Explosionsgeschützte Mobilgeräte Made in Germany Frisch gebackener Weltmarktführer setzt auf deutschen Standort

Von Wolfgang Ernhofer 2 min Lesedauer

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Der Spezialist für explosionsgeschützte Mobilgeräte i.safe Mobile hat am Unternehmenssitz in Lauda-Königshofen offiziell den Start seiner deutschen Fertigung bekanntgegeben. Ausgewählte Smartphones und Tablets für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen und kritischer Infrastruktur werden ab sofort vollständig in Deutschland entwickelt, montiert und geprüft. Das Unternehmen ist seit Kurzem im Weltmarktführer-Index der Wirtschaftswoche gelistet und sieht das Label „Made in Germany“ als Wettbewerbsvorteil.

Viel Prominez zur Eröffnung der Fertigung am Stammsitz in Lauda-Königshofen. u. A. waren vor Ort (nicht alle auf dem Foto): Landrat Christoph Schauder, Ex-Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg Walter Döring, Ex-Vizepräsident des Landtags von Baden Württemberg Wolfgang Reinhart, CEO Martin Haaf, CTO Dirk Amann, CFO Ludwig Fleckenstein, Bürgemeister Lukas Braun (Bild:  Ernhofer / PROCESS)
Viel Prominez zur Eröffnung der Fertigung am Stammsitz in Lauda-Königshofen. u. A. waren vor Ort (nicht alle auf dem Foto): Landrat Christoph Schauder, Ex-Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg Walter Döring, Ex-Vizepräsident des Landtags von Baden Württemberg Wolfgang Reinhart, CEO Martin Haaf, CTO Dirk Amann, CFO Ludwig Fleckenstein, Bürgemeister Lukas Braun
(Bild: Ernhofer / PROCESS)

Hinter der Entscheidung steht ein Bündel an Entwicklungen: Behörden, Verteidigungssektor und Betreiber kritischer Infrastruktur fordern zunehmend explizit Geräte mit europäischer oder deutscher Fertigung – Stichworte Cybersicherheit, Datensouveränität und Lieferkettenstabilität. Den entscheidenden Anstoß gab nach Unternehmensangaben eine Begegnung mit einer europäischen Ministeriumsdelegation, deren Fazit trotz technischer Überzeugung knapp ausfiel: „Wir brauchen Made-in-Germany-Geräte.“

CEO Martin Haaf unterstreicht den Anspruch: „Made in Germany ist für uns nicht nur eine Herkunftsangabe. Es ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung für Qualität, Sicherheit und Verantwortung – gegenüber unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und dem Standort Deutschland.“

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Kontrolle über das Endprodukt

Das Siegel „Made in Germany“ setzt voraus, dass wesentliche, qualitätsbestimmende Leistungen – Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung – nachweislich in Deutschland erbracht werden. Diese Kriterien erfüllt i.safe Mobile nach eigenen Angaben vollständig. Einzelne Komponenten wie Chipsets oder Batteriezellen stammen branchenüblich aus globalen Lieferketten. Mit Produktionsstandorten in Deutschland und Asien kann das Unternehmen beide Varianten anbieten und alle Märkte flexibel bedienen.

Sicherheit denkt der Weltmarktführer dabei als Gesamtkonzept: Das Informationssicherheits-Managementsystem deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab, eine ISO-27001-Zertifizierung wird vorbereitet – gearbeitet wird bereits danach. Alle relevanten Zulieferer wurden auditiert – ein Nachweis, der insbesondere für NIS2-pflichtige Kunden relevant ist. Auf Produktebene erfüllen die Geräte bereits heute die Anforderungen des ab 2027 verbindlichen Cyber Resilience Act.

Neue Märkte, wachsende Fertigungstiefe

Das Bekenntnis zum deutschen Standort soll Türen öffnen: Das Unternehmen sieht Potenzial vor allem in den USA, Japan und Indien sowie im globalen Markt für kritische Infrastruktur. Gespräche mit regionalen Partnern – darunter Batteriehersteller, Verpackungsunternehmen und Spritzgießer – laufen bereits. Der Ausbau am Stammsitz läuft und auch hier wird mit lokalen Firmen gearbeitet. Nach Abschluss des Ausbaus sollen zwölf neue Mitarbeiter durchstarten können, vier davon sind bereits angestellt.

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