Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Explosion in russischer Chemiefabrik – Drohnenangriff?

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12.03.2026

Paris (dpa) *18:37 Uhr – Totalenergies setzt Ölförderung in Nahost teils aus

Der französische Ölkonzern Totalenergies dürfte trotz Produktionsunterbrechungen in Nahost wegen des Iran-Krieges vom Ölpreisanstieg profitieren. Die Produktion in Katar, im Irak und vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) sei eingestellt oder werde aktuell eingestellt, teilte das Unternehmen mit. Das entspreche rund 15 Prozent der Gesamtförderung des Konzerns. Die Produktion auf dem Festland der UAE sei nicht betroffen.

Der gestiegene Ölpreis dürfte den Ausfall zudem mehr als ausgleichen. So reiche ein Anstieg des Preises für Öl der Sorte Brent um 8 US-Dollar je Barrel (159 Liter) aus, um den Finanzmittelfluss des operativen Geschäfts aus dem Irak, Katar und Offshore UAE auf Basis von 60 Dollar je Barrel auszugleichen. Brent-Öl kostete am Donnerstagabend zuletzt gut 97 Dollar je Barrel. Ende Februar, vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran, hatte der Preis bei rund 73 Dollar gelegen.

Hohn (dpa/lno) *04:30 Uhr – Schnelle Regulierung von Ewigkeitschemikalien gefordert

Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) warnt davor, dass die sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS ins Grundwasser gelangen. PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen - die künstlichen Chemikalien sind sie in Alltagsprodukten wie Outdoor-Kleidung, Teflonpfannen oder Löschschäumen enthalten.

«PFAS machen in vielen Anwendungen unser Leben leichter und sind gleichzeitig eine schwere Hypothek für die Gesundheit künftiger Generationen, weil sie sich im Wasser anreichern und krank machen können», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Am Nachmittag will der Minister das neue Spurenstoffzentrum in Reinfeld im Kreis Stormarn besuchen.

Im Februar war bekanntgeworden, dass 31 Brunnen am Fliegerhorst Hohn im Kreis Rendsburg-Eckernförde mit PFAS belastet sind. Nach Angaben des Kreises untersucht die Bundeswehr seit längerem ihre Militärstandorte auf Altlasten. 2019 wies man auf dem Gelände erstmals erhöhte PFAS-Werte im Bereich des Feuerlöschübungsbeckens nach. Die Verunreinigungen entstanden vor allem durch den Einsatz von PFAS-haltigem Feuerlöschschaum bei Übungen, der damals noch erlaubt war.

Diverse Ewigkeitschemikalien stünden im Verdacht, krebserregend zu sein, sagte Goldschmidt. Auch eine Hormonwirksamkeit sei gegeben. «Mit solchen Stoffen ist Vorsicht geboten. Aber bis auf wenige Ausnahmen sind PFAS bislang nicht reguliert, leider nicht mal in unseren Wasserschutzgebieten.» Dabei bedrohten sie die Gesundheit.«Deshalb ist völlig klar: Wir müssen uns besser vor PFAS schützen.»

Einmal im Wasserkreislauf, blieben die Chemikalien so gut wie ewig bestehen. «Deshalb hat der Schutz unserer Gewässer besondere Bedeutung», sagte Goldschmidt. Notwendig sei eine Beschleunigung des EU-Regulierungsverfahrens.

Der Minister verwies auf ein Sonderprogramm der schwarz-grünen Landesregierung. In den kommenden fünf Jahren stehen 3,5 Millionen Euro für das Monitoring von PFAS in Boden und Grundwasser sowie für die Unterstützung der Kommunen für die Erkundung und Sanierung von belasteten Standorten bereit. «Mit dem Sonderprogramm gehen wir einen wichtigen Schritt weiter. Unsere Böden, Gewässer und unser Trinkwasser müssen besser geschützt werden», sagte Goldschmidt.

PFAS kommen nicht natürlich vor und überdauern je nach Stoff extrem lange in der Umwelt - daher die Bezeichnung Ewigkeitschemikalien. Sie stehen unter anderem im Verdacht, Leberschäden sowie Nieren- und Hodenkrebs zu verursachen. Aufgrund ihrer einzigartigen Merkmale werden die Substanzen in einer großen Zahl vor allem in industriellen Produkten und Alltagsgegenständen verwendet.

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