Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

US-Unternehmen sehen Standort Deutschland mit Sorge

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07.11.2023

Berlin (dpa) *10:56 Uhr – Habeck stellt rasche Lösung für billigen Strom in Aussicht

Wirtschaftsminister Robert Habeck hat eine zügige Lösung für günstigeren Strom in der Industrie in Aussicht gestellt. Lange zu debattieren statt zu entscheiden, schaffe Unsicherheit, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag beim Maschinenbautag des Branchenverbands VDMA. «Das wissen wir, dass wir da einen Job zu tun haben, und der wird auch hoffentlich dann bald getan werden.» Er sei nach den Bund-Länder-Beratungen von Montagnacht zuversichtlicher als zuvor, da sie bewiesen hätten, dass man sich bei schwierigen Themen zusammenraufen und einigen könne.

Grundsätzlich gelte, dass wettbewerbsfähige Preise aus dem Markt heraus entstehen müssten, betonte der Wirtschaftsminister. Die Lage der energieintensiven Betriebe sei aber nicht selbst gewählt, sondern «im gewissen Sinne politisch hergestellt worden». «Und es kann ja nun auch nicht sein, dass Putin darüber entscheidet, welche Chemieindustrie wir in Deutschland haben», betonte Habeck. Für diese besondere Situation habe er den Industriestrompreis vorgeschlagen.

VDMA-Präsident Karl Haeusgen hatte diesen staatlich gesteuerten Preis zuvor als strukturkonservatives und überdimensioniertes Subventionsprojekt kritisiert. Die Maschinenbauer fordern stattdessen eine Steuerreform zur Entlastung von Unternehmen.

Essen (dpa) *07:32 Uhr – Schwache Nachfrage lastet weiter auf Evonik – Ausblick bestätigt

Die träge Weltwirtschaft hat dem Chemiekonzern Evonik auch im dritten Quartal zu schaffen gemacht. Der Umsatz fiel in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 3,77 Milliarden Euro, wie der Konzern am Dienstag in Essen mitteilte. Als um Sondereffekte bereinigter Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) blieben 485 Millionen Euro übrig und damit zwar etwas mehr als im Vorquartal, aber 21 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Während der Umsatz die mittlere Analystenschätzung deutlich verfehlt, liegt das operative Ergebnis auch dank Sparmaßnahmen darüber. Den im Sommer gesenkten Jahresausblick bestätigte Evonik-Chef Christian Kullmann.

«Die konjunkturelle Erholung lässt weltweit auf sich warten», sagte Kullmann. «Daher konzentrieren wir uns auf die Hebel, die wir selbst in der Hand haben.» Unter dem Strich fiel dennoch ein Verlust von 96 Millionen Euro an nach plus 214 Millionen vor einem Jahr. Hier spielte neben der tristen Geschäftsentwicklung auch eine Wertberichtigung im Geschäft mit Superabsorbern – saugstarken Materialien – eine Rolle.

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