Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

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10.01.2024

Leuna (dpa/sa) *17:03 Uhr – Kraftstoff aus Erneuerbaren: Millionen-Investition auf der Kippe

Eine von der Bundesregierung mit mehreren Millionen Euro geförderte Forschungsanlage für strombasierte Kraftstoffe steht offenbar auf der Kippe. «Man redet aktuell davon, das komplette Budget zu streichen», sagte der Vertriebsleiter von Infraleuna, Martin Naundorf, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Das Projekt sei auf zehn Jahr ausgelegt und sollte mit einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag des Bundesverkehrsministeriums (BMDV) gefördert werden. Die Entscheidung sei nicht nachvollziehbar, weil Deutschland damit ein komplettes Technologiefeld aus der Hand gebe.

Für das Projekt ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) federführend verantwortlich. Aus Kreisen des DLR war zu hören, dass im Laufe der Woche über die Fördergelder entschieden werden soll. Es sei besonders ärgerlich, weil Gelder aus Brüssel inzwischen zugesagt worden seien. Vergangenes Jahr im Frühjahr hatte das Bundesministerium das DLR mit den Planungen für die Forschungsanlage offiziell beauftragt und rund 12,7 Millionen Euro freigegeben.

«Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, brauchen wir solche Projekte», sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zu dem drohenden Aus. Es gehe um CO2-freie Mobilität, die alle wollten. Der Standort in Leuna sei darin führend. Daher bemühe sich die Landesregierung um eine positive Entscheidung der Bundesregierung. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt wollte in diesem Jahr mit dem Bau der Anlage für sogenannte «E-Fuels» beginnen. Im Oktober vergangenen Jahres bezeichnete das BMDV die Anlage als weltweit größte Forschungsanlage zur Herstellung strombasierter Kraftstoffe.

«Der Aufbau der Technologieplattform ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und umweltverträglichen Mobilität», hieß es damals. Aus erneuerbarem Strom und Wasser soll in der Anlage zunächst Wasserstoff produziert werden. Anschließend wird daraus mit chemischen Prozessen synthetisches Rohöl gewonnen. Dadurch soll vor allem im Luftverkehr CO2 reduziert werden.

Mannheim (dpa/lsw) *15:44 Uhr – Starker Ergebnisrückgang bei Cropenergies

Der Biosprithersteller Cropenergies hat im dritten Quartal (bis Ende November) des laufenden Geschäftsjahrs einen kräftigen Rückgang beim operativen Ergebnis verzeichnet. Das operative Ergebnis betrug mit 27 Millionen Euro weniger als die Hälfte des Werts aus dem Vorjahreszeitraum (56 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch in Mannheim mitteilte. Der Umsatz ging von 328 Millionen Euro auf 312 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von etwas mehr als 22 Millionen Euro.

Nach den ersten drei Quartalen stand das Unternehmen bei den Umsätzen bei 943 Millionen Euro, nach rund 1,18 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis war mit 61 Millionen Euro deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum (235 Millionen Euro).

Das Unternehmen verwies auf ein außerordentlich starkes Vorjahr. Der Hauptgrund für die jetzigen Zahlen seien deutlich gesunkene Ethanolpreise und planmäßige Wartungsstillstände, aufgrund derer die Produktions- und Absatzmengen deutlich unter dem Vorjahresniveau lagen.

Wiesbaden (dpa/lhe) *13:48 Uhr – Behörde: Grundwasser weiter mit Nitrat und PFAS-Chemikalien belastet

Hessen zieht insgesamt eine positive Bilanz bei der Entwicklung seiner Grundwasserqualität, mahnt aber eine weitere Verringerung der Belastung mit Nitrat und PFAS-Chemikalien an. Der Vergleich des nun veröffentlichten Grundwasserbeschaffenheitsberichts

2022 mit den vorherigen Analysen der Jahre 2017 und 2012 zeige etwa insgesamt weniger Belastung mit Pflanzenschutzmittelwirkstoffen und deren Abbauprodukten, teilte das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden am Mittwoch mit.

Auch beim Nitrat habe es in Hessen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft Erfolge gegeben. Dennoch bleibe dieser Bestandteil von Düngemitteln die «Hauptbelastung des Grundwassers», aus dem das meiste Trinkwasser stamme. Zur Chemikaliengruppe der PFAS wiederum zählen geschätzt mehr als 10.000 einzelne Substanzen, die in Alltagsprodukten wie Anoraks, Pfannen und Kosmetik verarbeitet sind. PFAS werden auch als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.

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