Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Inseln fordern Stopp für geplante Erdgasförderung in Nordsee

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24.05.2024: Erdwärme statt Erdgas: Wintershall bohrt nach Geothermie

Hannover/Diepholz (dpa) *16:21 Uhr – Erdgasbohrungen bei Diepholz sollen für Erdwärme genutzt werden

In Barnstorf (Landkreis Diepholz) wird künftig erforscht, ob sich ehemalige Erdgasbohrungen für die Gewinnung von Erdwärme nutzen lassen. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat der Wintershall Dea Deutschland GmbH in Hamburg dafür die Erlaubnis erteilt. Die Erlaubnis zu gewerblichen Zwecken ist zunächst vom 1. Juni auf zwei Jahre befristet, wie es in einer Mitteilung der LBEG vom Donnerstag heißt. Das Feld ist knapp 30 Quadratkilometer groß und umfasst den Flecken Barnstorf sowie die westlich angrenzenden ehemaligen Erdgasbohrungen. Ziel einer Aufsuchung von Erdwärme sei es, geeignete geologische Schichten für die Energiegewinnung durch Tiefengeothermie zu finden.

Den Antrag auf die Erlaubnis hatte Wintershall im Januar gestellt. Für technische Handlungen braucht es nach der Erlaubnis allerdings erst noch eine Zulassung bergrechtlicher Betriebspläne, für die unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren nötig ist.

Mukran (dpa/mv) *10:29 Uhr – Vierter Flüssiggas-Tanker macht am Terminal in Mukran fest

Am Flüssigerdgas-Terminal in Mukran auf Rügen ist ein weiteres Tankschiff angekommen. Am frühen Donnerstagmorgen machte die unter spanischer Flagge fahrende «Rias Baixas Knutsen» im Industriehafen an der Ostküste der Ostseeinsel fest. Dort soll das verflüssigte Erdgas (LNG) wieder in Gas umgewandelt und in das deutsche Versorgungsnetz eingespeist werden. Nach Angaben des Terminal-Betreibers Deutsche Regas ist es die vierte Lieferung seit Beginn des Probebetriebes Anfang März.

Nach Angaben des Schiffsinformationsdienstes Vesselfinder war das knapp 300 Meter lange Tankschiff Anfang Mai im texanischen Ingleside gestartet. Kritiker des umstrittenen LNG-Terminals hatten darauf verwiesen, dass das Schiff aller Wahrscheinlichkeit nach Flüssigerdgas an Bord hat, das in den USA mit der umweltschädlichen Fracking-Methode gefördert wurde.

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