Newsticker Februar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Covestro weiter auf Sparkurs

< zurück

Seite: 16/21

Anbieter zum Thema

09.02.2024

Leverkusen (dpa) *17:51 Uhr – Weniger Manager erwünscht – Bayer treibt Umstrukturierung voran

Die Umstrukturierung des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer läuft auf Hochtouren. «Erste Abteilungen sind verschoben worden, und wir planen, den Großteil davon bis zum Jahresende vollzogen zu haben», sagte Personalchefin Heike Prinz am Freitag in Leverkusen. «Wir sind mittendrin.»

Das Vorhaben ist zentrales Projekt des seit Juni amtierenden Konzernchefs Bill Anderson. Mitte Januar wurden Stellenstreichungen vor allem im Management angekündigt. Arbeitsabläufe sollen effizienter und Entscheidungen vereinfacht werden. Man brauche weniger Koordinierungsfunktionen, also «Manager, die Manager managen, die Manager managen», sagte Prinz nun. Bayer hat derzeit rund 100.000 Beschäftigte. Wie viele Stellen wegfallen werden, ist unklar.

Es gehe um schnellere Innovationen und besseren Kundenservice, betonte Anderson. «Es wird zu Kostensenkungen führen, weil wir viele Rollen herausnehmen werden, die Kunden keinen direkten Mehrwert bieten.»

Bayer ist in einer schwierigen Lage: Glyphosat- und PCB-Klagen in den USA belasten die Bilanz. PCB ist eine Umweltchemikalie, die seit Jahrzehnten verboten ist. Glyphosat wiederum ist ein in der Landwirtschaft genutzter Unkrautvernichter.

Erschwerend kommt hinzu, dass bisherige Medikamenten-Klassenschlager Bayer schrittweise immer weniger Geld einbringen, ohne dass ähnlich lukrative Nachfolgepräparate in Sicht sind. Ende 2023 floppte eine wichtige Medikamentenstudie. Der Börsenkurs des Traditionsunternehmens ist im Keller.

Ludwigshafen (dpa) *04:02 Uhr – BASF sieht großes Potenzial für KI in Chemiebranche

Der BASF-Konzern sieht großes Potenzial für Künstliche Intelligenz (KI) in der Chemiebranche. «Die Frage ist nicht, ob KI einen wesentlichen Einfluss auf Industrieunternehmen haben wird, sondern, wie schnell das geschieht», sagte Chief Digital Officer Dirk Elvermann den Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. «Was genau und wie wird das passieren?» BASF erprobe KI mit Tausenden von Mitarbeitern. «Jede Einheit macht dabei spezifische Erfahrungen.»

Als Beispiel verweist BASF etwa auf ein digitales Tool im Bereich von Handspülmitteln. Hier werde Künstliche Intelligenz für eine leistungsfähigere Plattform für digitale Kundenanfragen genutzt. In der Landwirtschaft werde maschinelles Lernen wiederum angewendet, um Landwirten mit Algorithmen beim effizienten Pflanzen zu helfen.

Das riesige Potenzial von Künstlicher Intelligenz sei momentan noch gar nicht konkret abschätzbar, sagte Elvermann. «Wir probieren es aus. Wir haben zum Beispiel ChatGPT nicht als Open Source, aber geschützt in unserer Domäne in der Erprobung.» Man sollte sich daran gewöhnen, mit generativer Künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten. «Die Ziele, die wir damit verfolgen, sind Effizienzgewinne, aber auch Wachstum und neue Geschäftsmodelle.»

Dabei arbeite BASF «mit wachem Auge und ständiger Risikoabwägung» bei der Digitalisierung. «Cybersecurity ist extrem wichtig. Wir sind kritische Infrastruktur – dementsprechend müssen wir unsere Anlagen und unser geistiges Eigentum schützen.» Eins der Haupteinfalltore für Attacken sei nun einmal Cyber. «Deswegen versuchen wir, die digitalen Lösungen, die wir entwickeln, gleich so abzusichern, dass nichts passiert», sagte Elvermann.

(ID:49896681)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung