Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Brand in Chempark Dormagen gelöscht

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29.01.2024

Brüssel (dpa) *16:44 Uhr – EU-Pharma- und Kosmetikindustrie muss für Wasserreinigung zahlen

Pharmaunternehmen und die Kosmetikindustrie müssen sich künftig an der Abwasserreinigung beteiligen. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich am Montag darauf, dass mindestens 80 Prozent der entsprechenden Reinigungskosten von den Herstellern getragen werden sollen, wie das Parlament mitteilte.

Dies werde durch nationale Gelder ergänzt, damit es keine Engpässe – insbesondere bei Medikamenten – gibt und wichtige Arzneien bezahlbar bleiben. Durch Arzneien und Kosmetikprodukte kommen den Angaben zufolge Mikroschadstoffe ins Abwasser, die die Klärwerke nicht immer herausfiltern könnten.

«Richtig umgesetzt wird diese Herstellerverantwortung den Geldbeutel der Abwasserkundinnen und -kunden entlasten», teilte der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) mit. Die Einigung werde zudem dazu führen, dass Kosmetik- und Pharmaunternehmen künftig mehr Waren produzierten, die besser für Gewässer seien, so der Verband, der etwa die Interessen der Abwasserwirtschaft vertritt.

Die Einigung geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission von Oktober 2022 zurück. Die Behörde begrüßte den nun gefundenen Kompromiss als gut für die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Künftig soll das Abwasser etwa auch stärker antibiotikaresistente Erreger oder Corona untersucht werden. Zudem müssen kommunale Klärwerke nach Angaben des Parlaments schrittweise bis 2045 nur noch erneuerbare Energien verwenden. Der VKU sieht das als ambitioniert an.

Mainz (dpa/lrs) *15:17 Uhr – Neuer Investor am Biotechnologiestandort Mainz

Der niederländische Wissenschaftspark- und Netzwerkbetreiber Kadans investiert in Mainz einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in neue Labor- und Büroräume. Das Unternehmen werde als Kooperationspartner des Technologiezentrums Mainz zu weiterem Rückenwind für den Biotechnologiestandort Rheinland-Pfalz sorgen, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Montag in Mainz. Ziel der Kooperation sei, weitere Unternehmen aus der Biotechnologie anzuziehen sowie neue Start-ups zu unterstützen und mit der Wissenschaft zu vernetzen.

Kadans Science Partner entwickelt nach eigenen Angaben speziell angepasste Immobilien für Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Life Science sowie Biotechnologie und richtet darin moderne Labore ein. Im vierten Quartal des Jahre 2027 soll das Gebäude in Betrieb sein, sagte Ilias Sarros von Kandas Deutschland. Das Unternehmen wolle sich auch mittel- und langfristig am Standort Rheinland-Pfalz engagieren, ergänzte Kadans-Manager Markus Scheja.

München (dpa/lby) *10:06 Uhr – Wacker Chemie setzt wegen schwacher Nachfrage deutlich weniger um

Eine schwache Nachfrage hat Wacker Chemie 2023 deutlich belastet. Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um 22 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie der MDax-Konzern am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Davon blieben 824 Millionen Euro als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) übrig – 60 Prozent weniger im Vergleich zum Rekordwert des Jahres 2022. Unter dem Strich machte Wacker voraussichtlich 330 Millionen Euro Gewinn (Vorjahr 1,28 Mrd). Wacker-Chef Christian Hartel hatte die Erwartungen im Herbst heruntergeschraubt und seither einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 800 bis 900 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die Chemiebranche leidet schon länger unter der mauen Weltwirtschaft. Europa schwächelt und der besonders wichtige Markt China leidet unter einer schweren Immobilienkrise. Die Bauindustrie ist ein wichtiger Abnehmer für Polymere. Das sind verschiedenste chemische Verbindungen, die Basis etwa für Klebstoffe sind, aber auch in Bodenbelägen, Farben und Beton beigemischt werden.

Zudem spürte der Konzern im Geschäft mit Silikonen Preisdruck. Diese Kunststoffe werden in der Elektronikindustrie, bei Textilherstellern, Medizintechnikunternehmen und in der Baubranche eingesetzt. Und auch das Geschäft mit Polysilizium für die Solarindustrie schwächelte wegen der Konkurrenz aus China.

Mainz (dpa/lrs) *03:30 Uhr – Investitionen in Biotechnologiestandort Rheinland-Pfalz

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Der Biotechnologiestandort Rheinland-Pfalz wird ausgebaut. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will zusammen mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt (FDP) und dem Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) an diesem Montag das Investitionsvorhaben eines internationalen Wissenschaftspark- und Netzwerkbetreibers in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt präsentieren.

Das gemeinsam vom Land und der Stadt getragene Technologiezentrum Mainz soll bereits eine Kooperationsvereinbarung mit dem Unternehmen eingegangen sei. Ziel der Kooperation soll sein, weitere Unternehmen aus der Biotechnologie anzuziehen sowie neue Start-ups zu unterstützen und mit der Wissenschaft zu vernetzen.

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