Automatisierung im Mittelstand Schrittweise zur Automatisierungstiefe: Cobots helfen mittelständischen Betrieben aus der Kostenfalle
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Maschinen machen vieles leichter, schneller, zuverlässiger. Doch die wenigsten Anlagen sind über Nacht betriebsbereit oder passen pauschal in jedes Unternehmen. Sorgsam abgestimmte Systeme sind erst recht dort entscheidend, wo gewisse Restriktionen – vom Investitionsvolumen zum Personal – den Rahmen vorgeben.
Auf manche Fragen gibt es keine eindeutige Antwort. So auch auf die nach dem Mittelstand: Nach EU-Systematik beschäftigt ein mittelständisches Unternehmen zwischen 50 und 249 Mitarbeitende und erwirtschaftet maximal 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Damit bündelt die Definition sehr unterschiedliche Organisationen: vom inhabergeführten lokalen Einzelbetrieb bis hin zu Unternehmen, die bereits zu international tätigen Gruppen gehören können. Und dennoch stehen sie vor Herausforderungen, denen sich Großunternehmen seltener stellen müssen: So bestimmen bisweilen manuelle Prozesse den Produktionsalltag, den die Betriebe mit weniger Personal, auf geringer Produktionsfläche und mit limitierten Budgets für technologische Investitionen bewältigen – und gerade deswegen Automatisierungsvorhaben möglicherweise mit Skepsis begegnen.
Dabei erweisen sich Maschinen zunehmend als ein „Must-have“, um inmitten hohen Wettbewerbs- und Kostendrucks zu bestehen. Die Bundesrepublik Deutschland gehört aufgrund hoher Netzentgelte und Investitionen in die Energiewende zu den Ländern mit den höchsten Industriestrompreisen. Hinzu kommt ein ausgeprägter Mangel an qualifiziertem Personal: Seit 2016 geht die Verfügbarkeit ausgebildeter Fachkräfte zurück. Nicht nur in Handwerk und Bau, sondern auch in der industriellen Produktion sind ausreichend qualifizierte Mitarbeiter schwieriger zu gewinnen und zu halten. Diese Fachkräftelücke hat sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland verstetigt: Erreichte sie 2022 mit rund 630.000 nicht besetzbaren Stellen ihren Höchststand, liegt sie trotz einer temporären konjunkturellen Entspannung mit knapp 400.000 offenen Stellen immer noch deutlich über dem Vorkrisenniveau.
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