Studie zu schwarzem Hautkrebs Moderna und MSD zeigen vielversprechende Daten zur ersten mRNA-Krebsimpfung

Aktualisiert am 03.06.2026 Quelle: MSD 2 min Lesedauer

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Moderna und MSD haben in einer Studie die Behandlung aus Immuntherapie und mRNA-Krebsimpfung bei Hautkrebs untersucht. In einem Zeitraum von fünf Jahren senkte die Impfung die Rückfallrate um 49 Prozent. Es könnte die erste mRNA-Impfung gegen Krebs sein.

Die Kombination aus Intismeran und Pembrolizumab reduzierte das Risiko für einen Rückfall oder Tod um 49 Prozent.(Bild:  Pixabay)
Die Kombination aus Intismeran und Pembrolizumab reduzierte das Risiko für einen Rückfall oder Tod um 49 Prozent.
(Bild: Pixabay)

Patienten mit einem Melanom in den fortgeschrittenen Stadien III oder IV haben auch nach einer erfolgreichen Operation ein hohes Risiko, dass die Erkrankung zurückkehrt oder Metastasen bildet. Trotz moderner Immuntherapien erleidet ein Teil der Betroffenen innerhalb weniger Jahre einen Rückfall.

In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Hautkrebs-Fälle nahezu verdoppelt. Aber nicht nur deshalb wird intensiv nach Behandlungsstrategien gegen schwarzen Hautkrebs gesucht. Neue Ansätze – bekannt aus der mRNA-Impfung gegen Covid-19 – sollen das Immunsystem gezielter gegen verbliebene Tumorzellen aktivieren.

Therapie für jeden Patienten individuell hergestellt

Ein vielversprechender Ansatz ist die personalisierte Krebsimmuntherapie Intismeran Autogene (mRNA-4157/V940). Sie basiert auf der mRNA-Technologie, die während der Corona-Pandemie bekannt wurde. Anders als ein klassischer Impfstoff wird die Therapie hier individuell für jeden Patienten hergestellt. Dafür wird der entfernte Tumor genetisch analysiert und aus den Daten werden dann bis zu 34 tumorspezifische Merkmale – sogenannte Neoantigene – ausgewählt, gegen die das Immunsystem gezielt aktiviert werden soll.

Rückfallrisiko um etwa 50 Prozent reduziert

Neue Langzeitdaten, die auf dem Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 vorgestellt wurden, zeigen, dass dieser Ansatz auch langfristig wirksam sein könnte. Die Therapie wird gemeinsam von Moderna und MSD (Merck & Co.) entwickelt.

Bei einem Beobachtungszeitraum von etwa fünf Jahren reduzierte die Kombination aus Intismeran und dem Immuncheckpoint-Inhibitor Pembrolizumab das Risiko für einen Rückfall oder Tod um 49 Prozent gegenüber einer Behandlung mit Pembrolizumab allein. Auch das Risiko für Fernmetastasen oder Tod war um 59 Prozent geringer.

Studie mit Patienten nach vollständiger Tumorentfernung

Die Phase-IIb-Studie „KEYNOTE-942/mRNA-4157-P201“ umfasste 157 Patienten mit Melanomen im Stadium III oder IV, bei denen der Tumor vollständig operativ entfernt worden war. 107 Teilnehmer erhielten eine Kombination aus Intismeran und Pembrolizumab und 50 Teilnehmer bildeten die Kontrollgruppe, die Pembrolizumab allein bekam.

In der Studie wurde gemessen, wie lange Patienten nach der Behandlung ohne erneutes Auftreten von neuen Tumoren oder Fernmetastasen leben. Bereits nach knapp drei Jahren konnte eine deutliche Verringerung des Rückfall- und Metastasierungsrisikos beobachtet werden. Dieser Vorteil bleibt bisher über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten.

Mehrere Zulassungsstudien laufen

Die Entwicklung von Intismeran befindet sich mittlerweile in einer fortgeschrittenen Phase. Insgesamt untersuchen neun klinische Studien den Ansatz bei verschiedenen Tumorarten, darunter Melanom, nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom, Harnblasenkrebs und Nierenzellkarzinom.

Besonders wichtig ist die laufende Phase-III-Studie „INTerpath-001“ beim Melanom. Sie soll klären, ob die in der Phase-IIb-Studie beobachteten Vorteile in einer größeren Patientengruppe bestätigt werden können und möglicherweise den Weg für eine Zulassung ebnen. Die Fünf-Jahres-Daten gehören zu den längsten Nachbeobachtungszeiten bisher für eine personalisierte mRNA-Krebstherapie. Die Studienautoren sprechen von einem Meilenstein.

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