Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

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25.01.2024

Oettingen (dpa) *17:19 Uhr – Oettinger schluckt Proteinbier-Hersteller Joybräu

Die schwäbische Oettinger-Brauerei übernimmt die Hamburger Joybräu, einen Hersteller von alkoholfreiem Proteinbier. Oettinger-Vorstandschef Stefan Blaschak sagte der «Wirtschaftswoche» (Donnerstag), in Asien und den USA sei Proteinbier schon ein Standardprodukt. Mit dem Joybräu-Patent plane er weitere «Getränke mit Zusatznutzen», auch neue Biere unter dem neuen Markennamen «Oe Brew».

Das Hamburger Start-up hatte 2023 Insolvenz anmelden müssen. Blaschak verkündete auf der Joybräu-Homepage: «Unser Unternehmen stärkt mit dieser strategischen Akquisition seine Innovationskraft.» Die Proteinbiermarke Joybräu werde weitergeführt, die Verfahrenstechnik in die Produkt-Pipeline der neuen Innovationsmarke «Oe» integriert.

Oettinger will den Umsatzanteil von alkoholfreien Getränken bis 2026 von 20 auf 40 Prozent verdoppeln und «vom Bierbrauer zum Getränkehersteller» werden. Laut «Wirtschaftswoche» hat der familieneigene Konzern im vergangenen Jahr sechs Prozent weniger Bier gebraut, gut 400 Millionen Euro umgesetzt und ein Betriebsergebnis in niedriger zweistelliger Millionenhöhe erwirtschaftet.

Nach Informationen der «Wirtschaftswoche» soll Oettinger vor wenigen Tagen einen Teil der Zusammenarbeit mit Aldi Nord und Aldi Süd beendet haben: Wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen werde Oettinger das Pils für die Aldi-Eigenmarke «Karlskrone» nicht weiter brauen. «Aldi und Oettinger wollten sich auf Anfrage dazu nicht äußern.»

Auerbach (dpa/sn) *16:09 Uhr – Unilever streicht 80 Stellen am Standort Auerbach

Der Lebensmittelkonzern Unilever will sich von zahlreichen Beschäftigten am Standort Auerbach im Vogtland trennen. Dieses Jahr würden 80 Stellen abgebaut, sagte Unternehmenssprecherin Carolin Weber am Donnerstag auf Anfrage. Zurzeit arbeiteten dort 175 Menschen. Sie stellen unter anderem Tütensuppen her. Die Mitarbeiter seien auf einer Versammlung über die Pläne informiert worden. Weber sprach von einer «bitteren Pille», doch werde damit die bereits diskutierte Schließung des Standortes abgewendet. Zur Begründung für den Stellenabbau verwies sie auf eine sinkende Nachfrage nach solchen Trockenprodukten, wie sie in Auerbach produziert werden. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sprach von einem Schock für die Beschäftigten und die Sorge vor einer Schließung auf Raten. Gewerkschafter Thomas Lißner warf dem Unternehmen vor, sich aus Renditegründen scheibchenweise von der Belegschaft zu trennen. «Das nehmen wir nicht hin.» Er forderte das Unternehmen auf, die Entscheidung noch einmal zu prüfen und Alternativen für den Standort zu entwickeln. In den kommenden Wochen will die Gewerkschaft nun das Unternehmen mit einer Kampagne unter Druck setzen.

Berlin (dpa) *00:01 Uhr – Umweltschützer gehen juristisch gegen Neuzulassung von Glyphosat vor

Die auf Umweltschutz spezialisierte Aurelia Stiftung und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gehen juristisch gegen die von der EU-Kommission beschlossene Erneuerung der Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat vor. Die Organisationen beantragten am Mittwochabend bei der EU-Kommission die Aufhebung der Glyphosat-Genehmigung, wie die Aurelia Stiftung mitteilte. Anschließend wollen sie beim Gericht der EU in Luxemburg gegen die Erneuerung der Zulassung klagen.

Die EU-Kommission hatte Mitte Dezember entschieden, dass das Mittel in der EU zehn weitere Jahre verwendet werden darf. Zuvor hatten sich in einem Ausschuss weder genug Vertreterinnen und Vertreter der EU-Staaten für noch gegen einen weiteren Einsatz ausgesprochen. Daraufhin konnte die Kommission allein entscheiden. Streit gibt es unter anderem darüber, ob Glyphosat krebserregend sein könnte. Zudem stehen Gefahren für die Umwelt im Raum.

«Das Totalherbizid Glyphosat bedroht Biodiversität und Bienen», teilte die Aurelia Stiftung mit. Unabhängig von Pestizidherstellern durchgeführte Studien belegten einen unmittelbar negativen Einfluss von Glyphosat auf die Gesundheit und die Lebenserwartung bestäubender Insekten. Aus Sicht des Leverkusener Konzerns Bayer, der Glyphosat herstellt, «gibt es keine unter realistischen Bedingungen durchgeführte Studie, die einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und einer Schädigung der Gesundheit von Honigbienenvölkern nachweist».

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