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22.02.2024

Kassel (dpa) *09:37 Uhr – BASF-Tochter Wintershall Dea verdient operativ deutlich weniger

Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea hat 2023 die niedrigeren Gas- und Ölpreise zu spüren bekommen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Explorationskosten (Ebitdax) ging im Jahresvergleich um 29 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro zurück, wie die BASF-Mehrheitsbeteiligung am Donnerstag in Kassel mitteilte. Die Fördermenge stieg hingegen leicht. In den Zahlen ist das Russland-Geschäft nicht enthalten, weil sich Wintershall Dea aus dem Land zurückziehen will.

Unter dem Strich wies das Unternehmen 2023 einen auf die Anteilseigner anfallenden Verlust von 51 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor hatte Wintershall Dea wegen milliardenschwerer Abschreibungen im Zusammenhang mit seinem Russland-Geschäft einen Verlust von 4,85 Milliarden Euro gemacht.

BASF hatte im Dezember den lange in Aussicht gestellten Verkauf von Wintershall Dea an den britischen Ölkonzern Harbour Energy angekündigt, der im vierten Quartal 2024 vollzogen werden soll. Ausgeklammert aus der Transaktion ist das Russland-Geschäft von Wintershall Dea sowie der Anteil an der Firma Wiga. Letztere ist im Gastransport-Geschäft aktiv - die operativ unabhängigen Wiga-Töchter betreiben Hochdruck-Pipeline-Systeme, einschließlich des Transportnetzwerks von Gascade sowie Opal und NEL.

Wintershall Dea ist 2019 aus der Fusion der Wintershall Holding und der Dea hervorgegangen. Das Unternehmen mit Sitz in Kassel und Hamburg beschäftigt weltweit knapp 2500 Mitarbeiter. BASF hält gut 70 Prozent an Wintershall Dea. Der Rest gehört Letter-One, einer Beteiligungsgesellschaft.

Berlin (ots) *09:02 Uhr – Verdacht auf Falschaussagen im Geschäftsbericht: Deutsche Umwelthilfe erstattet Strafanzeige gegen Wintershall Dea

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat anlässlich der heute erfolgenden Vorstellung des Geschäftsberichtes 2023 bei der Staatsanwaltschaft Kassel Strafanzeige gegen Deutschlands größten Erdöl- und Erdgasproduzenten Wintershall Dea erstattet, weil Verdacht auf falsche und verschleiernde Angaben im Geschäftsbericht des Vorjahres besteht. So würden Informationen zu den Emissionen, die durch die Verbrennung der geförderten fossilen Brennstoffe – 97 Prozent der Gesamtemissionen des Unternehmens - entstehen fehlen. Dies lasse darauf schließen, dass Wintershall Dea keine klare Strategie zur Emissionsminderung verfolgt. Wesentliche Bestandteile des gesetzlich vorgeschriebenen Geschäftsberichts würden falsch dargestellt, ausgelassen oder in den freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht ausgelagert. Auch den diesjährigen Geschäftsbericht werde die DUH sorgfältig auf Transparenz und Vollständigkeit prüfen.

Wintershall Dea stand in den letzten Jahren aufgrund seines langjährigen Russlandgeschäfts, Förderaktivitäten im Unesco Weltnaturerbe Wattenmeer und in anderen sensiblen Ökosystemen sowie einer mangelhaften Nachhaltigkeitsstrategie immer wieder in der Kritik. Dennoch zeichne das Unternehmen in seinen Berichten ein nachhaltiges und umweltbewusstes Bild.

Berlin (ots) *08:02 Uhr – Inakzeptable Verlängerungen bei Genehmigung hochgiftiger Pestizide: Deutsche Umwelthilfe zieht vor das Gericht der Europäischen Union

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat beim Gericht der Europäischen Union Klage gegen die Genehmigungsverlängerung des umweltschädlichen Herbizid-Wirkstoffs S-Metolachlor eingereicht.

Ein Antrag der DUH auf Überprüfung der vorläufigen Verlängerung bis November 2024 war zuvor abgewiesen worden. Inzwischen hat die EU-Kommission aufgrund gesundheitlicher und ökologischer Bedenken entschieden, die Genehmigung für S-Metolachlor nicht noch einmal zu erneuern. Ob die angefochtene Verlängerung rechtmäßig war, ist aber nach wie vor offen – ebenso wie eine Grundsatzentscheidung mit Blick auf weitere hochgiftige Wirkstoffe.

Die EU-Kommission hatte die Genehmigung von S-Metolachlor im Mai 2023 verlängert, obwohl absehbar war, dass der Wirkstoff nicht die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen erfüllt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hatte zuletzt im Februar 2023 Bedenken geäußert, weil bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mit S-Metolachlor gesundheitsschädliche Auswirkungen auf bestimmte Säugetiere und Grenzwertüberschreitungen im Grundwasser durch potentiell krebserregende Stoffe nicht ausgeschlossen werden können. Die DUH kämpft auch auf nationaler Ebene mit fachlicher Unterstützung von foodwatch gegen die Zulassungen weiterer hochgiftiger Pestizide.

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