Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie Ineos lässt Produktion in drei Werken ruhen

Von Wolfgang Ernhofer 19 min Lesedauer

Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

22.09.2026

London (dpa) *14:55 Uhr – Chemiekonzern Ineos lässt Produktion in drei Werken ruhen

Der britische Chemiekonzern Ineos setzt die Produktion in seinen drei Werken im englischen Hull vorübergehend aus. Eigentümer Jim Ratcliffe machte dafür in einer Mitteilung die seiner Aussage nach höheren Gaspreise im Vereinigten Königreich verantwortlich. Bei «Gaspreisen, die mittlerweile zwölfmal so hoch sind wie in den USA und achtmal so hoch wie in China, können wir einfach nicht konkurrieren», sagte er.

Die Chemiewerke stellen der Nachrichtenagentur PA zufolge Stoffe her, die unter anderem für Arzneimittel, Kleidung und Kosmetik sowie für Bau- und militärische Sprengstoffe verwendet werden. Betroffen sind übereinstimmenden Medienberichten zufolge etwa 1.000 Beschäftigte, 245 davon arbeiten demnach an den betroffenen Standorten.

Die Chemiewerke nutzen Gas zur Energieversorgung und für den Produktionsprozess. Zwei Werke haben die Produktion laut Ineos bereits eingestellt. Der Betrieb im dritten Werk solle in den kommenden Tagen folgen. Die britischen Erdgaspreise waren zuletzt deutlich gestiegen.

21.09.2026

Ludwigshafen (dpa/lrs) *15:31 Uhr – Zwei Mitarbeiter nach Verpuffung bei BASF verletzt

Auf dem Gelände des Chemieunternehmens BASF in Ludwigshafen sind zwei Männer bei einer Verpuffung verletzt worden. Wie das Unternehmen mitteilte, erlitten die beiden Mitarbeiter einer externen Firma Brandverletzungen. Die Verpuffung geschah demnach gegen 8.30 Uhr bei Wartungsarbeiten.

Ein Notarzt versorgte die Verletzten nach Unternehmensangaben zunächst medizinisch, anschließend wurden sie in ein Krankenhaus gebracht. Die Ursache ist laut einem Sprecher der Polizei Ludwigshafen noch unklar. Man habe Ermittlungen eingeleitet, hieß es. Ein unternehmenseigener Umweltmesswagen sei im Einsatz gewesen und habe keine erhöhten Messwerte feststellen können, erklärte BASF.

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