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20.06.2026

Dormagen/Köln (dpa/lnw) *17:35 Uhr – Giftige Chemikalie freigesetzt – Mitarbeiter im Krankenhaus

Im Chempark Dormagen ist am frühen Morgen eine giftige Chemikalie ausgetreten – bis zu 25 Mitarbeiter mussten mit Kontaminationsverdacht ins Krankenhaus. Keiner von ihnen sei in Lebensgefahr, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei am Abend. Wie viele Verletzte oder potenziell Verletzte es genau seien, könne er nicht sagen, weil die Betroffenen in mehrere Krankenhäuser gebracht worden seien. Die Zahl liege wohl zwischen 19 und 25. Der Chempark hatte von 25 Patienten gesprochen.

Der Polizeisprecher sagte, nach erster Begutachtung durch die Ärzte seien die Mitarbeiter symptomfrei, müssten aber aufgrund der Gefährlichkeit des Stoffes Phosgen 24 Stunden lang im Krankenhaus medizinisch überwacht werden. Diese Zeitspanne müsse man abwarten. «Nach meinem Erkenntnisstand haben sie keine Symptome, die auf eine Erkrankung oder Verletzung hinweisen. Man muss das halt ausschließen.» Teilweise seien die Patienten auch schon entlassen worden.

Zum Stand der Ermittlungen sagte der Polizeisprecher, es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die Mitarbeiter seien befragt worden. «Wir gehen – Stand jetzt – von einem technischen Defekt aus beziehungsweise einer Fehlbedienung.» Das müsse aber noch genau geklärt werden.

Nach Angaben des Chemparks ging es bei dem ausgetretenen Stoff um eine phosgenhaltige Flüssigkeit. Die für einen solchen Fall vorinstallierten Sicherheitsmaßnahmen zur Neutralisierung des toxischen Stoffes hätten sofort gegriffen, so der Chempark. Dazu sei eine Dampf-Ammoniak-Wand ausgelöst worden. Die Phosgen-Wolke sei dadurch schnell gestoppt worden.

Messfahrzeuge der Werksfeuerwehr und der Berufsfeuerwehren Köln und Dormagen hätten in den angrenzenden Wohngebieten kontrolliert und keine Auffälligkeiten festgestellt, so der Chempark. Allerdings hätten Anwohner möglicherweise das Ammoniak riechen können, das einen sehr starken und schlechten Geruch verbreite, aber unschädlich sei, sagte die Chempark-Sprecherin. «Das ist nicht schlimm», versicherte sie.

Dessau-Roßlau (dpa/sa) *13:58 Uhr – Merz Pharma investiert mehr als 100 Millionen Euro in Dessau

Merz Pharma hat seinen Standort in Dessau-Roßlau mit einer neuen Verpackungslinie erweitert. Die Anlage ist Teil eines umfassenden Ausbaus, bei dem in die Produktions-, Verpackungs- und Logistikkapazitäten investiert wird, wie das Unternehmen mitteilte. Bis 2028 sollen insgesamt mehr als 100 Millionen Euro eingesetzt werden.

Man glaube an Deutschland als Industriestandort, erklärte der Vorstandschef (CEO) der Merz Group, Philip Burchard. «Wir sind davon überzeugt, dass wir hier langfristig international wettbewerbsfähig produzieren können. Mit dem Ausbau reagieren wir auf die weltweit gestiegene Nachfrage nach Neurotoxinen und bündeln unsere Wertschöpfung vor Ort.»

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) betonte, von den Investitionen profitierten nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Beschäftigten und die gesamte Wirtschaftsregion. Die Merz Group hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie verfügt nach eigenen Angaben über 5.500 Mitarbeiter weltweit, in Dessau sind es rund 450. Die Merz Group erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von mehr als 2,2 Milliarden Euro.

Dormagen/Köln (dpa/lnw) *10:27 Uhr – 25 Mitarbeiter bei Austritt von Chemikalie verletzt

Beim Austritt einer giftigen Chemikalie sind im Chempark Dormagen 25 Mitarbeiter verletzt worden. Der Rettungsdienst habe sie versorgt, sie seien in ärztlicher Behandlung, teilte der Chempark mit. Ein Sprecher der Feuerwehr Köln sagte, die Personen seien in Krankenhäuser gebracht worden. Er wisse nicht, wie schwer die Verletzungen seien, sagte er.

Auch eine Sprecherin es Chemparks konnte das nicht sagen. Sie wisse auch nicht, ob die Mitarbeitenden den Stoff eingeatmet hätten. «Im unmittelbaren Bereich tragen die Mitarbeiter alle Phosgen-Warnplaketten, die eine Kontamination mit Phosgen anzeigen.

Und die haben angeschlagen.»

Nach Angaben des Chemparks ging es bei dem ausgetretenen Stoff um eine phosgenhaltige Flüssigkeit. Die für einen solchen Fall vorinstallierten Sicherheitsmaßnahmen zur Neutralisierung des Stoffes hätten sofort gegriffen, so der Chempark. Dazu sei eine Dampf-Ammoniak-Wand ausgelöst worden. Der Phosgen-Austritt sei dadurch schnell gestoppt worden. Zu der Ursache des Vorfalls sei noch nichts bekannt, sagte eine Sprecherin des Chemparks.

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Messfahrzeuge der Werksfeuerwehr und der Berufsfeuerwehren Köln und Dormagen hätten in den angrenzenden Wohngebieten kontrolliert und keine Auffälligkeiten festgestellt, so der Chempark.

Phosgen werde unter anderem als Ausgangsstoff zur Herstellung von Vorprodukten für Pflanzenschutzmittel und Pharmazeutika genutzt. Im Chempark sind rund 70 Unternehmen aus der Chemiebranche mit Produktionsanlagen angesiedelt.

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