Newsticker September: Aktuelles aus der Prozessindustrie

500 Millionen Dollar: Aramco erwirbt Anteile an Mid-Ocean Energy

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06.09.2023

Kassel (dpa) *13:30 Uhr – Wintershall-Dea-Chef verteidigt Sparprogramm

Der Chef des Energiekonzerns Wintershall Dea will im Zuge des Rückzugs aus Russland die Kosten deutlich senken. «Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat enormen Einfluss auf die Energiemärkte und auf uns», sagte Mario Mehren der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Mittwoch. Mit dem Rückzug aus Russland habe das Unternehmen die Hälfte seiner Produktion und 60 Prozent seiner Reserven verloren. Die Produktionskosten seien um 35 Prozent gestiegen. Zudem lägen die Verwaltungskosten um 50 Prozent über denen der Wettbewerber.

Seit dem Zusammenschluss von Wintershall und Dea 2019 hätten sich zudem die Bedingungen verändert, sagte Mehren. Deshalb will der Konzern die Verwaltungskosten senken. So hatte das Unternehmen am Dienstag bekanntgegeben, weltweit 500 Stellen zu streichen, davon etwa 300 in Deutschland. Zuletzt hatte Wintershall Dea mehr als 2000 Mitarbeiter. Insgesamt sollen die Kosten um jährlich 200 Millionen Euro sinken.

Mainz (dpa) *08:55 Uhr – Schott bringt Pharmasparte bis Jahresende an die Börse

Der Mainzer Spezialglashersteller Schott will seine Pharmasparte bis Ende dieses Jahres an die Börse bringen. Der Handel der Aktien an der Frankfurter Börse solle abhängig vom Kapitalmarktumfeld aufgenommen werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Börsengang werde nur bestehende Stammaktien der derzeit alleinigen Gesellschafterin – der Schott-Tochter Schott Glaswerke Beteiligungs- und Export Gesellschaft – umfassen. Der Schott-Konzern soll Mehrheitseigentümer der Pharmasparte bleiben.

Schott hatte den Börsengang vor einiger Zeit angekündigt, aber stets betont, dass es dafür den richtigen Zeitpunkt brauche. Schott Pharma sei auf dem Markt für injizierbare Medikamente ideal positioniert, sagte Unternehmenschef Andreas Reisse. Der Börsengang bringe neue Chancen. Schott Pharma erhofft sich so einen besseren Zugang zum Kapitalmarkt und zu Finanzierungsmöglichkeiten als unter dem Stiftungsmodell der Schott AG. Reisse hatte betont, die Pharmasparte wolle Teil von Schott bleiben. «Eine starke Mutter im Hintergrund» sei gut für das Unternehmen.

Schott Pharma stellt unter anderem Spritzen aus Glas und Spezialglaskunststoff, Ampullen und Fläschchen für den Medizinbereich her. Die im August 2022 ausgegliederte Sparte profitiert von dem starken Wachstum bei Medikamenten, die per Injektion verabreicht werden, etwa Mittel auf mRNA-Basis oder zur Behandlung von Diabetes und Adipositas.

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 821 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2023 stiegen die Erlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,4 Prozent auf 670 Millionen Euro. Mittelfristig strebt der Hersteller, der weltweit rund 4700 Mitarbeiter hat, ein jährliches Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent an. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Mainz und in Deutschland zudem einen wichtigen Produktionsstandort im badischen Müllheim. Die Mutter Schott gehört zu 100 Prozent der Carl-Zeiss-Stiftung mit Sitz im baden-württembergischen Heidenheim und im thüringischen Jena.

Mainz (dpa/lrs) *03:30 Uhr – Biotechnologie-Koordinator: Plattform soll Start-ups unterstützen

Der Biotechnologie-Standort Rheinland-Pfalz soll nach Auffassung des Landeskoordinators für das Thema, Eckhard Thines, Start-ups über eine Plattform gezielt Unterstützung anbieten. «Die Plattform muss mit erfahrenen Leuten ausgestattet werden, die die jungen Leute mit kreativen Ideen an die Hand nehmen und begleiten», sagte Thines, der auch Dekan des Fachbereichs Biologie an der Universität Mainz ist, der Deutschen Presse-Agentur. Wichtig sei für junge Unternehmer etwa das Thema Patentrecht.

Der Standort an sich soll Thines zufolge offen für verschiedenen Richtungen der Biotechnologie sein. Auch Aachen, das in Deutschland schon weiter sei, sei breit aufgestellt. «Das sehe ich für uns auch», betonte Thines.

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