Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Regierung erleichtert Brennstoffwechsel für Industriebetriebe

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27.09.2022

Stockholm (dpa) *16:06 Uhr – Schwedischer Experte: Explosionen bei Nord-Stream-Lecks

Messstationen in Schweden und Dänemark haben einem Medienbericht zufolge vor dem Entstehen der Nord-Stream-Gaslecks in der Ostsee kräftige Detonationen unter Wasser verzeichnet. Es bestehe kein Zweifel daran, dass es sich um Sprengungen oder Explosionen handele, sagte der Seismologe Björn Lund vom Schwedischen Seismologischen Netzwerk (SNSN) am Dienstag dem schwedischen Rundfunksender SVT.

Es habe am Montag zwei deutliche Detonationen in dem Gebiet gegeben, berichtete der Sender unter Berufung auf das Netzwerk – eines in der Nacht um 2.03 Uhr und ein zweites um 19.04 Uhr am Abend.

Insgesamt sind an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 drei Lecks entdeckt worden. Sie traten in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm teils in dänischen, teils in schwedischen Gewässern auf. Die Ursache wurde noch nicht festgestellt. Sabotage wird nicht ausgeschlossen.

Düsseldorf (dpa/lnw) *15:49 Uhr – Henkel-Kraftwerk soll Wärme in Düsseldorfer Fernwärmenetz einspeisen

Der Konsumgüterkonzern Henkel will industrielle Abwärme aus seinem eigenen Kraftwerk in das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Düsseldorf einspeisen. Henkel und die Stadtwerke besiegelten am Dienstag einen entsprechenden Vertrag.

Künftig sollen bis zu 40 Prozent der Fernwärme für zwei Stadtteile in Düsseldorf über Wärme aus der Kraft-Wärme-Kopplung des Henkel-Kraftwerks gedeckt werden. Das Kraftwerk verfügt laut Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur über eine Bruttoleistung von knapp 83 Megawatt und wird mit Erdgas und Heizöl betrieben.

Im Gegenzug können die Stadtwerke den Erdgasverbrauch in ihrem Gaskraftwerk erheblich reduzieren. «Die CO2-Emissionen der Stadt Düsseldorf sinken um etwa 6500 Tonnen jährlich», teilte Henkel mit.

Der Leitungsbau beginnt voraussichtlich im November 2022, die Abwärme soll spätestens Ende 2024 eingespeist werden. Über das finanzielle Volumen der Vereinbarung wurde nichts bekannt. Zuvor hatte die «Westdeutsche Zeitung» darüber berichtet.

Nach Angaben des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) würden sehr viele Unternehmen gern ihre Abwärme in Versorgungsnetze einspeisen und damit nutzen. «Allerdings ist dies je nach regionalen Gegebenheiten nur sehr unterschiedlich möglich», sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Ein ähnliches Projekt ist in Hamburg geplant. Dort will die Kupferhütte Aurubis ab der Heizperiode 2024/25 rund 20 000 Haushalte mit CO2-freier Industriewärme aus einem Nebenprozess der Kupferproduktion beliefern.

Leipzig (dpa) *08:37 Uhr – Biokraftstoffhersteller Verbio beendet Geschäftsjahr mit Rekordwerten

Der Biokraftstoffhersteller Verbio hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Rekordwerte erzielt. In den zwölf Monaten bis Ende Juni sei der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum um 77 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag mit. Verbio profitierte dabei von höheren Preisen für Biodiesel und Bioethanol. Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben davon 503,3 Millionen Euro übrig, was etwa dreimal so viel ist wie im Geschäftsjahr zuvor.

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