Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Gefahrstoffaustritt im Chemischen Institut Marburg

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26.05.2025

Schkopau (dpa/sa) *16:13 Uhr – Neue Anlage in Schkopau soll Phosphor aus Klärschlamm holen

Investition im hohen zweistelligen Millionenbereich: Im Chemiepark Schkopau ist der Spatenstich für eine Anlage zur Rückgewinnung von Phosphor gesetzt worden. Laut dem Umweltministerium in Magdeburg handelt es sich um ein weltweit einzigartiges Projekt. Dank eines neuartigen und patentierten Verfahrens sollen ein Großteil des in Klärschlamm-Aschen enthaltenen Phosphors sowie weitere Stoffe zurückgewonnen werden. Phosphor ist unter anderem Hauptbestandteil von Düngemitteln und wurde von der EU als kritischer Rohstoff eingestuft, so das Ministerium.

Durch die Rückgewinnung könnte den Angaben zufolge der aktuell hohe Importanteil deutlich gesenkt werden. Außerdem müssten von 2029 an alle Kläranlagen in Deutschland den größten Teil des Phosphors aus dem Klärschlamm zurückgewinnen. Die Anlage soll in den kommenden zwei Jahren entstehen.

Die Investition für den Neubau liegt im hohen zweistelligen Millionenbereich und werde vom Umweltministerium mit rund 27 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund (JTF) der EU unterstützt. Die Phosphorgewinnung Schkopau wurde Jahr 2021 von der Gelsenwasser und der Easy Mining Services Sweden gegründet.

Mainz (dpa/lrs) *13:12 Uhr – Medikamente aus Abwasser - Klärwerk Mainz ist Vorreiter

In der Kläranlage Mainz als größte kommunale Kläranlage von Rheinland-Pfalz soll im Jahr 2027 eine neue, vierte Reinigungsstufe in Betrieb gehen. Damit sollen künftig Rückstände vor allem von Medikamenten oder Kosmetika besser aus dem Abwasser gefiltert werden können, das anschließend in den Rhein geleitet wird.

Bestehen wird die neue Stufe aus zwei Teilen. Zunächst werden Schadstoffe mit Hilfe von Ozon quasi in kleine Teile zerlegt, anschließend werden sie mit Hilfe von Aktivkohle herausgefiltert. Mit der Kombination der Verfahren in derart großem Maßstab ist die Anlage nach Angaben des Wirtschaftsbetriebs Mainz und des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums auch deutschlandweit ein Vorreiter. Kosten wird die vierte Stufe rund 30 Millionen Euro. Das Land unterstützt den Bau mit 10,5 Millionen Euro, der Bund gibt 5,8 Millionen.

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