Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Geheimdienstchef: 160 russische Ölanlagen angegriffen

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09.10.2025

Frankfurt/Main (dpa) *09:13 Uhr – Maschinenbauer blicken pessimistisch auf die nächsten Monate

Hohe Kosten im Inland und Handelshürden im Ausland: Deutschland Maschinenbauer sehen für sich mehrheitlich trübe Aussichten. In der jüngsten Konjunkturumfrage des Branchenverbandes VDMA bewertet ein Drittel (33 Prozent) der 877 Unternehmen die aktuelle Lage als «schlecht» oder «sehr schlecht». Mehr als die Hälfte (61 Prozent) rechnet nicht mit einer Besserung in den nächsten sechs Monaten, knapp jedes fünfte Unternehmen (18 Prozent) erwartet gar eine weitere Eintrübung der Situation. «Neben dem Zollkonflikt mit den USA und dem stärker werdenden Wettbewerber China schlägt die anhaltende Schwäche in zentralen Kundenbranchen zunehmend auf den Maschinen- und Anlagenbau durch», erläutert der Chefvolkswirt des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Johannes Gernandt.

So schlägt etwa die Krise in der Automobilindustrie auf Fachzweige wie Werkzeugmaschinen, Robotik + Automation oder Präzisionswerkzeuge durch. Im Auslandsgeschäft bremsen höhere Zölle die exportorientierte Branche.

Gut ein Drittel (35 Prozent) der befragten Maschinenbauer rechnet im laufenden Jahr mit einem nominalen Umsatzrückgang, etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) hält gleichbleibende Erlöse für realistisch. Immerhin 38 Prozent erwarten ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts der insgesamt schwierigen und unsicheren Rahmenbedingungen dürfte sich nach Einschätzung des VDMA der Personalabbau in der Branche in den nächsten Monaten fortsetzen. Zwar erwarte mehr als die Hälfte der Unternehmen (55 Prozent) eine unveränderte Stammbelegschaft in den nächsten sechs Monaten. Doch mehr als jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) sehe sich zum Personalabbau gezwungen.

Zum 30. Juni dieses Jahres waren in Branchenunternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten insgesamt etwa 1,01 Millionen Menschen tätig, wie der VDMA im August auf Basis der amtlichen Statistik mitgeteilt hatte. Inklusive kleinerer Betriebe waren im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland nach jüngster Schätzung des Verbandes Ende 2024 mehr als 1,2 Millionen Menschen tätig.

Mannheim (dpa) *08:04 Uhr – Niedrige Preise belasten Südzucker deutlich

Der schwache Zuckermarkt hat Südzucker im ersten Geschäftshalbjahr 2025/26 erheblich belastet. So brach der operative Konzerngewinn in den ersten sechs Monaten per Ende August auf 42 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen in Mannheim mitteilte. Im Vorjahr hatte der Zuckerkonzern noch 269 Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel deutlich auf 189 Millionen Euro, gegenüber 420 Millionen zuvor. Auch der Konzernumsatz war rückläufig. Er sank auf 4,199 Milliarden Euro von 5,092 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten ein deutlich besseres Ergebnis erwartet.

Im Zuckersegment wurde ein Verlust von 89 Millionen Euro verbucht, nach einem Gewinn von 72 Millionen im Vorjahr. Grund hierfür seien die «drastisch gesunkenen Zuckerpreise und die rückläufige Absatzmenge», so Südzucker laut Mitteilung. Dies habe nicht durch gesunkene Herstellungskosten kompensiert werden können. Auch in den Bereichen Cropenergies, Spezialitäten und Stärke verschlechtertet sich das Ergebnis. Einzig im Segment Frucht wurde ein deutlicher Anstieg verzeichnet. Die Biosprit-Tochter Cropenergies musste wegen niedrigerer Preise für Ethanol Verluste hinnehmen. Der Absatz sank ebenfalls.

Die Ende August wegen niedrigerer Preise für Zucker und Ethanol gesenkte Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 wurde bestätigt. Das Management erwartet weiter einen Umsatz von 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis soll 100 bis 200 Millionen erreichen. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Südzucker noch einen Umsatz von 9,7 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 350 Millionen erzielt.

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