Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie

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18.06.2026

Leuna (dpa/sa) *20:39 Uhr – Polyamid GmbH meldet Insolvenz an

Gut zweieinhalb Monate nach dem eine Stilllegung des Chemiewerks Domo Caproleuna abgewendet wurde, hat die Auffanggesellschaft Polyamid GmbH in Leuna einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Grund seien weltpolitische Entwicklungen, die zu stark gestiegenen Rohstoffpreisen geführt hätten, teilte das Unternehmen mit. Demnach hatte Leuna Polyamid die Vermögenswerte der insolventen Domo Caproleuna übernommen und den Betrieb fortgeführt. Gesellschafter sind die Leuna-Harze GmbH und die Infraleuna GmbH.

«Weltpolitische Entwicklungen, insbesondere in der Golfregion, führten jedoch zu drastischen Steigerungen der Rohstoffpreise von mehr als 40 bis zu 100 Prozent», hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die wichtigsten Rohstofflieferanten hätten Vorkasse für Lieferungen gefordert. Damit überstieg der Liquiditätsbedarf des Unternehmens die Planungen «sehr deutlich». Eine Fortführung des Betriebs außerhalb eines Insolvenzverfahrens sei nicht mehr möglich. Der Insolvenzantrag sei bereits am Mittwoch beim zuständigen Amtsgericht gestellt worden. Ziel sei, den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Demnach wolle man nach einem Investor suchen.

Schopfheim (dpa/lsw) *14:45 Uhr – Firma-Mitarbeiter erleiden Reizungen in den Augen

Mehrere Mitarbeiter einer Firma in Schopfheim (Kreis Lörrach) haben wegen eines noch unbekannten Vorfalls Reizungen in den Augen erlitten. Neun von ihnen wurden durch den Rettungsdienst zur Abklärung in ein Krankenhaus gebracht, vier begaben sich selbstständig in Behandlung, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt gelten 13 Mitarbeiter als leicht verletzt.

Das Gebäude wurde geräumt, nachdem der Rettungsdienst und die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an den Einsatzort ausgerückt waren. Die Feuerwehr führte verschiedene Messungen durch, eine Ursache konnte am Mittwoch aber bislang nicht ermittelt werden. In den nächsten Tagen sollen weitere Überprüfungen folgen. Bei der Firma handelt es sich um einen Hersteller für Verpackungen und Haftetiketten für die Pharmaindustrie.

Chemnitz (dpa/sn) *13:01 Uhr – Mehr als 30 Millionen Euro für Chemnitzer Energieprojekte

Zwei wichtige Energiewende-Projekte für Chemnitz werden mit mehr als 30 Millionen Euro von der EU gefördert. Konkret geht es um die Anbindung an das künftige Wasserstoffnetz sowie den Bau einer Solaranlage samt Batteriespeicher. Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) sprach von zwei zentralen Zukunftsvorhaben, die für die Stadt als Industriestandort sowie die gesamte Region von großer Bedeutung seien.

Zum einen geht es darum, die Stadt an das bundesweite Wasserstoffnetz anzuschließen. Dafür werden den Angaben nach bestehende Gasleitungen auf Wasserstoff umgestellt und neue Leitungen verlegt. Dazu werden 29,6 Millionen Euro investiert. Das Ganze soll 2029 fertig sein. Zum anderen werden bis 2028 für rund 25 Millionen Euro zwei großen Solaranlagen und ein Batteriespeicher gebaut. Der Speicher, bestehend aus Lithium-Ionen-Modulen in 20 Containern, soll eine Kapazität von 30 Megawattstunden haben.

Mit dem Just Transition Fund unterstützt die EU Regionen, die besonders von der Energiewende betroffen sind. Chemnitz war bei der Energieversorgung lange Zeit abhängig von Braunkohle und hat durch den Umstieg besondere Lasten zu schultern. Insgesamt erhalte Sachsen für den Strukturwandel in den Braunkohleregionen bis 2027 rund 645 Millionen Euro von der EU, hieß es von der Landesregierung.

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