Newsticker Juli: Aktuelles aus der Prozessindustrie

500 Millionen Euro: Biontech schließt Übernahme von KI-Unternehmen ab

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12.07.2023

Bonn (dpa) *17:37 Uhr – BASF senkt nach schwachem Quartal Prognosen für das Gesamtjahr

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat wegen einer schwachen Nachfrage die Prognosen für das laufende Jahr gesenkt. Wie der Konzern am Mittwoch in Ludwigshafen mitteilte, peilt die BASF-Führung für 2023 nun einen Umsatzrückgang auf 73 Milliarden bis 76 Milliarden Euro an - nach 87,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Bisher war die Prognose mit 84 Milliarden bis 87 Milliarden Euro deutlich höher.

Beim operativen Ergebnis (bereinigtes Ebit) rechnet das Management nur noch mit 4,0 Milliarden bis 4,4 Milliarden Euro. Bisher stand hier ein Rückgang von knapp 6,9 Milliarden im Vorjahr auf 4,8 Milliarden bis 5,4 Milliarden Euro im Plan.

Bonn (dpa) *17:37 Uhr – BP erhält Zuschlag für vier GW in Auktion zum Einstieg in den deutschen Offshore-Windmarkt

Ölmulti BP hat in der deutschen Ausschreibungsrunde den Zuschlag für die Entwicklung von zwei Offshore-Windprojekten erhalten und vollzieht damit den Einstieg in den Offshore-Windmarkt in Kontinentaleuropa. Die zwei Nordsee-Standorte, die sich 130 km und 150 km vor der Küste befinden und eine Wassertiefe von 40 Metern verzeichnen, haben eine potenzielle Gesamtkapazität von vier GW.

Vorbehaltlich erforderlicher Genehmigungen wären dies die ersten Offshore-Windprojekte von bp in Deutschland, die voll und ganz mit der Strategie von bp hin zu einem Integrierten Energieunternehmen und der vorgesehenen Kapitalzuordnung übereinstimmen. bp wird die Entwicklung, den Bau und Betrieb dieser fest im Grund verankerten Offshore-Windprojekte leiten, deren Netzanschluss Ende 2030 vorgesehen ist. Die globale Offshore-Wind-Projektpipeline von bp umfasst nun insgesamt bis zu 9,2 GW netto.

Bonn (dpa) *17:14 Uhr – Ein teurer Tag für die Offshore-Windkraft

Es ist ein historischer Moment für den Ausbau der Windkraft in Deutschland - und eine gute Nachricht für

Stromkunden: Erstmals hat die Bundesnetzagentur vier Flächen für Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee versteigert und dabei einen Erlös in Höhe von 12,6 Milliarden Euro erzielt. Das teilte die Aufsichtsbehörde am Mittwoch in Bonn mit. Immerhin 90 Prozent der eingenommenen Gelder sollen zur Senkung der Stromkosten dienen.

Jeweils fünf Prozent fließen in den Meeresnaturschutz und die Förderung einer umweltschonenden Fischerei.

Erfolgreiche Bieter waren am Ende die Mineralölkonzerne BP und Total Energies, die sich jeweils zwei Flächen sicherten. Die Inbetriebnahme der Windparks ist für das Jahr 2030 vorgesehen. Es war das erste Mal, dass die Bundesnetzagentur mit Hilfe einer Auktion bestimmte, welche Unternehmen einen Windpark errichten dürfen. Versteigert wurden drei Flächen für Windparks mit einer Leistung von jeweils 2000 Megawatt in der Nordsee und eine Fläche für einen Windpark mit einer Leistung von 1000 Megawatt in der Ostsee bei Rügen.

Die nun abgeschlossene Auktion war schon aufgrund der Größe der geplanten Windparks bemerkenswert. Auf einen Schlag wurden sieben Gigawatt an Leistung ausgeschrieben - genug um die aktuellen Offshore-Kapazitäten in Deutschland fast zu verdoppeln.

Pforzheim (ots) *17:14 Uhr – Fluor-Chemikalien aus Wasser filtern

Die Wasserveredlungssysteme des Pforzheimer Unternehmens Truu können die derzeit viel diskutierten Fluor-Chemikalien herausfiltern. Das hat Truu mit Berufung auf ein entsprechendes Prüfungsergebnis der zugelassenen Trinkwasseruntersuchungsstelle Hydroisotop bekanntgegeben. Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS) können über das Abwasser in Gewässer gelangen. Eine entsprechend angepasste Trinkwasser-Richtlinie mit Grenzwerten für PFAS in Deutschland ist seit 24. Juni dieses Jahres in Kraft. Eingehalten werden müssen neue Vorgaben in der Regel erst nach einer Übergangsfrist von mehreren Jahren. Langfristiges Ziel, unter anderem des Umweltbundesamtes ist, die gesundheitsschädigende Chemikaliengruppe auf EU-Ebene weitgehend zu verbieten.

