Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

US-Unternehmen sehen Standort Deutschland mit Sorge

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15.11.2023

Essen (dpa) *16:15 Uhr – Grüner Wasserstoff: Immer mehr Elektrolyseure in Deutschland geplant

In Deutschland werden immer mehr Elektrolyseure für grünen Wasserstoff geplant. Lag die bis 2030 insgesamt geplante Erzeugungsleistung im Februar noch bei 8,1 Gigawatt, ist sie bis August auf 8,7 Gigawatt gestiegen. Dies geht aus der neuen Wasserstoffbilanz des Energiekonzerns Eon hervor, die am Mittwoch in Essen vorgestellt wurde. Demnach sind derzeit 33 Elektrolyseure mit einer installierten Leistung von 62 Megawatt in Betrieb. 2030 kommt die Analyse auf 111 Anlagen (Februar: 88) mit einer Gesamtleistung von 8712 Megawatt. Ob die geplanten Anlagen allerdings tatsächlich gebaut werden, ist offen.

Ziel der Bundesregierung ist, dass bis 2030 mindestens 10 Gigawatt Elektrolyseleistung in Deutschland installiert sind. Klimaneutral hergestellter Wasserstoff soll neben Grünstrom eine Schlüsselrolle beim Umbau der Wirtschaft hin zur Treibhausgas-Neutralität spielen. Grundlage der H2-Bilanz sind Daten des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).

Um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen, gebe es verschiedene Instrumente, sagte der Geschäftsführer von Eon Hydrogen, Gabriël Clemens, und verwies auf eine entsprechende Studie des Beratungsunternehmens Frontier Economics. Clemens hob in diesem Zusammenhang die bereits diskutierte Möglichkeit einer sogenannten Grüngasquote hervor. Dabei würden Gasversorger verpflichtet, einen steigenden Anteil an klimaneutral hergestellten Gasen wie Wasserstoff oder Biomethan zu vertreiben. Für solch eine Quote spreche, dass sie ohne den Einsatz von direkten öffentlichen Mitteln umgesetzt werden könne, sagte der Manager. Sie ermögliche außerdem einen planbaren Hochlauf von grünen Gasen. Allerdings bestehe das Risiko, dass nicht ausreichend Wasserstoff zur Verfügung stehe oder nur zu extrem hohen Preisen. Auch seien Mehrkosten zu erwarten, die die Kunden zu bezahlen hätten. «Und wenn diese Kunden anschließend im internationalen Wettbewerb stehen und dann unterstützt werden müssen, wären wir trotzdem über eine andere Schiene doch wieder bei der Notwendigkeit von Fördergeldern.»

Bad Soden (ots) *15:20 Uhr – Messer schließt Übernahme von Joint-Venture Messer Industries ab – GIC ist neuer strategischer Partner

Messer, ein Spezialist für Industrie-, Medizin- und Spezialgase in Privatbesitz, hat nach Erhalt verschiedener behördlicher Genehmigungen die Übernahme des Joint Ventures Messer Industries abgeschlossen. Mit der alleinigen Eigentümerschaft von Messer Industries könne das Unternehmen nun als eine global aufgestellte Gasegruppe wachsen.

Darüber hinaus wird GIC, ein globaler institutioneller Investor, nun langfristiger Minderheitsaktionär. GIC sei ein erfahrener Partner von Familienunternehmen auf der ganzen Welt und unterstütze die Strategie für nachhaltiges, profitables Wachstum. Mit der Übernahme von Messer Industries endet die Zusammenarbeit zwischen Messer und CVC Capital Partners bei dem bisherigen Joint Venture, das die Gesellschaften in Nord- und Südamerika sowie Westeuropa umfasste.

Messer sieht weltweit große Chancen in allen seinen Geschäftsfeldern. Das Unternehmen strebt eine stärkere Diversifizierung des Angebots mit Fokus auf besonders vielversprechende Sektoren oder durch Partnerschaften im Zuge der grünen Energiewende an. Die Firma erwartet deutliche Steigerungen von Umsatz und Ergebnis und habe das Potenzial, sein Geschäftsvolumen bis zum Ende des Jahrzehnts in etwa zu verdoppeln.

Grünwald (dpa) *08:33 Uhr – Dermapharm wächst dank Tochter Arkopharma und Nahrungsergänzungen

Beim Arzneimittelhersteller Dermapharm floriert auch nach neun Monaten das Geschäft. Das Unternehmen profitierte in den ersten drei Quartalen von der Tochter Arkopharma und einer gestiegenen Nachfrage nach Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Extrakten. Damit konnte der Konzern die auslaufende Impfstoffproduktion für Biontech abfedern. Nach Konzernangaben vom Mittwoch stieg der Umsatz von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf knapp 867 Millionen Euro.

Weil zwei Bereiche des Konzerns mit einem rückläufigen Verdienst kämpfen, kletterte das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) vergleichsweise leicht um knapp zwei Prozent auf rund 244 Millionen Euro.

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