Berlin (dpa) *17:11 Uhr – Regierung gibt Verkauf von Wintershall Dea an britischen Konzern frei
Das Bundeswirtschaftsministerium hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Verkauf der BASF-Tochter Wintershall Dea an den britischen Ölkonzern Harbour Energy freigegeben. Zuvor hatte es eine Investitionsprüfung gegeben. Die Regierung kann potenzielle Transaktionen untersagen oder mit Auflagen belegen, sollte sie die nationale Sicherheit gefährdet sehen.
Michael Kruse, energiepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, sagte der dpa am Freitag mit Blick auf das Öl- und Gasunternehmen Wintershall Dea, ein weiteres Unternehmen mit hochspezialisierter Kenntnis verlasse Deutschland. «Diese Nachricht ist in Zeiten von ausbleibendem Wachstum enttäuschend.» Es werde Zeit, dass Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) einen Beitrag zur dringend nötigen «Wirtschaftswende» leiste. Die Schaffung von Rahmenbedingungen für eine Abscheidung und unterirdische Speicherung von CO2 gehöre dazu. «Wenn in Deutschland alle möglichen Technologien behindert werden, folgt der wirtschaftliche Abstieg unausweichlich.» Wintershall Dea ist in diesem sogenannten CCS-Bereich aktiv.
BASF-Finanzchef Dirk Elvermann hatte im Februar deutlich gemacht, er sehe trotz der angekündigten Prüfung durch das Bundeswirtschaftsministerium keine Hürden für den geplanten Verkauf von Wintershall Dea an den Ölkonzern Harbour Energy. Die Prüfung sei im Außenwirtschaftsgesetz und in einer entsprechenden Verordnung eine Selbstverständlichkeit, sagte Elvermann den Nachrichtenagenturen dpa-AFX und dpa. BASF hatte im Dezember den Verkauf angekündigt.
Das Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech sieht einen anhaltenden Bedarf an Impfungen zum Schutz gegen das Coronavirus. «Wir wissen, dass der Impfschutz gegen SARS-CoV-2-Infektionen mit der Zeit nachlässt, egal ob er durch Impfungen oder auf natürlichem Wege nach einer Infektion erworben wurde», sagte Unternehmenschef Ugur Sahin am Freitag auf der virtuellen Hauptversammlung. «Wir gehen daher davon aus, dass Covid-19 eine jährlich saisonal auftretende Infektionserkrankung bleiben wird, mit den meisten Fällen in der typischen Grippe- und Erkältungszeit.»
Daten aus der vergangenen Herbst-Winter-Saison zeigten, dass Covid-19 auch nach der Pandemie ein bedeutsames Gesundheitsrisiko darstelle.
In Deutschland etwa seien in der vergangenen Saison die meisten der amtlich gemeldeten Infektionen auf SARS-CoV-2 zurückzuführen gewesen, sagte Sahin. Damit verbunden habe es mehr Krankenhauseinweisungen und Todesfälle gegeben als durch Influenza.
Die Weltgesundheitsorganisation und auch das deutsche Robert Koch-Institut schätzten, dass 10 bis 20 Prozent der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen im weiteren Verlauf Long Covid entwickeln. Daher sei die Impfung auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil in der Prävention von Erkrankungen und schweren Krankheitsverläufen im Herbst und Winter analog der Grippeimpfung, betonte der Biontech-Mitgründer.
Das Unternehmen arbeite derzeit an der Entwicklung eines neuen angepassten Covid-19-Impfstoffs für die kommende Saison 2024/2025.
Gemeinsam mit Pfizer werde auch die Arbeit an einem Kombinationsimpfstoffkandidaten gegen Covid-19 und Influenza fortgesetzt.
Der Fokus bei Biontech liegt neben der Entwicklung von Corona-Impfstoffen mittlerweile auf der onkologischen Forschung. 2026 soll das erste Krebsmedikament auf den Markt gebracht werden, bekräftigte der Unternehmenslenker die Ziele. Bis zum Jahr 2030 wolle das Unternehmen zehn Zulassungen in verschiedenen Krebsindikationen erreicht haben.
«Zurzeit beinhaltet die Pipeline über 20 laufende klinische Programme in der Onkologie und sieben im Bereich der Infektionsmedizin, die in über 35 klinischen Studien untersucht werden», berichtete Sahin. «Im Bereich der Onkologie verfügen wir nun über mehrere potenziell zulassungsrelevante Studien.»
Biontech gab 2023 rund 1,8 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus. Im laufenden Jahr sollen es zwischen 2,4 Milliarden bis 2,6 Milliarden Euro werden. Das schrumpfende Geschäft mit Covid-19-Impfstoff hatte im vergangenen Jahr die Erlöse und den Gewinn des Unternehmens deutlich nach unten gezogen. In das laufende Geschäftsjahr starteten die Mainzer mit einem deutlichen Verlust.
Stand: 08.12.2025
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2023 hatte Biontech einen Nettogewinn von 930,3 Millionen und einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro verbucht. Im ersten Quartal des laufenden Jahres gab es unter dem Strich einen Nettoverlust von 315,1 Millionen Euro. Die Erlöse lagen bei 187,6 Millionen Euro. Für 2024 erwartet das Unternehmen um Mitbegründer Sahin einen Umsatz zwischen 2,5 Milliarden und 3,1 Milliarden Euro.