Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie Chemie-Unfall in USA: Sechs der neun Vermissten tot geborgen +++ Säure tritt bei Arzneimittelfirma in Karlsruhe aus

Von Wolfgang Ernhofer 26 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

29.05.2026

Longview (dpa) *01:03 Uhr – Chemie-Unfall in USA: Sechs der neun Vermissten tot geborgen

Nach dem Unglück auf dem Gelände einer Verpackungsfirma im Nordwesten der USA wurden sechs der neun zuletzt noch als vermisst geltenden Arbeiter tot geborgen. Das teilte die Feuerwehr bei einer Pressekonferenz mit. Die Zahl der bestätigten Todesopfer steigt damit auf acht. Allerdings hatte die Feuerwehr bereits am Vortag mitgeteilt, dass sie nicht mehr damit rechnet, Überlebende zu finden.

Am Dienstag war auf dem Gelände der Firma, die Kartons für Flüssigkeiten herstellt, ein riesiger Tank mit Weißlauge geborsten. Der Tank hat laut Feuerwehr eine Kapazität von mehr als 3,4 Millionen Litern. Die Räumungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil der Tank zunächst als einsturzgefährdet galt. Acht Menschen waren mit Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Das Gelände der Verpackungsfabrik grenzt direkt an den Columbia River, der die Bundesstaaten Washington und Oregon trennt. Nach Angaben der Feuerwehr ist bei dem Unfall ein Teil der Weißlauge in den Fluss gelangt.

28.05.2026

Longview (dpa) *01:00 Uhr – Feuerwehr: Wohl keine Überlebenden nach Chemie-Unfall in USA

Nach dem schweren Unglück auf dem Gelände einer Verpackungsfirma im Nordwesten der USA rechnen die Einsatzkräfte nicht mehr mit Überlebenden. Es gehe nicht mehr darum, Menschen zu retten, sondern sie zu bergen, sagte der örtliche Feuerwehrchef Scott Goldstein. Bisher sind zwei Todesfälle bestätigt worden, neun Menschen werden noch vermisst.

Sieben verletzte Mitarbeiter befänden sich weiter im Krankenhaus, ein Feuerwehrmann sei mittlerweile wieder zu Hause, teilte Goldstein mit. Der Gouverneur des Bundesstaats Washington, Bob Ferguson, sagte: «Wir bereiten uns darauf vor, dass dies die tödlichste Industriekatastrophe in der modernen Geschichte des Bundesstaats Washington sein wird.»

Am Dienstag war auf dem Gelände der Firma, die Kartons für Flüssigkeiten herstellt, ein riesiger Tank mit Weißlauge geborsten.

Der Tank hat laut Feuerwehr eine Kapazität von mehr als 3,4 Millionen Litern. Die Räumungsarbeiten gestalteten sich schwierig, weil der Tank zunächst als einsturzgefährdet galt. Es befinde sich allerdings weniger Restflüssigkeit im Tank, als bisher angenommen, weshalb die Bergung nun vorsichtig vorangehen könne.

Wie die Feuerwehr mitteilte, müssen die Opfer zunächst dekontaminiert werden, bevor sie an die Gerichtsmedizin übergeben werden können. Weitere Angaben zu den Opfern könne es erst geben, wenn alle Familien verständigt worden seien.

Das Gelände der Verpackungsfabrik grenzt direkt an den Columbia River, der die Bundesstaaten Washington und Oregon trennt. Nach Angaben der Feuerwehr ist bei dem Unfall ein Teil der Weißlauge in den Fluss gelangt. Proben hätten eine erhöhte Konzentration im Flusswasser bestätigt. Auf die Trinkwasser- und Luftqualität gebe es aber nach bisherigem Stand keine negativen Auswirkungen.

27.05.2026

Karlsruhe (dpa/lsw) *19:59 Uhr – Säure tritt bei Arzneimittelfirma in Karlsruhe aus

Wegen des Austritts eines Gefahrstoffes bei einem Arzneimittelhersteller in Karlsruhe ist die Feuerwehr zu einem größeren Einsatz ausgerückt. In einer Betriebsstätte sei der Stoff freigesetzt worden, teilte die Feuerwehr mit. Laut Polizei handelte es sich um eine Säure. Um welche genau, das vermochte ein Sprecher zunächst nicht zu sagen. Sie sei in einem Kanister gewesen.

Das Gebäude sei vorsorglich geräumt worden, teilte die Feuerwehr mit. Der Rettungsdienst habe drei Personen untersucht. Die Polizei geht von einem Verletzten aus. Dieser habe einen Tropfen auf die Hand bekommen, der aber sofort entfernt worden sei. Es sei nur eine leichte Rötung auf der Haut zu sehen gewesen, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr war mit 30 Einsatzkräften vor Ort. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, teilte die Polizei auf Nachfrage mit.

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