Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Todesfall nach schwerem Chemieunfall in Nürnberger Firma

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07.05.2026

Chemnitz (dpa/sn) *22:45 Uhr – Chemikalien in Wald gefunden und gesprengt

In einem Waldstück in Chemnitz haben Unbekannte zahlreiche Ampullen und kleinere Gefäße mit Chemikalien ausgegraben. Die teils explosiven, giftigen und krebserregenden Stoffe seien am Abend kontrolliert gesprengt worden, teilte die Polizeidirektion Chemnitz mit.

Eine Prüfung habe ergeben, dass sie nicht transportfähig seien.

Weitere Messungen hätten nach der Sprengung keine zusätzlichen Gefahrenquellen angezeigt, Sperrungen seien anschließend aufgehoben worden. Eine Evakuierung umliegender Wohngebiete sei nach Prüfung nicht notwendig gewesen. An dem Einsatz waren den Angaben zufolge knapp 90 Polizeikräfte beteiligt. Die Stoffe waren am Montag gefunden worden.

Brüssel (dpa) *12:10 Uhr – EU erlaubt Milliarden-Hilfe für Klimaschutz in Industrie

Deutschland darf seine Industrie beim Umstieg auf klimafreundlichere Produktionsweisen mit fünf Milliarden Euro unterstützen. Die Europäische Kommission hat für entsprechende Pläne der Bundesregierung grünes Licht gegeben, wie sie in Brüssel mitteilte.

Es geht um die sogenannten CO2-Differenzverträge. Dieses Programm zur Übernahme von Mehrkosten, die den Unternehmen durch die Umstellung entstehen, trage zur Verwirklichung der Energie- und Klimaziele sowie den Nachhaltigkeitszielen Deutschlands und der EU bei, teilte die Behörde mit.

Geförderte Projekte müssten ihre Emissionen demnach erheblich reduzieren: mindestens um 50 Prozent innerhalb von vier Jahren und um

85 Prozent bis zum Ende der Vertragslaufzeit von 15 Jahren.

Mit den CO2-Differenzverträgen übernimmt der Staat übergangsweise die Extrakosten, die Unternehmen durch die Umstellung auf klimafreundliche Produktionsweisen entstehen. So sollen wirtschaftliche Risiken reduziert werden und Firmen Planungssicherheit bekommen.

Wie genau Unternehmen Treibhausgase einsparen, bleibt ihnen dabei überlassen. Das kann zum Beispiel durch die Nutzung von Strom statt Gas oder Kohle passieren, mit dem Einsatz von Wasserstoff, der Abscheidung und Speicherung von CO2, die Nutzung von Biomethan oder von Abwärme.

Die Förderung zielt besonders auf energiehungrige Branchen ab - wie die Papier-, Chemie-, Metall-, Glas- und Zementindustrie.

In der EU gelten strenge Regeln dafür, wenn ein Staat Unternehmen mit Geld oder auch etwa Steuervorteilen unterstützen will. Die EU-Kommission überwacht, ob diese Regeln eingehalten werden.

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