Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Chemie-Unfall in USA: Sechs der neun Vermissten tot geborgen +++ Säure tritt bei Arzneimittelfirma in Karlsruhe aus

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22.05.2026

Chemnitz (dpa/sn) *18:58 Uhr – Nach Chemikalienfunden: Chemnitz sperrt Wald

Nach dem Fund von Ampullen mit Chemikalien hat die Stadt Chemnitz ein Waldgebiet gesperrt. Es handle sich um Bereiche des Ebersdorfer Waldes, des Grenzwaldes sowie südlich davon gelegene Ruinenflächen, teilte die Stadtverwaltung mit. Das Betreten dieser Gebiete außerhalb markierter oder ausgewiesener Straßen und Wege sei untersagt. Den Angaben zufolge sind dort seit Anfang Mai wiederholt Glasgefäße gefunden worden, deren Herkunft bisher nicht genau zugeordnet werden konnte. Darin seien teilweise Chemikalien enthalten gewesen, die giftig, krebserregend, ätzend oder auch explosiv seien, hieß es.

Die Behörden gehen den Angaben zufolge davon aus, dass weiteres belastetes Material und mit schädlichen Chemikalien gefüllte Kleinbehälter im gesamten Waldstück oberflächennah gelagert sind oder von Wildtieren oder Personen ausgegraben werden könnten. Über die Funde heißt es weiter, die Gefäße seien teilweise kyrillisch beschriftet gewesen. Daher sei möglich, dass ein Zusammenhang mit der einstigen Nutzung der Fläche durch die Sowjetarmee besteht, die bis etwa 1993 dort stationiert war.

Münster/EIken (ots) *13:24 Uhr – Millioneninvest: Westfalen verdoppelt Industriegase-Kapazitäten in der Schweiz

Spatenstich: Die Westfalen-Gruppe baut ihr Industriegase-Geschäft in Europa weiter aus und erweitert ihr bestehendes Abfüllwerk im schweizerischen Eiken bei Basel umfassend. Mit einer Investition im zweistelligen Millionen-Bereich wird die Produktionskapazität der Tochtergesellschaft Westfalen Gas Schweiz (WGS) künftig nahezu verdoppelt. Die WGS versorgt in der Schweiz überwiegend mittelständische Kunden mit Gasen für die Getränke- und Pharmaindustrie, für Labor und Medizin sowie für Anwendungen beim Schweißen und Schneiden.

«Eiken hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Standort innerhalb unseres internationalen Industriegase-Geschäfts entwickelt. Mit der Erweiterung schaffen wir die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in der Schweiz und stärken zugleich unser europäisches Netzwerk», sagte Thomas Perkmann, Vorstandsvorsitzender der Westfalen-Gruppe, anlässlich des Spatenstichs zum Werksausbau. «Die Investition ist ein wichtiger Meilenstein für den weiteren Ausbau unseres Europageschäfts.»

Vor 25 Jahren wurde die Westfalen Gas Schweiz gegründet. Zehn Jahre danach nahm das Abfüllwerk in Eiken seinen Betrieb auf. Für WGS-Geschäftsführer Tony Moes ist die Erweiterung deshalb auch ein besonderes Jubiläum: «Dass wir die Werkserweiterung mit unserem 25-jährigen Bestehen verbinden können, macht diesen Tag für uns besonders.» Das Wachstum in der Schweiz sei vor allem das Ergebnis des großen Engagements der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so der Westfalen-Geschäftsführer weiter. Sie hätten dafür gesorgt, dass sich das Unternehmen in den vergangenen 25 Jahren zu dem entwickelt hätte, was es heute ist. Moes: «Mit der Werkserweiterung kommen wir unserem Ziel einen weiteren Schritt näher, bevorzugter Industriegase-Partner für den Mittelstand in der Schweiz zu werden.»

Die Westfalen-Gruppe versorgt europaweit rund 40.000 Gewerbekunden mit Industriegasen und realisiert jährlich rund 2,2 Millionen Flaschenabfüllungen an elf Standorten in vier Ländern. Neben der Schweiz sollen zukünftig noch weitere Investitionen in Europa folgen. «Wir treiben das Wachstum in unseren europäischen Kernmärkten konsequent voran und so bauen wir derzeit im Südwesten Frankreichs einen weiteren Abfüllstandort», so Perkmann.

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