Nachhaltige Energieinfrastruktur Klimaneutrale Dampferzeugung am Pharma & Life Science Park Marburg

Von Innexis 2 min Lesedauer

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Das deutsche Dienstleistungsunternehmen Innexis und das Schweizer Unternehmen E2S Power nehmen am Pharma & Life Science Park Marburg Pilotanlage zur CO₂-neutralen Dampferzeugung in Betrieb. Ein Graphit-Wärmespeicher soll überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien nutzbar machen und so die Dekarbonisierung energieintensiver Prozesse voranbringen.

V. l. n. r.: Dr. Thomas Spies (Oberbürgermeister Universitätsstadt Marburg), Dr. Martin Egger (CEO Innexis Gruppe), Markus Stertmann (Innexis Marburg), Sasha Savic (CEO E2S Power)(Bild:  Innexis)
V. l. n. r.: Dr. Thomas Spies (Oberbürgermeister Universitätsstadt Marburg), Dr. Martin Egger (CEO Innexis Gruppe), Markus Stertmann (Innexis Marburg), Sasha Savic (CEO E2S Power)
(Bild: Innexis)

Eine sichere, resiliente und nachhaltige Energieversorgung ist für viele Pharma- und Life-Science-Standorte zu einer zentralen Zukunftsfrage geworden. Vor diesem Hintergrund haben Innexis und E2S Power am 10. Juni 2026 im Pharma & Life Science Park Marburg gemeinsam gezeigt, wie sich Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und technologische Innovation miteinander verbinden lassen sollen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Inbetriebnahme eines Graphit-Wärmespeicher auf Basis der Twest-Technologie (Traveling Wave Energy Storage Technology) mit einer Kapazität von 6 MWh. Die Anlage spielt eine zentrale Rolle in der Nachhaltigkeits- und Dekarbonisierungsstrategie der Innexis Gruppe.

Dr. Martin Egger, CEO der Innexis Gruppe sagte: „Wer Versorgungssicherheit, regulatorische Anforderungen und Dekarbonisierung zusammenbringen will, braucht belastbare Infrastruktur und den Mut, neue Lösungen in die Praxis zu bringen. Genau daran arbeiten wir in Marburg und unseren anderen Parks.“ Das Ökosystem aus Forschung & Entwicklung, Herstellung und Dienstleistungen, das in den letzten Jahren hier am Standort – aber auch in der Region – entstanden sei, biete ideale Voraussetzungen für Pharma, Biotech und Life Science Unternehmen.

Der nun in Betrieb genommene Graphit-Wärmespeicher speichert überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in Form von Wärme und gibt ihn bei Bedarf als überhitzten Dampf wieder ab. Mit einem Wirkungsgrad von 95 % stellt die Anlage eine hocheffiziente Lösung für die industrielle Energieversorgung dar. „Mit unserem Twest-System zeigen wir, wie erneuerbare Energie für industrielle Wärmeprozesse nutzbar gemacht werden kann. Für energieintensive Branchen wie Pharma ist das ein wichtiger Schritt, um Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit gemeinsam voranzubringen. Die Zusammenarbeit mit Innexis macht deutlich, wie Innovation durch partnerschaftliche Umsetzung an Wirkung gewinnt.“ betont Sasha Savic, CEO E2S Power.

Die Pilotanlage kann bis zu 10 % des Dampfbedarfs am Standort Marburg im Werksteil Görzhausen decken. In der geplanten, knapp zweijährigen Testphase werden verschiedene Betriebszustände unter unterschiedlichen Zeitpunkten und Marktbedingungen erprobt. Ziel ist es, die Technologie bestmöglich auf das bestehende System abzustimmen und eine wirtschaftlich wie technisch fundierte Entscheidung über eine mögliche Gesamtlösung zu treffen. Bei erfolgreichem Testbetrieb kann die Pilotanlage von derzeit 6 MWh Speicherkapazität auf bis zu 60 MWh erweitert werden. Im Vollausbau wäre eine elektrische Anschlussleistung von 10 MW sowie eine Dampfleistung von bis zu 13 t/h möglich. Die Entscheidung über eine Umsetzung soll voraussichtlich im Jahr 2028 erfolgen.

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