Produktionshochlauf Biobasierte Säuren: Afyren Neoxy überschreitet Marke von 1000 Tonnen

Quelle: Afyren 2 min Lesedauer

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Nach der Wiederaufnahme der Produktion im Juli hat Afyren am Standort Carling Saint-Avold mehr als 200 Tonnen biobasierte Säuren hergestellt. Nun will das Unternehmen die Anlagenleistung stabilisieren und den Umsatz im zweiten Halbjahr 2026 gegenüber den ersten sechs Monaten mindestens verdoppeln.

In der Anlage Afyren Neoxy in Carling Saint-Avold, Frankreich, werden biobasierte Säuren und Düngemittel hergestellt.(Bild:  Olivier Lievin/ Afyren)
In der Anlage Afyren Neoxy in Carling Saint-Avold, Frankreich, werden biobasierte Säuren und Düngemittel hergestellt.
(Bild: Olivier Lievin/ Afyren)

Das französische Greentech-Unternehmen Afyren hat seit der Wiederaufnahme der Produktion in Carling Saint-Avold im Département Moselle im Juli 2026 mehr als 200 Tonnen biobasierte Säuren sowie Düngemittel hergestellt. Nach Arbeiten an der Anlage erreichte die nachgewiesene Produktionskapazität mehrfach 30 % der Nennkapazität und über einen Zeitraum von 48 Stunden bis zu 40 %. Afyren will diese Produktionsleistung durch eine optimierte Prozesssteuerung und eine höhere Anlagenzuverlässigkeit langfristig stabilisieren.

Obwohl die tatsächliche Leistung mit Stand August 2026 hinter den Erwartungen des Teams zurückbleibt, werden bereits Korrekturmaßnahmen umgesetzt. Gleichzeitig hat die Afyren Neoxy-Anlage seit Beginn der Hochlaufphase im Juni 2025 die symbolische Schwelle von 1000 Tonnen produzierter Säuren überschritten und damit den Übergang in den kommerziellen Industriemaßstab bestätigt.

Laurent POU, COO von Afyren, erklärte: „Der Produktionsstillstand im Juni war ein entscheidender Meilenstein bei der Beseitigung unserer wesentlichen technischen Engpässe. Unser Ziel ist es nun, diese Leistungsniveaus dauerhaft im täglichen Betrieb zu verankern, indem wir weitere Produktionsstunden sammeln und unsere Prozesse kontinuierlich optimieren.“

Diese Fortschritte werden in einer Zeit erzielt, die von mehreren großflächigen Hitzewellen geprägt ist, die zahlreiche Unternehmen der traditionellen Chemieindustrie sowie des Industriesektors insgesamt vor erhebliche Herausforderungen stellen. In diesem Umfeld profitiert Afyren von einem Geschäftsmodell, das sowohl den Herausforderungen der Transformation mit einem im Vergleich zur petrochemischen Industrie deutlich CO₂-ärmeren Ansatz als auch den Herausforderungen der Anpassung an den Klimawandel Rechnung trägt.

Ein Beispiel hierfür ist der nachhaltige Umgang mit Wasserressourcen, unterstützt durch ein System zur Wiederverwendung von Prozesswasser. Dadurch kann Afyren nach eigenen Angaben den Betrieb auch dann aufrechterhalten, wenn andere Industrieunternehmen aufgrund von Wasserknappheit gezwungen sind, Force Majeure zu erklären.

Nicolas Sordet, CEO von Afyren, erklärte: „Angesichts der zunehmenden Häufigkeit und Intensität klimabedingter Krisen werden Dekarbonisierung und Klimaresilienz industrieller Aktivitäten zu zentralen Säulen der Unternehmensstrategie. Die Fortsetzung unseres Wachstumskurses bleibt unsere Priorität, mit dem Ziel zu zeigen, dass eine nachhaltige Transformation unserer Industrie möglich ist.“

Afyren will die Produktion von mehreren Hundert Tonnen im Jahr 2025 auf mehrere Tausend Tonnen im Jahr 2026 steigern. Für das zweite Halbjahr 2026 strebt das Unternehmen mindestens eine Verdopplung des Umsatzes der Anlage Afyren Neoxy gegenüber dem ersten Halbjahr an. Zudem stehen nach Unternehmensangaben mehrere neue Lieferverträge kurz vor dem Abschluss.

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