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„Grüne“ Kleber Ceresana sieht weiteres Wachstum für bio-basierte Klebstoffe

Quelle: Ceresana 2 min Lesedauer

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Bio-basierte Klebstoffe gewinnen in Europa an Bedeutung. Vor allem bei Verpackungen, im Bau und der Holzverarbeitung steigt der Bedarf. Eine neue Ceresana-Studie erwartet für den Markt bis 2034 weiteres Wachstum.

Laut Ceresana dürfte der Markt für nachhaltige Kleber bis 2034 auf rund 1,5 Milliarden Euro wachsen.(Bild:  Ceresana)
Laut Ceresana dürfte der Markt für nachhaltige Kleber bis 2034 auf rund 1,5 Milliarden Euro wachsen.
(Bild: Ceresana)

Hotmelt, Konstruktionskleber oder auch thermoplastische Klebefilme für Leichtbau-Verbundwerkstoffe: Bio-Klebstoffe erfüllen zunehmend sogar anspruchsvolle Standards für industrielle Hochleistungsprodukte. Klebemittel werden zwar nach wie vor in großen Mengen aus Erdöl produziert. Klebe-Produkte, die zumindest teilweise aus erneuerbaren pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen gefertigt werden, erobern aber immer mehr Einsatzgebiete. Ceresana hat jetzt erstmals speziell den europäischen Markt für „grüne“ Kleber untersucht. Die neue Marktstudie „Bio-basierte Klebstoffe – Europa“ prognostiziert, dass in dieser Weltregion der Absatz von nachhaltigen Klebern bis zum Jahr 2034 auf rund 1,5 Milliarden Euro wachsen wird.

Steigende Nachfrage für Tüten, Sperrholz und Möbel

Der Bedarf für umweltfreundliche und leistungsfähige Bio-Kleber nimmt besonders in der Papier- und Verpackungsbranche, im Bausektor und der Holzverarbeitung zu. Allein auf Papiertüten, Wellpappe, Flaschenetiketten und anderes Verpackungsmaterial entfällt aktuell fast ein Drittel des Umsatzes, der europaweit mit bio-basierten Klebstoffen erzielt wird. Die Verpackungsindustrie kann Bio-Kleber gut mit Biokunststoffen wie PLA kombinieren, die Bauindustrie mit bio-basierten Farben, Lacken und Dämmstoffen. In ganz Europa erwartet Ceresana für bio-basierte Klebstoffe Zuwächse von jährlich 3,4 %. Zusätzlich zu den Marktdaten und Prognosen enthält die Ceresana-Studie auch aktuelle Hintergrundinformationen zur allgemeinen Wirtschaftslage und zur Situation in der Bauindustrie in den einzelnen Ländern.

Wieviel „Bio“ steckt in bioattribuierten Klebern?

Um den ökologischen Fußabdruck und die Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas zu verringern, werden auch konventionellen Klebern aus petrochemischen Kunststoffen zunehmend Anteile aus biogenen Ausgangsstoffen beigemischt. Diese innovativen Produkte werden dann als „bioattribuiert“ oder „massenbilanziert“ verkauft, sind aber nicht unumstritten. Die Klebstoff-Forschung und Entwicklung macht jedenfalls große Fortschritte. Im Zeichen von Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft werden ungiftige, lösungsmittelfreie, emissionsarme und recycelbare Lösungen gesucht. Im Idealfall sind bio-basierte Klebstoffe am Ende ihres Lebenszyklus sogar biologisch abbaubar und erfüllen beispielsweise die Norm ISO 17088 für kompostierbare Kunststoffe. Ein weiterer Vorteil ist die mögliche Verwertung von bislang ungenutzten Abfällen und preiswerten Nebenprodukten, etwa von Lignin aus der Papierindustrie, von Keratin aus Hühnerfedern, Kollagen aus Knochen oder von Plattformchemikalien, die bei der Herstellung von Biokraftstoffen aus Biomasse anfallen.

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