Schwedt (dpa/bb) *18:08 Uhr – Brandenburg droht mit Ausstieg aus Gesprächen zur PCK-Raffinerie
Die Brandenburger Landesregierung hat dem Bund mit einem Ende der Zusammenarbeit bei der Suche nach Lösungen für die Raffinerie PCK in Schwedt gedroht. «Ohne konkrete Zusagen in der Sache, einen verbindlichen Fahrplan und eine bessere Transparenz wird für uns eine weitere Mitwirkung in der Task Force Schwedt und in den Arbeitsgruppen nicht mehr zielführend sein», schrieben Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und Finanzministerin Katrin Lange (beide SPD) an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Der Brief lag der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vor. Zuvor hatte die «Märkische Allgemeine» berichtet.
Seit Ende Mai tagt eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern zur Zukunft der Raffinerie. Die beiden Minister kritisierten, bislang fehlten verlässliche und schriftlich fixierte Aussagen der Bundesregierung, wie der überregional bedeutsame Industriestandort Schwedt gesichert und die Folgen des Öl-Embargos abgefangen werden könnten.
Molsheim (dpa) *16:20 Uhr – Merck investiert 130 Millionen Euro in Werk im elsässischen Molsheim
Der Pharma- und Chemiekonzern Merck will in seinen elsässischen Standort Molsheim über 130 Millionen Euro investieren und bis 2028 bis zu 800 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Produktionskapazität für Produkte für die biopharmazeutische Industrie in dem Werk bei Straßburg solle ausgebaut werden, teilte Merck am Donnerstag mit. Bis 2024 sollen weitere 3500 Quadratmeter Produktionsräume, ein Verwaltungsgebäude und ein neues Logistiklager in Betrieb genommen werden.
Konkret geht es um die Produktion von Verbrauchsmaterialien zum Einmalgebrauch, die bei der Herstellung von Covid-19-Impfstoffen sowie anderen lebensrettenden Therapien verwendet werden. Viele Biopharma-Hersteller hätten aufgrund der größeren Flexibilität, Kosten- und Zeitersparnis sowie des geringeren Kontaminationsrisikos auf die Einmalgebrauch-Technologie umgestellt, hieß es.
Merck hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 seinen Konzernumsatz auf rund 25 Milliarden Euro zu steigern. Im laufenden Jahr wird ein Umsatz von 21,9 bis 23 Milliarden Euro angestrebt.
Mainz (dpa) *12:22 Uhr – Biontech will Beschäftigung in Mainz auf 5000 ausbauen
Das Pharma-Unternehmen Biontech baut seinen Personalstand am Firmensitz in Mainz in den nächsten Jahren auf rund 5000 aus. Einen genaueren Zeitrahmen nannte eine Sprecherin am Donnerstag noch nicht. Aktuell arbeiten nahezu 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort des Corona-Impfstoffherstellers in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt, 2019 waren es erst 600 Beschäftigte. Nach einem Bericht der Zeitungen der VRM, unter ihnen die in Mainz erscheinende «Allgemeine Zeitung», erweitert Biontech auch seinen Betrieb in der hessischen Stadt Marburg weiter – dort sind es gegenwärtig 700 Beschäftigte. Weiterer Produktionsstandort ist Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz.
Das Biopharma-Unternehmen erweitert zurzeit seine Forschungs- und Produktionsanlagen in Mainz. Dem VRM-Bericht zufolge sind in den kommenden Jahren insgesamt Investitionen in Höhe von mehreren Milliarden Euro geplant.
Mit dem Verkauf seines Corona-Impfstoffs erwirtschaftete Biontech im ersten Halbjahr 9,57 Milliarden Euro Umsatz. Das waren 30,1 Prozent mehr als in der ersten Hälfte 2021. Der Gewinn legte um 37,2 Prozent auf 5,37 Milliarden Euro zu. Neben den Corona-Impfstoffen treibt Biontech die Entwicklung von Krebs-Therapien auf Basis der mRNA-Technologie voran. Zu den angestrebten Zielen gehört ein Impfstoff, der an das besondere Profil einer individuellen Krebserkrankung angepasst ist.
Stand: 08.12.2025
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