Dresden will die künftige Wasserversorgung sichern und plant ein neues Wassersystem samt Flusswasserwerk an der Elbe. Die Gesamtinvestition solle bei mehr als 320 Millionen Euro liegen, teilte die Verwaltung am Donnerstag mit. Damit reagiert die Landeshauptstadt vor allem auf den riesigen Wasserbedarf der Chipindustrie im Norden der Stadt. Nach Bosch, Infineon und anderen will auch der weltgrößte Chipkonzern TSMC aus Taiwan in Dresden ein Werk errichten. Bis 2026 sollen die drei bestehenden Wasserwerke Hosterwitz, Tolkewitz und Coschütz ertüchtigt werden und das Reserve-Wasserwerk Albertstadt erneut in Betrieb gehen. Das neue Flusswasserwerk soll im Dresdner Westen entstehen.
München (ots) *16:41 Uhr – Feierliche Inbetriebnahme von Wasserstoff-Einspeiseanlage
Der Startschuss ist gefallen: Am 14. September 2023 wurde im innovativen Wasserstoffprojekt H2Direkt in Hohenwart (Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm) die Einspeiseanlage in Betrieb genommen. Ab der kommenden Heizperiode werden von dort aus zehn Kunden über ein umgewidmetes, bestehendes Gasnetz mit 100 Prozent Wasserstoff versorgt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt - als Teil des Wasserstoff-Leitprojekts TransHyDE.
Bei der Feier zur Inbetriebnahme der Wasserstoff-Einspeiseanlage sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Die Umstellung eines Erdgasnetzes auf 100 Prozent Wasserstoff ist mit geringen technischen Umrüstungen machbar und der Betrieb ist sicher. Das wollen wir mit H2Direkt in Hohenwart beweisen. Mit diesem deutschlandweit einzigartigen Projekt schaffen wir eine Blaupause für eine klimafreundliche Energieversorgung." Gleichzeitig betonte er, dass der Hochlauf einer Wasserstoff-Wirtschaft weiter an Tempo aufnehmen müsse. Aiwanger: "Bayern geht voran und schafft gute Rahmenbedingungen für die Wasserstoffwirtschaft, bietet Vernetzung, Unterstützung und Förderung an."
Frankfurt/Main (dpa) *11:00 Uhr – Chemieindustrie drosselt Produktion weiter
Die deutsche Chemieindustrie hat aus Kostengründen ihre Produktion im zweiten Quartal weiter gedrosselt. Die Hoffnung auf eine Erholung müsse angesichts einer zunehmenden Nachfrageschwäche verschoben werden, erklärte der Branchenverband VCI am Donnerstag bei Vorlage seines Konjunkturberichts. VCI-Präsident Markus Steilmann erneuerte die Forderung nach international wettbewerbsfähigen Strompreisen und Deregulierung.
Die Industrie befindet sich dem VCI zufolge in einer tiefen Krise. Die Umsätze lagen zwischen April und Juni 15 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahresquartal, während die Produktion um acht Prozent absackte. Außerhalb der wichtigen Pharma-Sparte ging die Produktion sogar um 14,2 Prozent zurück. Die Anlagen waren nur noch zu 77,3 Prozent ausgelastet. Angestrebt wird normalerweise ein Wert von an die 85 Prozent. Die Beschäftigung war mit 477.000 Menschen hingegen stabil.
Die Unternehmen rechnen laut Verband für das zweite Halbjahr mit einer weiteren Verschlechterung der Geschäftslage. Für das Gesamtjahr ist der VCI pessimistischer geworden und rechnet nun mit einem Produktionsrückgang von acht Prozent (zuvor minus fünf Prozent). Bei rückläufigen Preisen werde der Jahresumsatz voraussichtlich um 14 Prozent sinken.
Ob und in welchem Umfang die Branche in Zukunft von einem globalen Aufschwung profitieren könne, sei angesichts der immensen Standortnachteile mehr als fraglich. «Die Lage ist ernst und die Stimmung dementsprechend schlecht», erklärte Steilemann laut einer Mitteilung.
Thyssenkrupp will seine Aktivitäten im Bereich grüne Transformation der Industrie künftig in seiner Unternehmensstruktur abbilden. Der Industriekonzern gründet dazu ein neues Segment namens Decarbon Technologies, in dem es um Technologien zur Kohlendioxid-Reduktion geht. Dem Segment zugeordnet werden die Anlagenbauer Nucera (Elektrolyseure), Uhde (Chemieanlagen) und Polysius (Zementanlagen) sowie der Großwälzlager-Hersteller Rothe Erde. Entsprechenden Plänen des Vorstands habe der Aufsichtsrat zugestimmt, wie der Konzern am Donnerstag in Essen mitteilte. Der Vorstandsvorsitzende Miguel López macht das neue Segment zur Chefsache und übernimmt die Leitung – zusätzlich zur Konzernführung.
Stand: 08.12.2025
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Nucera baut unter anderem Wasserstoff-Elektrolyseure, Uhde Ammoniakanlagen und Rothe Erde Wälzlager für Windräder. Polysius ist laut Thyssenkrupp einer der Wegbereiter für den klimaneutralen Umbau der Zementindustrie. Zwei bisherige Segmente werden aufgelöst. Darin geführte Unternehmen werden dem Autozulieferer-Segment Automotive Technology zugeordnet.
