Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

500 Millionen Euro: Biontech schließt Übernahme von KI-Unternehmen ab

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21.07.2023

Amsterdam (dpa) *16:42 Uhr – EU-Behörde gibt grünes Licht für ersten RSV-Impfstoff für Babys

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für die Zulassung des ersten Impfstoffes gegeben, der Babys gegen das sogenannte Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) schützen kann. Der Schutz gegen die Atemwegserkrankung werde durch die Impfung der Mutter während der Schwangerschaft aufgebaut, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Die EU-Kommission muss der Zulassung des Impfstoffs Abrysvo noch zustimmen.

Abrysvo ist nach Angaben der Behörde der erste Impfstoff, mit dem auch Babies bis zu sechs Monaten geschützt werden können. Sie empfahl ihn aber auch, um Erwachsene ab 60 Jahren vor einer Infektion zu schützen.

Schwerin/Sassnitz (dpa/mv) *16:33 Uhr – Vorbereitungen für LNG-Projekt Mukran dürfen starten

Die ersten Vorbereitungen für das geplante Flüssigerdgas-Terminal im Hafen Mukran auf Rügen dürfen starten. Die sogenannten bauvorbereitenden Maßnahmen in Mukran umfassen die Herstellung der Startbaugrube und Vorbereitungen für einen Mini-Tunnel, am Zielpunkt in Lubmin darf eine Tunnelbohrmaschine vom Meeresboden gehoben werden. Dies teilten das Wirtschafts- und das Umweltministerium am Freitag in Schwerin mit.

Mainz (dpa/lrs) *14:43 Uhr – Studie zu Biotech sieht viel Potenzial in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz hat gute Voraussetzungen, um ein bedeutender Biotechnologie-Standort der Zukunft zu sein, muss sich dafür in der umkämpften Branche aber ordentlich strecken. So in etwa lassen sich die Ergebnisse einer von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Studie zusammenfassen. Rheinland-Pfalz sei in der Biotech-Forschung wettbewerbsfähig aufgestellt, hieß es etwa in der Ausarbeitung der Unternehmensberatung Roland Berger. An einigen Stellen machte sie aber Verbesserungsbedarf aus, etwa bei der Unterstützung von Gründern oder der Verfügbarkeit von Infrastruktur.

Speziell in Feldern, in denen Rheinland-Pfalz Stärken habe, wie der Immuntherapie, der Altersforschung sowie der mRNA-Technologie, und das alles in Kombination mit Künstlicher Intelligenz, würden international hohe Wachstumsraten erwartet, sagte Studienleiter Thilo Kaltenbach von Roland Berger am Freitag in Mainz. Der Erfolg von Biontech sei «ein ganz klares Momentum» für Rheinland-Pfalz und Deutschland, wahrscheinlich auch für Europa. Bis dato habe sich die Biotech-Industrie in Deutschland in einen recht überschaubaren Rahmen weiterentwickelt, auf einem international gesehen relativ niedrigen Niveau. «Jetzt ist es umso wichtiger, auf diesem Erfolg aufzubauen.»

Frankfurt/Main (dpa) *13:15 Uhr – Chemie erwartet Umsatz- und Produktionseinbruch

Nach der Gaskrise hatte die Chemieindustrie vorsichtig Hoffnung auf Besserung der Lage geschöpft. Doch die hat sich nach einem schwachen ersten Halbjahr zerschlagen. Der Branchenverband zeichnet ein düsteres Bild - und fordert erneut Staatshilfen.

Eine schwache Nachfrage, hohe Energiekosten und die trübe Konjunktur machen der deutschen Chemiebranche schwer zu schaffen. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) senkte am Freitag in Frankfurt seine Prognose für das laufende Jahr deutlich. Er rechnet nun damit, dass die Produktion in der Chemie- und Pharmabranche kräftig um acht Prozent gemessen am Vorjahr schrumpft.

Die Herstellung der Chemie allein betrachtet dürfte gar um elf Prozent zurückgehen. Der Branchenumsatz könnte um 14 Prozent sinken.

Ludwigshafen (dpa) *11:50 Uhr – BASF baut mit Partner Mingyang Offshore-Windpark in Südchina

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will zusammen mit einem chinesischen Partner einen Offshore-Windpark bauen und betreiben. Darüber soll der derzeit entstehende BASF-Standort Zhanjiang in der Provinz Guangdong künftig komplett mit Strom versorgt werden, wie das Unternehmen am Freitag in Ludwigshafen mitteilte. Der Windpark soll nach der Fertigstellung im Jahr 2025 eine Leistung von 500 Megawatt haben, derzeit steht noch die Baugenehmigung der chinesischen Behörden aus. Zu finanziellen Details machte die BASF keine Angaben.

Göttingen (dpa) *07:37 Uhr – Laborausrüster Sartorius kämpft mit schwacher Nachfrage

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Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius hat erneut ein schwaches Quartal hinter sich. Nach dem Boom in der Pandemie zeigen sich die Kunden des Dax-Konzerns derzeit wenig ausgabefreudig und bauen stattdessen ihre Lagerbestände ab. Nach einem bereits schwachen Jahresauftakt lag der Auftragseingang nach sechs Monaten mit knapp 1,5 Milliarden Euro um rund ein Drittel unter dem Vorjahreswert, wie Sartorius am Freitag in Göttingen mitteilte. Der Umsatz sank im Vergleich um rund 16 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro.

Die Gewinneinbußen fielen noch deutlicher aus, auch weil höhere Kosten belasteten. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verringerte sich um 26 Prozent auf knapp 517 Millionen Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn unter dem Strich kam bei 202,5 Millionen Euro heraus, etwa 40 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit fiel die Halbjahresbilanz noch etwas schlechter aus als am Markt erwartet. Die Niedersachsen hatten bereits vor rund einem Monat ihre Umsatz- und Margenprognose für dieses Jahr wegen einer schwachen Nachfrage gekappt.

Berlin (ots) *07:03 Uhr – LNG-Terminals auf Rügen: intransparenter Finanzierungshintergrund

Wir vertreten als Prozessbevollmächtigte die Gemeinde Ostseebad Binz auf Rügen gegenüber den geplanten Flüssiggasanlagen (LNG-Terminals) in Saßnitz-Mukran. Das Ostseebad Binz hat in den Genehmigungsverfahren gegen das Vorhaben umfassende Einwendungen erhoben und uns beauftragt, im Falle eines Baubeginns den Erlass einer Einstweiligen Anordnung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu beantragen. Im Rahmen unserer Prozessvorbereitungen hat uns das Ostseebad Binz gebeten, die Zuverlässigkeit der neuen Betreiberin der LNG-Anlagen, der Deutschen ReGas GmbH & Co. KGaA, einer Routineprüfung zu unterziehen; für Störfallanlagen ist die Zuverlässigkeit der Betreiberin eine zwingende gesetzliche Genehmigungsvoraussetzung.

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