Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Explosion in russischer Chemiefabrik – Drohnenangriff?

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27.03.2026

Ludwigshafen (dpa) *15:38 Uhr – BASF verlässt Industriepark Höchst

Der Chemiekonzern BASF bereitet den Verkauf der Produktionsanlagen am Standort Industriepark Höchst vor. Mit der ProChem InnoTec GmbH sei eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen mit. Der Abschluss der Transaktion mit dem Frankfurter Chemieunternehmen werde für das Ende des ersten Quartals nächsten Jahres erwartet. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

BASF hatte bereits Mitte 2024 angekündigt, sich wegen des Kostendrucks von dem Industriepark im Frankfurter Stadtteil Höchst zu trennen. Alle BASF-Produktionsanlagen in dem Industriepark seien von dem Verkauf betroffen, teilte Nicolai Wörz, Geschäftsführer BASF Agricultural Solutions GmbH, mit. Diese seien bislang für die Produktion von Glufosinat-Ammonium genutzt worden, dessen Herstellung zum Ende des Jahres 2024 eingestellt wurde.

St. Petersburg/Kiew (dpa) *17:12 Uhr – Ukraine beschießt zweitgrößte russische Ölraffinerie

Bei Angriffen auf die russische Ölindustrie an der Ostsee hat die Ukraine auch die große Raffinerie von Kirischi im Umland von St. Petersburg mit Kampfdrohnen attackiert. Gebietsgouverneur Alexander Drosdenko bestätigte auf Telegram, dass es Schäden in einem Industriegebiet von Kirischi gebe. Über dem Gebiet seien 21 feindliche Flugobjekte ausgeschaltet worden.

In Telegramkanälen wurde unter Berufung auf Anwohner geschrieben, dass es Brände in der Raffinerie gebe. Kirischi ist nach Branchenangaben die zweitgrößte Raffinerie in Russland und kann jährlich 20 Millionen Tonnen Öl verarbeiten.

In der Ukraine berichtete die 414. Drohnenbrigade von einem Dreifachschlag gegen die Ölbranche im Nordwesten Russlands. Zunächst seien am Montag Öltanks und Verladeanlagen im Hafen Primorsk am Finnischen Meerbusen in Brand geschossen worden. Am Mittwoch folgte eine Attacke auf den Hafen Ust-Luga, der für den Export von Erdöl und Flüssigerdgas (LNG) wichtig ist.

Dritter Schritt sei die Attacke auf Kirischi, schrieb das Militär auf X. Ziel sei, russische Ölausfuhren über die Ostsee zu stoppen und damit den Kreml von einer wichtigen Geldquelle für seinen Krieg gegen die Ukraine abzuschneiden. Weil die USA wegen des Iran-Kriegs Sanktionen gegen Moskau gelockert haben, steigen derzeit die Verdienstmöglichkeiten Russlands.

Nach den Angriffen waren jeweils Brände und kilometerlange Rauchsäulen zu beobachten. Gesicherte Angaben zu Schäden an den Anlagen gibt es aber nicht. In Primorsk sei es nach drei Tagen gelungen, den Brand der Öltanks einzudämmen, teile Gouverneur Drosdenko am Donnerstag mit. Es bestehe keine Gefahr mehr, dass das Feuer sich ausbreite.

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