als Ursachen nennen Arbeitgeberverband und Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage der Branche. Hohe Energie- und Produktionskosten, zunehmender internationaler Wettbewerb, ausbleibende Investitionen und Standortschließungen setzten viele Unternehmen unter Druck. Gleichzeitig steige der Bedarf an qualifizierten Fachkräften, weil in den kommenden Jahren zahlreiche erfahrene Beschäftigte in den Ruhestand gingen. „Die Ausbildungszahlen in unserer Region sind alarmierend“, sagte IGBCE-Landesbezirksleiterin Stephanie Albrecht-Suliak.

Die Ausbildungsinitiative soll Unternehmen bei der Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchskräften unterstützen. Geplant sind unter anderem eine Social-Media-Kampagne zur Nachwuchsgewinnung, ein Förderprogramm für Ausbildungsbetriebe sowie Qualifizierungsangebote für Ausbildungsverantwortliche. „Ausbildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft unserer Branche“, erklärte Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbands Nordostchemie.

Begleitend haben Arbeitgeberverband und Gewerkschaft einen gemeinsamen Appell veröffentlicht. Darin rufen sie die Unternehmen auf, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an der Ausbildung festzuhalten und bestehende Förderangebote zu nutzen. Ausbildung bleibe die wichtigste Voraussetzung, um den künftigen Fachkräftebedarf zu sichern und den Industriestandort Ostdeutschland zu stärken.

(ID:50909662)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung