Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie BASF will Evonik übernehmen

Von Wolfgang Ernhofer 20 min Lesedauer

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Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

25.09.2026

Essen (dpa) *16:26 Uhr – BASF streckt bei Evonik die Fühler aus

Mitten in einer tiefen Branchenkrise hat der Chemiekonzern BASF ein Auge auf den Spezialchemieanbieter Evonik geworfen. Wie Evonik in Essen bestätigte, trat der größere Branchenriese aus Ludwigshafen mit einer unverbindlichen Ansprache an das Unternehmen heran.

Diese sei auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Gesellschaft gerichtet. Gespräche fänden derzeit jedoch nicht statt. Zuvor hatten Medien entsprechend berichtet, unter anderem die «Financial Times» und die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Laut Bloomberg hat BASF seit mehreren Monaten mit Beratern einen Deal sondiert. Die «FT» berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass die Ludwigshafener hinsichtlich einer Übernahme nicht nur mit dem Unternehmen, sondern auch mit der RAG-Stiftung als Evonik-Großaktionärin gesprochen hätten.

Der weltgrößte Chemiekonzern wolle mit einem Kauf seinen regionalen Fußabdruck sowie seine Produktpalette ausbauen, unter anderem, um im Wettbewerb mit chinesischen Anbietern stärker dazustehen, hieß es in dem Blatt. Ein Deal wäre angesichts Evoniks Börsenwert von mehr als acht Milliarden Euro groß.

BASF nahm zu den Berichten zunächst keine Stellung. Die RAG-Stiftung bestätigte, von BASF auf ein etwaiges freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot angesprochen worden zu sein.

Weiter wollte sich die Stiftung nicht äußern. Sie wies jedoch darauf hin, dass sie derzeit drei Schuldverschreibungen mit einem Umtauschrecht in Evonik-Aktien ausstehen habe. Die RAG-Stiftung hält eigenen Angaben zufolge rund 43,8 Prozent an dem Unternehmen, ihre Stimme gilt als wegweisend für einen möglichen Zusammenschluss.

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