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Kiel (dpa/lno) *16:19 Uhr – Goldschmidt lobt Plan für Wasserstoffnetz in Deutschland

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Tobias Goldschmidt (Grüne) hat den Plan für ein Wasserstoffnetz in Deutschland gelobt. «Einfach klasse, dass so schnell nach der Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes ein Vorschlag für ein Wasserstoffkernnetz auf dem Tisch liegt», teilte Goldschmidt am Mittwoch mit.

«Schleswig-Holstein ist ein Wasserstoffland im Aufbruch und hat riesiges Potenzial, um ein europäischen Powerhouse für grünen Wasserstoff zu werden», so Goldschmidt. Die Erzeugung von erneuerbarem Strom erreiche Rekordwerte und schon heute machten sich viele Unternehmen auf den Weg der Dekarbonisierung und Stadtwerke stünden in den Startlöchern, um Gaskraftwerke auf Wasserstoff umzurüsten.

Hamburg (dpa/lno) *15:36 Uhr – Planungen für großes Ammoniakterminal im Hamburger Hafen kommen voran

Die Vorarbeiten für das geplante große Importterminal für «grünes» Ammoniak im Hamburger Hafen gehen voran.

Das Energieunternehmen Mabanaft hat nach eigenen Angaben vom Mittwoch die erforderlichen Baumaßnahmen in einer sogenannten Antragskonferenz bei der Umweltbehörde der Hansestadt dargelegt. Im nächsten Schritt werde Mabanaft die Genehmigungsunterlagen einreichen und damit das Genehmigungsverfahren einleiten. Dazu sei eine Risikoanalyse absolviert worden. Überprüft wurden gemeinsam mit der Hafenbehörde HPA mögliche nautische Risiken beim Betrieb des Terminals und beim An- und Ablaufen sehr großer Gastanker.

Das Hamburger Unternehmen will zusammen mit dem US-Industriegaseproduzent Air Products als «Ankerkunden» ein großes Importterminal für «grünen» Wasserstoff bauen. Am Tanklager der Mabanaft-Tochter Oiltanking Deutschland in Wilhelmsburg soll von 2026 an «grüner» Ammoniak zum Teil in «grünen» Wasserstoff umgewandelt, zum anderen Teil als Bunkerkraftstoff vertrieben werden. Die Investitionen waren auf zunächst 500 Millionen Euro beziffert worden, sollen später aber auf rund eine Milliarde Euro verdoppelt werden.

Berlin (dpa) *15:19 Uhr – Wasserstoff-Autobahn in den Startlöchern

Wasserstoff soll nach Plänen der Ampel-Regierung künftig nicht nur in Industrie und Verkehr, sondern auch beim Beheizen von Wohnräumen genutzt werden. Beim Heizen soll ihm allerdings «eine nachgeordnete Rolle» zukommen, wie aus einem Entwurf für die neue Nationale Wasserstoffstrategie hervorgeht, auf den sich die Koalitionsparteien geeinigt haben und der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte das «Handelsblatt» darüber berichtet. Ob Privathaushalte in der Zukunft mit Wasserstoff heizen dürfen oder nicht, war einer der Streitpunkte in der Koalition beim Ausarbeiten des Gebäudeenergiegesetzes.

Nach dpa-Informationen soll sich das Kabinett noch im Juli mit den Plänen befassen. Vertreter der Branche und aus der Politik können noch bis zum 28. Juli Stellung zu den Plänen beziehen. Eine erste Fassung der Nationalen Wasserstoffstrategie hatte die Große Koalition bereits 2020 vorgelegt. Die aktuelle SPD/Grüne/FDP-Regierung will nun den Aufbau eines bundesweiten Wasserstoffnetzes vorantreiben und sicherstellen, dass künftig - ergänzt durch Importe - genügend Wasserstoff zur Verfügung steht. Im Inland soll bis 2030 die Kapazität für Elektrolyse, mit der Wasserstoff erzeugt wird, von fünf auf mindestens zehn Gigawatt erhöht werden.

Damit Wasserstoff künftig eine tragende Rolle spielen kann, muss er über weite Strecken transportiert werden können. Wie das geplante bundesweite Wasserstoff-Kernnetz aussehen könnte, stellten die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) am Mittwoch vor. «Ziel ist es, so viel wie möglich umzustellen und nicht neu zu bauen», sagte FNB-Geschäftsführerin Barbara Fischer der dpa. Mehr als die Hälfte der Leitungen, durch die künftig Wasserstoff geleitet werden soll, werden heute als Gasleitungen genutzt.

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