Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Inseln fordern Stopp für geplante Erdgasförderung in Nordsee

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29.05.2024

Premnitz (dpa/bb) *17:45 Uhr – Unbekannte zerbrechen Glasflaschen mit Chemikalien in altem Labor

In einem alten Labor eines verlassenen Firmengebäudes in Premnitz (Landkreis Havelland) haben Unbekannte Glasflaschen mit Chemikalien zerbrochen. Feuerwehrleute nahmen Proben, um zu untersuchen, um welche Stoffe es sich handelt, wie ein Sprecher der Feuerwehr Rathenow am Mittwoch mitteilte. Gefahr für Anwohner oder Unternehmen in der Nähe bestehe nicht.

Dem Sprecher zufolge waren Unbekannte am Dienstag in das Gebäude eingebrochen. Angestellte eines Sicherheitsunternehmens hatten die alte Firma laut Feuerwehrsprecher am Mittwoch kontrolliert und festgestellt, dass sich Menschen Zugang zum Haus verschafft hatten. Dabei nahmen die Sicherheitsmitarbeiter einen beißenden Geruch wahr und riefen die Feuerwehr.

Monheim am Rhein (OQ)*16:08 Uhr – OQ Chemicals hebt Force Majeure für deutsche Standorte auf

Das globale Chemieunternehmen OQ Chemicals hat seine Force Majeure-Erklärung für Produkte aus den Standorten Oberhausen und Marl aufgehoben. Bereits Anfang dieses Monats hatte OQ Chemicals seine deutschen Produktionsanlagen erfolgreich wieder hochgefahren. Beide Standorte produzieren inzwischen wieder mit normaler Kapazität. Während der Betriebsunterbrechung führte OQ Chemicals strategische Verbesserungen durch, um Produktionsprozesse zu optimieren. Der Auslöser für die Force-Majeure-Erklärung von OQ Chemicals war der Ausfall der Synthesegasanlage eines Zulieferers Ende Februar 2024.

Schwerin (dpa/mv) *16:02 Uhr – H2 für SN: Pläne für Wasserstoffwirtschaft vorgestellt

Gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) sind die Pläne für eine Wasserstoffproduktionsanlage im Industriepark Göhrener Tannen in Schwerin präsentiert worden. Unter dem Titel «H2 für SN» soll künftig aus Sonnenstrom einer aktuell im Bau befindlichen Photovoltaikanlage eines Stadtwerke- Tochterunternehmens der sogenannte «grüne» Wasserstoff erzeugt werden.

Für die in Deutschland angestrebte Klimaneutralität gilt mit Ökostrom erzeugter grüner Wasserstoff als dringend notwendig. Die Dekarbonisierung von Industriebetrieben mit hohen Treibhausgasemissionen soll mit dem Hochlauf des Wasserstoffmarktes vorangetrieben werden.

«Ein zentrales Ziel des Vorhabens ist es, die Unternehmen in der Region mit grüner Energie zu versorgen und damit den Schwerlastverkehr und Produktionslinien umweltfreundlicher zu machen», sagte Meyer am Mittwoch. «Gleichzeitig soll die entstehende Abwärme effizient genutzt werden. Durch diese Maßnahmen wird die Attraktivität des Standorts Schwerin für neue Ansiedlungen erhöht.»

Der erzeugte Wasserstoff soll für eine von der Firma GP Joule betriebene Wasserstofftankstelle für den Schwerlastverkehr und die regionale Industriekundenbelieferung genutzt werden. Dafür tun sich die Stadtwerke Schwerin und GP Joule zusammen. «Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie durch Kooperation und innovative Ansätze die Energieversorgung nachhaltiger gestaltet werden kann», sagte Meyer. In einer gemeinsamen Absichtserklärung sichern sich die beiden Unternehmen zu, eine zentrale Wasserstoffproduktionsanlage zu entwickeln, zu errichten und zu betreiben.

Berlin (dpa) *06:01 Uhr – Wasserstoff: Verband fordert schnellen Bau von Pipelines und Terminals

Die Energiewirtschaft dringt auf einen schnellen Aufbau von Einrichtungen für Wasserstoff-Import und -Transport. «Umstellung und Neubau von Pipelines und Importterminals sowie der Anschluss an die jeweiligen Infrastrukturen sollten schnellstmöglich und zeitgleich angegangen werden», heißt es in einem Positionspapier des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur geplanten Wasserstoff-Importstrategie der Bundesregierung. Das Papier lag der dpa vorab vor.

Wichtigste Voraussetzung sind laut Verband das H2-Kernnetz mit seinen Importpunkten, aber auch die Hafeninfrastruktur mit Anlandeterminals, Flächen für Tanklager, oberirdischen Speichern sowie Ammoniak-Crackern. In solchen Anlagen wird der in Ammoniak gebundene Wasserstoff wieder freigesetzt, um dann weiterverarbeitet werden zu können. Nötig seien auch langfristig absehbare Liefermengen, um den Bau und die Auslastung der Importinfrastrukturen zu realisieren, so der BDEW.

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«Der zügige und verzögerungsfreie Aufbau eines deutschlandweiten leistungsfähigen Wasserstoffnetzes ist für den Hochlauf des Wasserstoffmarktes und eine resiliente, klimaneutrale Energieversorgung grundlegend», stellt der Verband fest. Die Entscheidung für ein H2-Kernnetz in Deutschland sei ein wichtiger Schritt gewesen, ein solches Wasserstoffnetz zu beginnen. Um eine Verteilung und Versorgung in der Fläche zu ermöglichen, müssten sowohl das Verteilnetz als auch Wasserstoffspeicher angeschlossen sein.

Klimaneutral hergestellter Wasserstoff spielt im Energiesystem der Zukunft eine tragende Rolle. Er soll etwa in Gaskraftwerken Strom erzeugen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. In der Industrie soll er Kohlenstoff ersetzen, etwa bei der Stahlerzeugung. Die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung geht davon aus, dass im Jahr 2030 50 bis 70 Prozent des dann benötigten Wasserstoffs importiert werden müssen. Einzelheiten will die Bundesregierung in einer Importstrategie festlegen.

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