Ludwigshafen (dpa/lrs) *11:24 Uhr – BASF bestätigt Ziele bis 2028
Der unter der Konjunkturflaute leidende Chemiekonzern BASF hat seine mittelfristigen Ziele bestätigt. «Die vergangenen zwölf Monate haben gezeigt, dass wir mit unserer neuen Strategie die richtigen Themen anpacken», sagte Konzernchef Markus Kamieth in Antwerpen bei einem Kapitalmarkttag. «Wir machen gute Fortschritte bei der Umsetzung und sind zuversichtlich, unsere finanziellen Ziele für 2028 zu erreichen.» Unter anderem will BASF ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von zehn bis zwölf Milliarden Euro erreichen. Auch die Ausschüttungspläne bestätigte der Konzern. Neben einer jährlichen Mindestdividende von 2,25 Euro je Aktie hatte BASF im vergangenen Jahr angekündigt, zwischen 2027 und 2028 Aktien im Wert von mindestens vier Milliarden Euro zurückzukaufen. Ein Aktienrückkauf dient in der Regel dazu, überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückzugeben.
Der Konzern hatte im vergangenen Jahr einen Umbau angestoßen, um wieder profitabler zu werden. Neben Sparmaßnahmen und geringeren Investitionen will sich BASF von einem breit aufgestellten Chemiekonzern mit vielen vernetzten Geschäftsfeldern zu einem Unternehmen mit einem Kerngeschäft aus vier Sparten und mehreren eigenständigen Geschäftsteilen aufstellen. Das Unternehmen leidet unter einer Nachfrageschwäche und gesunkenen Preisen. Neben der mauen Konjunktur belastet die US-Zollpolitik. BASF hatte deswegen wie andere Chemieunternehmen die Ergebnisziele gekappt. Der Konzern rechnet vorerst mit weiter schwierigen Geschäften.
Washington (dpa) *00:35 Uhr – Start neuer US-Pharmazöllen doch erst später
Die von US-Präsident Donald Trump zum 1. Oktober angekündigten neuen Zölle auf Arzneimittelimporte in die USA werden Regierungskreisen zufolge doch noch nicht erhoben. Stattdessen solle nun erst damit begonnen werden, Zölle gegen Pharmakonzerne vorzubereiten, die ihre Produktion nicht in die USA verlagern oder ihre Preise senken wollen. Das teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit. Konkrete Gründe für die Verschiebung wurden nicht genannt.
Vergangene Woche hatte Trump überraschend neue Zölle verkündet: Ab 1. Oktober sollten auf Importe von Markenarzneien und patentierte Medikamente in die Vereinigten Staaten ein Aufschlag von 100 Prozent erhoben werden. Pharmahersteller, die in den USA eine Produktionsstätte bauen, könnten den Zoll umgehen. Details ließ er offen.
Kurz vor der angepeilten Einführung am 1. Oktober hieß es aus US-Regierungskreisen, dass die Europäische Union von den neuesten Zollregeln für Pharmaprodukte verschont bleibe: Auf EU-Importe werde weiterhin ein Zoll von 15 Prozent erhoben.
01.10.2025
Jaroslawl (dpa) *08:21 Uhr – In Russland steht erneut große Raffinerie in Brand
In der Ölraffinerie der russischen Großstadt Jaroslawl 300 Kilometer nordöstlich von Moskau ist nach Behördenangaben ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer habe rein technische Ursachen und sei nicht von Drohnenangriffen verursacht worden, betonte Gouverneur Michail Jewrajew bei Telegram. «Eine Drohnenattacke wurde heute nicht festgestellt.» Von ukrainischer Seite gibt es bislang keinen Kommentar zu dem Vorfall.
Anwohner berichteten von starken Flammen und einer riesigen Rauchwolke über der Fabrik. Die Raffinerie Jaroslawnefteorgsintes ist mit einer Verarbeitungskapazität von 15 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr eine der größten in Russland und die größte im Norden des europäischen Landesteils. Sollte die Anlage länger ausfallen, drohen sich die Engpässe bei der Benzinversorgung in Russland weiter zu verschärfen.
Die russische Medienholding RBK berichtete unter Berufung auf Daten der Consultingagentur Siala, dass der Stillstand von Raffinerien in Russland Ende September einen historischen Höchststand erreicht habe und bei 38 Prozent aller Anlagen liege. Etwa 70 Prozent davon sollen durch ukrainische Drohnenangriffe ausgeschaltet worden sein - das bedeutet, dass die Ukraine etwa ein Viertel aller russischen Ölraffinerien zum Stillstand gebracht hat. Auch die Raffinierie Jaroslawnefteorgsintes ist in der Vergangenheit schon von Drohnen attackiert worden.
Stand: 08.12.2025
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Die Ukraine setzt in ihrem seit mehr als dreieinhalb Jahren währenden Abwehrkampf gegen die russische Invasion immer stärker auf den Beschuss der Ölindustrie. Damit soll einerseits die Treibstoffversorgung des russischen Militärs unterbrochen, andererseits die Finanzierung des Kriegs durch den Export von Ölprodukten erschwert werden.