Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

«Versprechen in Zukunft» – Spatenstich bei Abbvie in Ludwigshafen

< zurück

Seite: 5/24

Anbieter zum Thema

24.04.2024

Karlsruhe (dpa/lsw) *16:58 Uhr – Erste Tarifrunde für Chemieindustrie im Südwesten endet ohne Ergebnis

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für rund 73.000 Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie Baden-Württembergs hat zu keinem Ergebnis geführt. Die Gespräche seien nach drei Stunden vertagt worden, wie der Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) am Mittwoch unabhängig voneinander in Karlsruhe mitteilten.

Bei den Verhandlungen geht es um die Gehälter und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in 210 tarifgebundenen Unternehmen der Branche im Land. Die IGBCE forderte unter anderem sieben Prozent mehr Entgelt für die Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber hielten das für überzogen: «Wir haben kaum Verteilungsspielraum, sondern müssen einen Tarifabschluss für eine Krisensituation erreichen, um Standort und Beschäftigung zu sichern», teilte Verhandlungsführer Clemens Schmid mit. Die Forderung gehe an den wirtschaftlichen Realitäten vorbei.

IGBCE-Landesbezirksleiterin Catharina Clay wies die Argumente der Arbeitgeber zurück. Die Blockadehaltung sei völlig überzogen. «Die Branchenumsätze liegen weiter auf hohem Niveau, die Energiepreise normalisieren sich. Die Auftragsbücher sind durchaus gefüllt», erklärte sie. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage seien höhere Entgelte dringend erforderlich. Die Arbeitgeber legten ihr zufolge kein Angebot vor.

Den Verhandlungsauftakt in den neun Tarifbezirken deutschlandweit markierten vergangene Woche die Gespräche in Rheinland-Pfalz. Aus Arbeitgebersicht sollen die Verhandlungen am 14. Mai auf Bundesebene fortgesetzt werden. Die IGBCE-Tarifkommissionen wollen aber erst nach den regionalen Verhandlungen entscheiden, wie und auf welcher Ebene die Gespräche fortgesetzt werden sollen. Bundesweit sind rund 585.000 Menschen in der Chemie- und Pharmaindustrie beschäftigt.

Tübingen (dpa) *15:13 Uhr – Höherer Verlust: Impfstoffhersteller Curevac will effizienter werden

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac will durch Einsparungen und Stellenabbau im laufenden Jahr effizienter werden.

Pandemiebedingte Infrastruktur, die nicht mehr nötig sei, werde abgebaut, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Tübingen mit. Im März war bekannt geworden, dass 150 Stellen gestrichen werden sollen.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Curevac einen Verlust vor Steuern von gut 260 Millionen Euro (2022: rund 249 Millionen Euro). Der Umsatz ging im selben Zeitraum auf 53,8 Millionen Euro zurück. Das sind 13,6 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang sei vor allem auf niedrigere Umsätze aus zwei Kooperationen zurückzuführen, hieß es.

Das Biotech-Unternehmen galt im Zuge der Corona-Pandemie zunächst als einer der Hoffnungsträger bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Virus. Aber wegen einer vergleichsweise geringen Wirksamkeit hatte Curevac seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren zurückgezogen.

Der Impfstoffhersteller arbeitet aktuell etwa an der Entwicklung eines neuen Corona-Vakzins der zweiten Generation. Außerdem ist das Unternehmen auch an Impfstoffen für die Krebstherapie dran. Ein Produkt ist aber noch nicht auf dem Markt.

Frankfurt/Main (dpa) *12:43 Uhr – Pharmabranche erwartet wieder Wachstum – hoher Krankenstand hilft

Die deutsche Pharmaindustrie erwartet nach einem Umsatz- und Produktionsrückgang 2023 wieder bessere Zeiten. Die Branche dürfte nach dem Ende des Booms um Corona-Impfstoffe bei der Produktion an die Vor-Pandemie-Jahre anknüpfen und sich von der Flaute der deutschen Industrie abkoppeln, teilte der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) am Mittwoch in Frankfurt mit.

