Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Gefahrstoffaustritt im Chemischen Institut Marburg

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14.05.2025

Sevilla (dpa) *17:47 Uhr – Chemie-Explosion: 77.000 Spanier sollen nicht ins Freie

Als Reaktion auf den Brand in einer Lagerhalle mit Chemikalien in der Stadt Alcalá de Guadaíra in Andalusien sind die rund 77.000 Einwohner aufgerufen worden, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Die Menschen sollten Türen und Fenster geschlossen halten, schrieb die Stadtverwaltung auf X. Die Stadt liegt rund 16 Kilometer südöstlich der südspanischen Touristenmetropole Sevilla. Der aus Westen wehende Wind dürfte die Rauchwolke jedoch von der Stadt wegtragen.

Der Brand in der Lagerhalle in einem Industriegebiet löste den Angaben zufolge mehrere Explosionen aus. Über der Halle stand eine riesige schwarze Rauchwolke, wie auf TV-Bildern zu sehen war. Über Verletzte durch das Feuer und die Explosionen sowie durch möglicherweise giftige Dämpfe wurde zunächst nichts bekannt.

Die Stadtverwaltung rief zur Evakuierung des Industriegebiets auf. Ob tatsächlich eine Vergiftungsgefahr bestand, war zunächst unbekannt. Der Aufruf, zu Hause zu bleiben, sei vorsorglich erfolgt, betonte die Verwaltung. Was den Brand auslöste, war vorerst unbekannt.

Erst am vergangenen Samstag hatten etwa 150.000 Menschen in der Stadt Vilanova i la Geltrú südwestlich von Barcelona nach einem Brand in einem Lager für Chlor stundenlang zu Hause bleiben müssen. Chlorgas ist stark ätzend und kann schwere Verletzungen von Augen, Nase, Rachen und Lunge auslösen.

Luxemburg (dpa) *09:51 Uhr – Schlappe für von der Leyen im Prozess um SMS an Pfizer-Chef

Im Rechtsstreit um Textnachrichten an einen Pharma-Konzernchef hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Niederlage kassiert. Die Kommission habe keine plausible Erklärung gegeben, warum sie nicht über die angeforderten Dokumente verfüge, urteilte das Gericht der Europäischen Union. Den Beschluss, die angefragten Nachrichten nicht herauszugeben, erklärte das Gericht für nichtig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Im Fokus steht ein Deal zwischen der Kommission und dem Impfstoff-Hersteller Biontech/Pfizer aus dem Frühjahr 2021. Die Parteien einigten sich auf die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff, das Vertragsvolumen wurde damals auf 35 Milliarden Euro geschätzt. Wie die «New York Times» berichtete, war der persönliche Kontakt zwischen von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla für den Abschluss entscheidend. Dabei sollen sie auch per SMS kommuniziert haben.

Eine Journalistin der «New York Times» beantragte daraufhin zusammen mit ihrer Zeitung den Zugang zu sämtlichen Textnachrichten, die von der Leyen und Bourla zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 11. Mai 2022 ausgetauscht hatten. Die Kommission wiegelte mit der Begründung ab, in ihrem Besitz befänden sich keine solchen Dokumente. Das fochten die Journalistin und ihre Zeitung vor dem EU-Gericht an.

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