Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Klagen gegen CO-Pipeline nach 16 Jahren abgewiesen

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02.02.2023

Marburg (dpa) *15:45 Uhr – Bundeskanzler Scholz will Forschungsstandort Deutschland stärken

Bundeskanzler Olaf Scholz will den Forschungsstandort Deutschland stärken. «Wir müssen schnellere Genehmigungsverfahren für Fabriken, für neue Medikamente, für Forschungsvorhaben und auch für die Nutzung von Forschungsdaten möglich machen», sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch des Biontech-Werkes in Marburg. «Da wollen wir jetzt in ganz kurzer Zeit mit vielen sehr konkreten Gesetzesvorhaben beitragen, dass die Medizinindustrie und Gesundheitswirtschaft Fortschritte macht.»

Zuvor hatte sich Scholz ein Bild von der neuen Plasmid-DNA-Produktion am Marburger Standort des Mainzer Impfstoffherstellers gemacht. Plasmide sind kleine, ringförmige DNA-Moleküle und laut Biontech ein zentrales Ausgangsmaterial für die Herstellung von mRNA-basierten Impfstoffen und Therapien. In der Vergangenheit musste der Impfstoffhersteller Plasmid-DNA extern einkaufen.

«Wir brauchen eine Forschungslandschaft, die wir gemeinsam mit den Ländern in Deutschland stabilisieren und weiterentwickeln müssen, damit Grundlagenforschung in Deutschland stattfinden kann, die dann die nächsten großen Erkenntnisse ermöglicht», sagte Scholz. Das «neue Deutschland-Tempo», das die Bundesregierung beim Bau von Pipelines und LNG-Terminals vorgelegt habe, solle auch dann gelten, wenn es um den Forschungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland gehe.

Das Pharmaunternehmen Biontech, das vor allem für seinen Corona-Impfstoff bekannt ist, hatte im Januar angekündigt, ein auf künstliche Intelligenz spezialisiertes britisches Start-up übernehmen zu wollen. Nur wenige Tage zuvor war bekannt geworden, dass die Mainzer in Cambridge ein Forschungs- und Entwicklungszentrum zur Krebstherapie aufbauen wollen. Ziel sei es, bis 2030 bis zu 10.000 Patientinnen und Patienten mit personalisierten Krebsimmuntherapien zu behandeln - entweder im Rahmen klinischer Studien oder als zugelassene Behandlungen.

Mainz/Marburg (dpa/lhe) *14:00 Uhr – Biontech in Marburg: Erste eigene Plasmid-DNA-Produktion fertiggestellt

Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech ist vor allem für seinen Corona-Impfstoff bekannt. Im Herbst 2020 hatte es im Zuge der Pandemie im osthessischen Marburg das Werk des Schweizer Pharma-Konzerns Novartis für die Großproduktion des Vakzins übernommen. Nun hat Biontech an dem Standort die erste unternehmenseigene Plasmid-DNA-Produktion fertiggestellt. Plasmid-DNA ist ein zentrales Ausgangsmaterial für die Herstellung von mRNA-basierten Impfstoffen und Therapien. Biontech arbeitet unter anderem an der Erforschung von Ansätzen in der Immuntherapie auf Basis des Botenmoleküls mRNA und bei der Bekämpfung von Infektions- und Autoimmunkrankheiten sowie Krebs.

Rahway (dpa) *13:09 Uhr – Rückenwind durch Corona lässt nach: Merck & Co rechnet mit schwächerem Jahr

Der US-Pharmakonzern Merck & Co dürfte nach einem kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg im vergangenen Jahr 2023 den Rückwärtsgang einlegen. Der Vorstand kalkuliert auch wegen eines nachlassenden Corona-Rückenwinds für das laufende Jahr mit einem Erlös in der Bandbreite von 57,2 bis 58,7 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Rahway mitteilte. Die Aktien fielen vorbörslich um 3,7 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatte Merck & Co seinen Umsatz noch um 22 Prozent auf knapp 59,3 Milliarden Dollar gesteigert - einen großen Teil des Wachstums hatte der Konzern dabei seinem Corona-Medikament Lagevrio zu verdanken. Das Mittel spülte fast 5,7 Milliarden Dollar in die Kassen. 2023 dürften die Einnahmen voraussichtlich aber auf eine Milliarde Dollar schrumpfen, hieß es vom Konzern weiter.

Unter dem Strich kletterte der Gewinn im Berichtszeitraum um 18 Prozent auf 14,5 Milliarden Dollar. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) stieg mit plus 39 Prozent auf 7,48 Dollar noch stärker - bei dieser von Analysten besonders beachteten Kennziffer rechnet der Konzern für 2023 nunmehr mit einem Rückgang auf 6,80 bis 6,95 Dollar. Die Branchenexperten hatten für dieses Jahr bisher deutlich mehr auf dem Zettel.

Den Haag (dpa) *11:38 Uhr – Ölkonzern Shell erzielt Rekordgewinn - starkes viertes Quartal

Der Energiekonzern Shell hat im vergangenen Jahr dank hoher Öl- und Gaspreise einen Rekordgewinn erzielt. Der bereinigte Gewinn stieg auf 39,87 Milliarden US-Dollar (36,22 Mrd Euro), wie der Konzern am Donnerstag in Den Haag mitteilte. Damit hat sich der Gewinn innerhalb eines Jahres rund verdoppelt.

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Mitverantwortlich für den Rekordgewinn ist auch das letzte Jahresviertel, das besser ausfiel als von Analysten erwartet. Somit fällt die Dividende für das vierte Quartal ein wenig höher aus als gedacht: Shell zahlt seinen Anlegern 28,75 Cent pro Aktie, das sind 15 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Außerdem hat der Ölmulti erneut ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Das Management will Aktien in Höhe von vier Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Im abgelaufenen starken Jahr hatte es bereits reichliche Aktienrückkäufe gegeben.

Im Schlussquartal 2022 konnte Shell den bereinigten Gewinn innerhalb eines Jahres um mehr als 50 Prozent auf 9,81 Milliarden US-Dollar steigern. Analysten waren positiv überrascht, weil die Öl- und Gaspreise im Vergleich zum dritten Quartal etwas gesunken waren. Der auf die Aktionäre entfallene Nettogewinn fiel im Schlussquartal aber mit 10,5 Milliarden US-Dollar etwas geringer aus als vor einem Jahr.

München (dpa) *09:11 Uhr – Ifo: Materialengpässe in der Industrie nehmen ab

Die Materialknappheit in der Industrie hat etwas abgenommen. Im Januar berichteten 48 Prozent der vom Ifo-Institut befragten Firmen von Engpässen. Im Dezember waren es noch fast 51 Prozent gewesen. Aber weiterhin könnten viele Unternehmen ihre hohen Auftragsbestände nur langsam abarbeiten, sagte Umfragenleiter Klaus Wohlrabe am Donnerstag in München.

Im Maschinenbau und in der Autobranche berichteten unverändert drei von vier Unternehmen von Engpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten. Bei den Nahrungsmittel- und Getränkeherstellern sind es knapp ein Drittel. In der Chemischen Industrie entspannt sich die Lage weiter, hier ist nur noch knapp ein Viertel der Unternehmen betroffen – der niedrigste Wert seit Anfang 2021. Das Papiergewerbe ist mit 14 Prozent wenig betroffen. In der Metallerzeugung und -bearbeitung sank der Wert sogar auf sieben Prozent.

Den Haag (dpa) *08:55 Uhr – Ölkonzern Shell erzielt Rekordgewinn – starkes viertes Quartal

Der Energiekonzern Shell hat im vergangenen Jahr dank hoher Öl- und Gaspreise einen Rekordgewinn erzielt. Der bereinigte Gewinn stieg auf 39,87 Milliarden US-Dollar (36,22 Mrd Euro), wie der Konzern am Donnerstag in Den Haag mitteilte. Damit hat sich der Gewinn innerhalb eines Jahres rund verdoppelt.

Mitverantwortlich für den Rekordgewinn ist auch das letzte Jahresviertel, das besser ausfiel als von Analysten erwartet. Somit fällt die Dividende für das vierte Quartal ein wenig höher aus als gedacht: Shell zahlt seinen Anlegern 28,75 Cent pro Aktie.

Außerdem hat der Ölmulti erneut ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Das Management will Aktien in Höhe von vier Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Im abgelaufenen starken Jahr hatte es bereits reichliche Aktienrückkäufe gegeben.

Basel (dpa) *07:38 Uhr – Pharmakonzern Roche spürt nachlassenden Corona-Rückenwind

Der Pharmakonzern Roche ist im Geschäftsjahr 2022 nur leicht gewachsen. Der nachlassende Rückenwind durch die Corona-Pandemie hat in beiden Sparten – Pharma und Diagnostik – Spuren hinterlassen. Die Aktionäre sollen indes eine auf 9,50 Franken erhöhte Dividende je Aktie erhalten, wie die Schweizer am Donnerstag in Basel mitteilten. Ein Jahr zuvor hatte Roche noch 9,30 Franken je Aktie gezahlt.

Der Konzernumsatz legte im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 63,3 Milliarden Franken (63,4 Mrd Euro) zu, zu konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum zwei Prozent. Während die Pharmasparte etwas mehr umsetzte, stagnierte der Erlös im Diagnostik-Geschäft - die Sparte hatte 2021 mit den zahlreichen Corona-Tests allerdings auch überdurchschnittlich stark von der Pandemie profitiert.

Unterm Strich sank der Konzerngewinn auf 13,5 Milliarden Franken nach 14,9 Milliarden im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 bleibt Roche vorsichtig und erwartet einen «deutlichen Rückgang» der Covid-Umsätze um rund fünf Milliarden Franken.

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