Im vergangenen Jahr hat der rekordhohe Krankenstand in Deutschland die Pharmaindustrie gestützt. Der Umsatz der Branche fiel zwar zum Vorjahr um 4,3 Prozent. Jedoch hätten sich die Erlöse im Inland nach der Corona- Sonderkonjunktur lediglich normalisiert. Gegen Jahresende habe der Umsatz angezogen, hieß es, «nicht zuletzt wohl auch aufgrund eines höheren Bedarfs infolge des hohen Krankenstands».

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hatte zuletzt von einem Rekord-Krankenstand in Deutschland gesprochen. Beschäftigte fehlten 2023 nach Angaben der Krankenkasse DAK-Gesundheit im Schnitt 20 Tage im Job. Grund waren demnach vor allem Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Bronchitis und Grippe.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Für dieses Jahr rechnet der vfa damit, dass der Umsatz der Pharmabranche um 2,0 Prozent wächst und 2025 um 1,8 Prozent. «Der Aufwärtstrend setzt sich fort», sagte vfa-Chefvolkswirt Claus Michelsen. Die Produktion soll ferner nach einem Minus von 3,5 im vergangenen Jahr 2024 um 2,1 Prozent wachsen. 2025 soll es dann um 1,7 Prozent nach oben gehen. Auch der Beschäftigungsaufbau werde sich fortsetzen, während das Abflauen der Inflation wieder mehr Investitionen ermögliche.

Der Optimismus in der Branche mit rund 128.000 Beschäftigten kehre zurück, erklärte der vfa und lobte die Pharmastrategie der Bundesregierung, die die unter anderem mit schnelleren Zulassungsverfahren und unbürokratischeren Genehmigungen die Arzneiforschung stärken will.

Entscheidungen zum Bau von Produktionsstätten in Deutschland zeugten von Vertrauen in den Standort, erklärte der vfa. So errichtet der US-Konzern Eli Lilly mit einer Milliardeninvestition ein neues Werk im rheinland-pfälzischen Alzey, wo Mittel gegen Diabetes und Übergewicht produziert werden sollen. Und der Schweizer Pharmakonzern Roche hat angekündigt, im bayerischen Penzberg rund 600 Millionen Euro in den Bau eines neuen Produktionszentrums für Diagnostika zu investieren.

Frankenthal (ots) *09:03 Uhr –KSB tätigt eine seiner weltweit größten Investitionen in Frankenthal

Die Entscheidung steht: Die Eta-Produktion am KSB-Stammsitz wird zum Kompetenzzentrum für die neueste Generation elektronisch geregelter Pumpen in Europa ausgebaut. Dafür wendet KSB in den kommenden fünf Jahren rund 60 Millionen Euro auf – eine der größten Einzelinvestitionen, die das Unternehmen jemals getätigt hat. Auf die beantragte Förderung durch den Bund muss KSB dabei verzichten.

Um auch künftig am Standort Frankenthal wettbewerbsfähig bleiben zu können, erneuert KSB die gewachsene Eta-Produktion bis 2029 umfassend nach neuesten technologischen und energetischen Standards. Durch neue Anbauten entsteht Platz, damit Bearbeitungsmaschinen, Montage und Logistik neu strukturiert und ältere Hallenteile vor der Neubelegung kernsaniert werden können. Die Planungen zur energieeffizienten Umgestaltung der Produktion sehen auch vor, die Trocknung einer neuen Farbgebungsanlage auf das Nahwärmenetz der neuen Heizzentrale am Standort umzustellen und Photovoltaikanlagen auf den Dächern zu installieren. Darüber hinaus sind Rahmenvereinbarungen vorbereitet, damit Eta-Mitarbeiter flexibler tätig sein können.

Heute schon fertigt KSB in der Frankenthaler Eta-Produktion die neue, energieeffiziente und nachhaltig produzierte Pumpengeneration Eta-Line Pro für gebäudetechnische Anwendungen. Auch, um weitere Pumpenbaureihen auf künftige Energieeffizienz-Anforderungen umstellen zu können, sind Umbauten der Eta-Produktion erforderlich.

(ID:49979757)