Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Inseln fordern Stopp für geplante Erdgasförderung in Nordsee

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09.05.2024

Rayong (dpa) *13:02 Uhr – Chemikalientank in Thailand explodiert - Feuer außer Kontrolle

In einem Industriegebiet im Osten von Thailand ist ein mit Chemikalien gefüllter Tank explodiert. Das Unglück, das ein großes Feuer auslöste, ereignete sich in einer Lagerstätte des Unternehmens Siam Cement Group (SCG) in der Provinz Rayong. Mindestens ein Mensch sei getötet und drei weitere verletzt worden, berichtete die Zeitung «Bangkok Post» am Donnerstag unter Berufung auf den Konzern.

Der mit Pyrolysebenzin gefüllte Tank im Industriegebiet Map Ta Phut war am Morgen (Ortszeit) aus noch ungeklärter Ursache explodiert. Das anschließende Feuer griff örtlichen Fernsehberichten zufolge auf weitere Tanks über und geriet mehr und mehr außer Kontrolle. Die Feuerwehr, die zuvor mit zahlreichen Löschfahrzeugen im Einsatz war, zog sich bis zum Nachmittag zurück, weil der Brand nicht mehr zu kontrollieren sei, wie es hieß.

Die zuständigen Behörden riefen den Notfall aus und ordneten Evakuierungen an. Anwohner sollten unter anderem mit Booten vor giftigen Gasen in Sicherheit gebracht werden. Hunderte Betroffene hätten von Symptomen - so etwa brennenden Augen - berichtet, schrieb die Zeitung «Thairath» im Kurznachrichtendienst X (früher Twitter). Experten zufolge kann Pyrolysebenzin, ein Rohstoff der chemischen Industrie, beim Einatmen der Dämpfe schwere Gesundheitsschäden verursachen.

Berlin/Essen (dpa) *06:01 Uhr – Experten rechnen für 2030 mit deutlich höherem Wasserstoffbedarf

Der Nationale Wasserstoffrat hat seine Prognose für den künftigen Wasserstoffbedarf in Deutschland deutlich angehoben. Das Expertengremium, das die Bundesregierung in Wasserstoff-Fragen berät, geht nun für das Jahr 2030 von einem Gesamtbedarf zwischen 94 und 124 Terawattstunden (TWh) aus. Zum Vergleich: Derzeit werden in Deutschland jährlich rund 55 TWh Wasserstoff verbraucht. Eine erste, im Februar 2023 vorgelegte Prognose des NWR war von einem Maximalbedarf von 93 Terawattstunden ausgegangen.

Die neue Einschätzung des NWR liegt in der Größenordnung, die die im Juli 2023 vorgelegte Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung für 2030 annimmt, nämlich 95 bis 130 Terawattstunden. Der Wasserstoff soll vor allem aus dem Ausland, aber auch aus dem Inland kommen.

Die neue NWR-Prognose nimmt allein für die Stahlindustrie im Jahr 2030 einen Bedarf von mindestens 28 Terawattstunden an. Weitgehend klimaneutral hergestellter Wasserstoff soll bei der Stahlherstellung Steinkohle ablösen und so den Treibhausgas-Ausstoß verringern helfen. Beim Schwerlastverkehr nimmt der NWR jetzt einen Bedarf von 22 TWh an, in der chemischen Industrie von mindestens 21 TWh.

«Wenn wir nicht Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum der Industriestaaten bleiben wollen, müssen wir endlich beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft vorankommen», erklärte NWR-Mitglied Uwe Lauber. «Scheitern wir hier in Deutschland, scheitern wir auch bei unseren Klimaschutzzielen», so Lauber, der auch Vorstandschef des Motoren- und Turbinenherstellers MAN Energy Solutions ist.

Dem Wasserstoffrat gehören 26 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an. Vorsitzende ist die Chefin des zum Energiekonzern Eon gehörenden Energiedienstleisters Westenergie, Katherina Reiche.

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