Klassiersiebung in der NPK-Düngemittelproduktion
Kornbruch, Steckkorn, Staub beim Sieben von NPK-Prills meistern

Von Ingo Neumann, Leiter Marketing bei J. Engelsmann 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Nach der Zerstäubung im Prilling-Tower entscheidet die nachgeschaltete Klassiersiebung über Produktqualität und Ausschussquote. Ein Praxisbeispiel mit acht Schwingsieben zeigt, welche konstruktiven Maßnahmen Bruchempfindlichkeit, Steckkorn und Staubentwicklung wirksam begegnen.

Präzise Trennung nach Korngröße: Bei der Klassiersiebung werden NPK-Prills in drei Kornfraktionen getrennt. Nur die Gutware zwischen ein und vier Millimetern kommt in die Lagerung und den Versand.(Bild:  Engelsmann)
Präzise Trennung nach Korngröße: Bei der Klassiersiebung werden NPK-Prills in drei Kornfraktionen getrennt. Nur die Gutware zwischen ein und vier Millimetern kommt in die Lagerung und den Versand.
(Bild: Engelsmann)

Bei der Ausbringung von NPK-Prills auf dem Feld spielt die Korngröße eine zentrale Rolle. Sie beeinflusst, wie schnell die Nährstoffe verfügbar sind und wie das Handling in Transport und Lagerung funktioniert. Landwirte können so je nach eingesetzter Landtechnik, Pflanzkultur und Standortbedingungen das für sie optimale Düngeprodukt auswählen.

Im Herstellungsprozess entsteht bei der chemischen Umsetzung von Stickstoff- und Phosphorkomponenten zunächst die NP-Basisschmelze. Durch Beimischen von Kaliumsalzen und Additiven erhält man als Zwischenprodukt den NPK-Slurry. Für die anschließende Prillbildung wird dieser Slurry in einem Prilling-Tower zerstäubt; während die Tropfen nach unten fallen, erstarren sie im Gegenstromwind zu runden Prills unterschiedlicher Größe. Um die Prills in die verschiedenen Größenfraktionen zu trennen, durchlaufen sie danach eine Klassiersiebung, bei der es einiges zu beachten gibt: