Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Klagen gegen CO-Pipeline nach 16 Jahren abgewiesen

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13.02.2023

Brüssel (dpa) *19:00 Uhr – EU-Kommission will neue Grenzwerte für Chemikalien am Arbeitsplatz

Die EU-Kommission will Menschen an ihrem Arbeitsplatz besser vor Atemwegserkrankungen und Risiken während der Schwangerschaft schützen. Wie die Brüsseler Behörde am Montag mitteilte, schlägt sie deshalb Grenzwerte für die gesundheitsschädlichen Chemikalien Blei und Diisocyanate vor. Die Stoffe dürften im Zuge der Energiewende vermehrt zum Einsatz kommen, weil sie etwa für die Herstellung von Batterien und den Bau von E-Autos, Windturbinen sowie für Gebäudeisolierungen verwendet werden.

Nach Schätzungen der EU-Kommission sind in der EU schon jetzt rund 100.000 Menschen bei ihrer Arbeit dem Stoff Blei ausgesetzt. Jährlich treten demnach etwa 300 Krankheitsfälle auf, die darauf zurückzuführen sind. Weil die Chemikalie die Sexualfunktion, die Fruchtbarkeit und die Entwicklung eines Fötusses beeinflussen kann, sollen die bestehenden Grenzwerte am Arbeitsplatz weiter gesenkt werden. Dabei soll eine maximale Konzentration des Stoffes in der Luft, die Arbeitnehmer einatmen, festgelegt werden.

Zudem sollen erstmalig Grenzwerte für Diisocyanate eingeführt werden, denen laut EU-Kommission schätzungsweise 4,2 Millionen Arbeitnehmer ausgesetzt sind. Die Chemikalien kommen etwa in Schaumstoffen, Lacken und Klebstoffen vor. 9 bis 15 Prozent aller Erwachsenen mit Asthma waren Diisocyanaten demnach früher ausgesetzt. Es ist eine Übergangsfrist bis Ende 2028 vorgesehen.

«Dieser Vorschlag wird dazu beitragen, die Arbeitsplätze gesünder und sicherer zu machen und Hunderttausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der gesamten EU zu schützen», erklärte Sozialkommissar Nicolas Schmit. Der Vorschlag muss noch mit den EU-Ländern und dem Europaparlament abgestimmt werden.

Darmstadt (dpa/lhe) *15:46 Uhr – Energieversorger Entega und Merck bauen große Photovoltaik-Anlagen

In einer Kooperation bauen der Energieversorger Entega und der Pharma- und Chemiekonzern Merck an zwei Konzernstandorten Photovoltaik-Anlagen mit einer jährlichen Stromerzeugung von mehr als 7,5 Gigawattstunden. Am Standort Darmstadt sollen mit Anlagen auf drei Produktions- und Logistikgebäuden voraussichtlich ab dem Frühjahr rund 600 Megawattstunden jährlich produziert werden, wie der Konzern am Montag mitteilte. In Gernsheim im Kreis Groß-Gerau solle auf rund sieben Hektar ein Photovoltaik-Park entstehen, in dem jährlich bis zu sieben Gigawattstunden erzeugt werden können. Dies könne perspektivisch 10 bis 15 Prozent des Energiebedarfs des Standortes decken. Der in den Anlagen produzierte Strom entspreche dem durchschnittlichen Strombedarf von rund 1500 Haushalten.

Mit den geplanten und von einer Entega-Tochter gebauten Anlagen könne der Ausstoß von Kohlendioxid im Jahr um 3800 Tonnen reduziert werden. Zudem seien Machbarkeitsstudien über weitere Anlagen geplant, zum Beispiel ein Ausbau auf weiteren Freiflächen oder Parkplätzen inklusive Speicher- und Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge. Auch für eine Erzeugung und Versorgung der beiden Standorte mit grünem Wasserstoff solle es eine Studie geben.

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