Das Segment Materials Services, in dem das Unternehmen sein Werkstoffgeschäft gebündelt hat, bleibt. Für die Einheiten Steel Europe und Marine Systems werde weiterhin eine Verselbständigung angestrebt, hieß es. Die neue, vereinfachte Struktur soll mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2023/24 am 1. Oktober eingeführt werden.
Im neuen Segment werden laut Thyssenkrupp künftig rund 15.000 Menschen arbeiten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 erwirtschafteten die vier darin zusammengefassten Unternehmen einen Umsatz von insgesamt rund drei Milliarden Euro. Die Zentrale des Segments soll in Dortmund angesiedelt werden. «Die Einrichtung unternehmerischer und betrieblicher Mitbestimmung in Form eines Aufsichtsrats und einer Betriebsrätearbeitsgemeinschaft ist geplant», hieß es weiter.
Der Aufsichtsrat ließ sich auch das Performance-Programm Apex (zu deutsch: Spitze) erläutern. Damit will der Vorstand jedes Geschäft auf finanzielle Stärke ausrichten und den Konzern verlässlich dividendenfähig machen. Zur Steuerung des Programms wurde ein «Transformation Office» eingerichtet. Die Verantwortung für das Programm trägt der langjährige Thyssenkrupp-Manager Cetin Nazikkol als «Chief Transformation Officer» (CTO). Nazikkol ist – trotz anderer Schreibweise – ein Bruder des Konzernbetriebsratsvorsitzenden Tekin Nasikkol. Nachdem in den vergangenen Wochen die Ziele des Programms konkretisiert worden seien, würden nun konkrete Maßnahmen entwickelt und der Umsetzungsprozess gestartet, hieß es.
Der stellvertretende Thyssenkrupp-Aufsichtsratsvorsitzende und IG Metall-Vorstand Jürgen Kerner äußerte sich skeptisch zum Apex-Programm: «Programme zur Werteentwicklung der Geschäfte bei Thyssenkrupp sind nichts Neues», sagte er laut einer Mitteilung der IG Metall. Es sei wichtig, dass der Fokus auf eine nachhaltige Verbesserung der Performance gelegt werde. «Kurzfristige Maßnahmen wie Verzicht auf notwendige Investitionen und Abbau von Beschäftigten lehnen wir ab.» Vom Vorstand erwarte man klare Botschaften an die Beschäftigten, dass Apex kein Personalabbauprogramm sei. Die Gründung des neuen Segmentes Decarbon unterstütze man voll und ganz, «weil es den Weg in die Zukunft aufzeigt».
Köln (dpa) *07:48 Uhr – Verband: Lieferengpässe für Medikamente betreffen Millionen
Von Lieferengpässen für bestimmte Medikamente sind nach Einschätzung des Apothekerverbands Nordrhein derzeit täglich rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Das sagte der Verbandsvorsitzende Thomas Preis am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». «Manchmal steht die Versorgung wirklich auf der Kippe», betonte er mit Blick etwa auf Antibiotika, die aktuell wieder sehr knapp seien und schnell an die Patienten kommen müssten. In Deutschland handele es sich bei den verschriebenen Arzneimitteln zu 80 Prozent um die vergleichsweise günstigen sogenannten Generika, also Medikamente, für die die Patente abgelaufen seien. «Die werden immer knapper.»
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wollte über die Versorgungslage am Donnerstag in Berlin mit Vertreterinnen und Vertretern von Ärzten, Apotheken und Pharmabranche beraten. Preis forderte, die Versorgung müsse im Vordergrund stehen, der Staat trage dafür die Verantwortung: «Die Wirtschaftlichkeit muss jetzt ein Stück zurückstehen.» Schon im vergangenen Jahr hatte es für einige Medikamente – vor allem Antibiotika und einige Arzneimittel für Kinder – Engpässe gegeben.
Kopenhagen (dpa) *00:01 Uhr – Studie: Europäer sind zu oft der Chemikalie BPA ausgesetzt
Die meisten Europäer sind der Chemikalie Bisphenol A (BPA) in Mengen ausgesetzt, die gesundheitsschädlich sind. Das teilte die Europäische Umweltagentur am Donnerstag mit und verwies auf neue Forschungsdaten. Eine EU-Studie habe gezeigt, dass in drei der elf untersuchten Ländern wahrscheinlich alle Teilnehmer Mengen an BPA oberhalb des als unbedenklich geltenden Grenzwertes ausgesetzt waren. Das seien Frankreich, Portugal und Luxemburg.
Bisphenol A ist eine synthetische Chemikalie, die in unzähligen Lebensmittelverpackungen verwendet wird – beispielsweise in Plastikflaschen und Konservendosen –, aber auch in Trinkwasserleitungen. Schon in geringen Dosen kann die Chemikalie laut Umweltagentur das Immunsystem schwächen. Zudem kann es zu Unfruchtbarkeit und allergischen Hautreaktionen kommen.
Der Anteil der insgesamt 2756 Studienteilnehmer, in deren Urin BPA-Mengen oberhalb des Grenzwertes gemessen wurden, lag den Angaben zufolge je nach Land bei zwischen 71 und 100 Prozent. In Deutschland waren es demnach 83 Prozent der Teilnehmenden.
Leena Ylä-Mononen, Direktorin der Umweltagentur mit Sitz in Kopenhagen, schrieb in einer Mitteilung: «Wir müssen die Ergebnisse dieser Forschung ernst nehmen und auf EU-Ebene mehr Maßnahmen ergreifen, um die Exposition gegenüber Chemikalien zu begrenzen, die ein Risiko für die Gesundheit der Europäer darstellen.»