Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie

EU-Kommission durchsucht Räumlichkeiten von Sanofi

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15.09.2025

Berlin (ots) *14:01 – Pharma Deutschland fordert Aussetzung der Kommunalabwasserrichtlinie

Pharma Deutschland appelliert an Bundesumweltminister Carsten Schneider, sich im Rat der EU-Umweltminister am 18. September 2025 für die Aussetzung der derzeitigen Fassung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) einzusetzen. In einem heute veröffentlichten offenen Brief der Pharma Deutschland Hauptgeschäftsführerin Dorothee Brakmann und des Vorstandsvorsitzenden Jörg Wieczorek an den Bundesumweltminister machen die Hersteller von Humanarzneimitteln deutlich: Nur eine Kommunalabwasserrichtlinie auf seriöser wissenschaftlicher Grundlage kann Umweltschutz und Arzneimittelversorgung miteinander vereinbaren. Brakmann und Wieczorek kritisieren, dass die Richtlinie auf nachweislich fehlerhaften Annahmen basiert. So wird in der Richtlinie angegeben, dass 66 Prozent der Mikroschadstoffe im Abwasser von Humanarzneimitteln stammen, tatsächlich liegen keine eindeutigen Daten über reale Belastung kommunaler Abwässer hinsichtlich der Mikroschadstofffraktionen und deren Relation vor.

Neben den wissenschaftlichen Unzulänglichkeiten weist Pharma Deutschland auch auf eklatante Fehleinschätzungen bei den Kosten hin. Während die EU-Kommission nur 238 Mio. Euro jährlich für Deutschland veranschlagt, geht das Umweltbundesamt von mindestens 1 Mrd. Euro aus.

Pharma Deutschland weist in seinem Brief den Bundesumweltminister außerdem darauf hin, dass auch außerhalb der pharmazeutischen Industrie dringender Handlungsbedarf gesehen wird. Im Abschlusspapier des deutsch-französischen Ministerrats vom 29. August 2025 wird eine grundlegende Überarbeitung der Richtlinie eingefordert. Außerdem haben die Gesundheitsministerkonferenz und die Wirtschaftsministerkonferenz der Länder die Bundesregierung bereits im Juni 2025 aufgefordert, sich in Brüssel für eine Neufassung einzusetzen. «Wir appellieren an Herrn Bundesminister Schneider, die erweiterte Herstellerverantwortung in dieser Form auszusetzen und eine unabhängige wissenschaftliche Neubewertung der KARL zu veranlassen», erklärt Pharma Deutschland. «Nur eine Richtlinie, die auf korrekten Daten basiert und alle relevanten Branchen berücksichtigt, kann zugleich ökologische Wirksamkeit, wirtschaftliche Vernunft und Versorgungssicherheit gewährleisten.»

Berlin / Stuttgart (ots) *13:08 – Aktionsplan reFuels»: Wichtiger Impuls für die Bundespolitik

Landesverkehrsminister Winfried Hermann hat heute den vom baden-württembergischen Kabinett beschlossenen «Aktionsplan reFuels» vorgestellt. Darin werden erneuerbare Kraftstoffe als unverzichtbar für die Defossilisierung des Verkehrssektors anerkannt - als in vielen Fällen notwendige und sinnvolle Ergänzung zu elektrischen Antriebstechnologien. «Das ist ein wichtiger politischer Impuls, der auch in der Bundespolitik gehört werden sollte», kommentiert Prof. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie.

Alternative Kohlenwasserstoffe, die Mineralöl ersetzen, sind ein entscheidender Bestandteil der Energiewende, doch ihre Bedeutung findet nur langsam die notwendige politische Anerkennung. «Mit Baden-Württemberg nimmt sich nun ein großes Bundesland und wichtiger Raffineriestandort der aktuellen Herausforderungen an», so Küchen. Das sei begrüßenswert, nicht nur für die Kohlenwasserstoffwirtschaft in diesem Bundesland, sondern auch, um die damit verbundenen Themen bundespolitisch und auf europäischer Ebene auf die Tagesordnung zu setzen.

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