Mainz (dpa/lrs) *16:59 Uhr – Feuerwehr rückt zu Einsatz auf Gelände von Biontech aus
Ein undichter Entsorgungsbehälter auf dem Gelände der Firma Biontech in Mainz hat einen Einsatz der Feuerwehr ausgelöst. Der Behälter befinde sich in einem speziellen Gefahrstoffraum, teilte die Feuerwehr der Stadt Mainz mit. Entsprechende Sicherheitsvorkehrungen griffen, das Gebäude sei evakuiert worden.
Es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung und Umwelt, hieß es. Es habe keinen Brand gegeben, sondern es sei um den möglichen Austritt eines Gefahrstoffs gegangen, sagte eine Sprecherin. Rund 45 Einsatzkräfte haben demnach die Situation gesichert. Der Einsatz dauerte am Nachmittag noch an. Biontech ist mit seinem Corona-Impfstoff bekanntgeworden.
Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck verdient mehr, senkt aber wegen der US-Zollpolitik seine Prognose für das laufende Jahr. Das Dax-Unternehmen verwies auf das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld, starke Wechselkursschwankungen etwa beim US-Dollar sowie die «gegenwärtigen Unsicherheiten mit Blick auf Zölle», die insbesondere das Geschäft mit Laborausrüstung träfen.
Für das laufende Jahr rechnet Merck nun mit einem Umsatz zwischen 20,9 und 22,4 Milliarden Euro, zuvor waren 21,5 bis 22,9 Milliarden Euro angepeilt, wie Merck mitteilte. Auch der operative Gewinn soll etwas niedriger ausfallen als geplant bei 5,8 bis 6,4 Milliarden Euro.
Dennoch bleibe Merck zuversichtlich. «Wir sehen uns weiterhin gut aufgestellt, um nachhaltiges Wachstum für 2025 und darüber hinaus zu erzielen», sagte Vorstandschefin Belén Garijo. Mit der jüngst verkündeten Milliarden-Übernahme des US-Krebsspezialisten SpringWorks Therapeutics, mit der Merck trotz der Zölle von Präsident Donald Trump in den Pharmamarkt USA investiert, stärke das Unternehmen seine Position.
Im ersten Quartal erholte sich Merck weiter von Rückschlägen nach dem Corona-Boom, in dem das Unternehmen von einer starken Nachfrage von Impfstoffherstellern profitiert hatte. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um rund drei Prozent auf 5,28 Milliarden Euro, wobei Merck gerade im Laborbereich von einer Erholung im Geschäft rund um die Arzneimittelherstellung profitierte. Aber auch Halbleitermaterialien rund um KI-Anwendungen waren gefragt.
Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) stieg um knapp sechs Prozent auf 1,54 Milliarden Euro – mehr, als Analysten erwartet hatten. Unterm Strich verdiente Merck 738 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es 699 Millionen Euro.
Der Pharmazulieferer Schott Pharma blickt nach einem Umsatz- und Ergebnisplus im zweiten Geschäftsquartal optimistisch auf die kommenden Monate. Das Mainzer MDax-Unternehmen sei auf einem guten Weg, seine Prognose für das Gesamtjahr zu erreichen, berichteten Unternehmenschef Andreas Reisse und Finanzchefin Almuth Steinkühler.
Schott Pharma ist Hersteller von Spritzen, vorfüllbaren Polymerspritzen und sterilisierten Glasfläschchen für Medikamente.
Als Ziel hat sich das Management gesetzt, ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich zu erreichen. Beim operativen Gewinn hatte Reisse zuletzt einen Zuwachs als Vorhaben für das Gesamtjahr (Ende September) genannt, ohne einen konkreten Wert zu nennen.
Im zweiten Quartal hat Schott Pharma den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 252 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) ging den Angaben zufolge um 63 Prozent auf 72 Millionen Euro nach oben. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 38,6 Millionen nach 25,2 Millionen Euro im Vorjahr. Als Grund für die positive Entwicklung nannte das Unternehmen unter anderem die anhaltend starke Nachfrage nach Glasspritzen.
Stand: 08.12.2025
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