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08.02.2024: Deutschland und Algerien: Absichtserklärung für Wasserstofflieferungen

Algier/Berlin (dpa) *17:23 Uhr – Deutschland und Algerien: Absichtserklärung für Wasserstofflieferungen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat eine Absichtserklärung über künftige Wasserstofflieferungen aus Algerien nach Deutschland unterzeichnet. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Habeck sagte demnach bei einem Besuch in Algier, Deutschland und Algerien pflegten seit 2015 eine enge Energiepartnerschaft. «Diese wollen wir jetzt erweitern und Algerien darin bestärken, zukünftig verstärkt grünen Wasserstoff zu produzieren, dafür mehr in Solar- und Windenergie zu investieren und somit neue eigene Wertschöpfung zu schaffen.»

Deutschland wolle dabei mit Know-how und technischer Expertise unterstützen. «Deutschland und die EU stehen als potenzielle Abnehmerländer für grünen Wasserstoff bereit», so Habeck. Wasserstoff soll eine Schlüsselrolle beim klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft in Deutschland spielen, zum Beispiel in der Stahlindustrie. Große Mengen müssen importiert werden.

Laut Mitteilung gründen Deutschland und Algerien eine bilaterale Wasserstoff-Taskforce. Außerdem solle eine Wasserstoffpilotanlage installiert werden. Bei einem Gespräch seien auch Vertreter unter anderem der Europäischen Kommission, Italiens, Österreichs und Tunesiens dabei gewesen, die gemeinsam die Schaffung eines «südlichen H2-Korridors» unterstützen. Dieser sehe den Um- und Ausbau des bestehenden Gaspipeline-Korridors für erneuerbaren Wasserstoff vor- von Algerien über Tunesien, Italien und Österreich bis nach Süddeutschland vor. Bis 2040 wolle Algerien 10 Prozent des EU-Bedarfs an grünem Wasserstoff exportieren – dieser wird auf Basis von erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne produziert.

Berlin (dpa) *14:05 Uhr – Habeck will mit Polen Öllieferungen für PCK besprechen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will mit Polen über die weitere Versorgung der wichtigen Raffinerie PCK in Schwedt mit Rohöl sprechen. Das Thema werde bei Habecks Antrittsbesuch bei der neuen polnischen Regierung kommende Woche eine Rolle spielen, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Donnerstag. Mit Habeck reise sein Staatssekretär Michael Kellner (ebenfalls Grüne) nach Warschau.

Die Raffinerie, die weite Teile von Nordostdeutschland und Westpolen mit Benzin, Diesel und Co versorgt, war bis Ende 2022 jahrzehntelang mit russischem Rohöl betrieben worden. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine drang die Bundesregierung auf eine Umstellung auf andere Bezugsquellen. Das Rohöl kommt nun über den Hafen Rostock sowie über den polnischen Hafen Danzig nach Schwedt. Hinzu kommen Rohölmengen aus Kasachstan.

Die Raffinerie gehört zu 54 Prozent deutschen Töchtern des russischen Staatskonzerns Rosneft. Diese Anteile sind jedoch in Treuhandverwaltung und damit unter Kontrolle des Bundes. Die Bundesregierung prüft derzeit eine mögliche Enteignung der Rosneft-Anteile. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

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