Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

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23.06.2026

Köln (dpa/lnw) *10:07 Uhr – Nach Chemieunfall alle Mitarbeiter wieder zu Hause

Nach einem Unfall im Chempark Dormagen sind nun alle in Krankenhäuser eingewiesenen Mitarbeiter wieder zu Hause. Die letzten Patienten seien am Dienstag entlassen worden, teilte der Chempark mit. Insgesamt seien 27 Menschen vorsorglich medizinisch überwacht worden. 25 von ihnen wurden demnach in der Nacht und am frühen Morgen vom Chempark aus in Krankenhäuser gebracht. Zwei weitere hätten sich eigenständig zur medizinischen Überwachung in Kliniken begeben und seien deshalb erst nachträglich erfasst worden, hieß es.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat gebe es bislang nicht, teilte die Polizei Köln mit. Im Chempark war am frühen Samstagmorgen eine phosgenhaltige Flüssigkeit ausgetreten. Phosgen ist giftig und wird unter anderem zur Herstellung von Vorprodukten für Pflanzenschutzmittel und Pharmazeutika verwendet.

Nürnberg (dpa/lby) *08:39 Uhr – Menschliches Versagen war Ursache für tödlichen Chemieunfall

Menschliches Versagen hat den Ermittlungen der Polizei zufolge den tödlichen Chemieunfall in Nürnberg verursacht.

Bei dem Unglück im Mai war ein Mitarbeiter der Firma gestorben, weitere wurden verletzt. Es habe ein Fehlverhalten bei der Handhabung chemischer Stoffe gegeben, sagte Polizeisprecher Oliver Trebing.

Gutachten hätten ergeben, dass dabei Schwefelwasserstoff ausgetreten sei, der unbeabsichtigt durch die Verbindung anderer Stoffe entstanden sei, sagte Trebing. «Es gibt keinen Beschuldigten.» Deshalb werde kein Ermittlungsverfahren eröffnet. Weitere Details nannte er nicht. Die «Nürnberger Nachrichten» hatten zuvor über die Ermittlungsergebnisse berichtet.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr war am 15. Mai nach dem Unglück zu dem Betrieb ausgerückt, darunter mehrere Trupps in Chemikalienschutzanzügen. Etwa 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten die Rettungskräfte aus dem Gebäude holen.

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