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12.05.2023

Bericht: Viele Chemikalien in Flüssen des Südwestens

Flüsse im Südwesten sind einer neuen Untersuchung zufolge mit vielen Chemikalien belastet. Mitunter werden Referenzwerte für sogenannte Spurenstoffe im Mittel sogar überschritten, wie das Stuttgarter Umweltministerium und die Landesanstalt für Umwelt am Freitag in Karlsruhe berichteten. Das betreffe beispielsweise das Schmerzmittel Diclofenac, bestimmte Röntgenkontrastmittel und Fluoranthen, das beim Reifenabrieb und bei Verbrennungsprozessen entstehe.

Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) erklärte, es sei zu wenig bekannt über Auswirkungen auf Lebewesen in Gewässern. «Daher sind wir gut beraten, die Einträge zu reduzieren, beispielsweise durch die Aufrüstung von Kläranlagen besonders dort, wo der Abwasseranteil im Gewässer hoch ist.»

Der Präsident der Umwelt-Landesanstalt, Ulrich Maurer, sagte, manche der Stoffe könnten auch in einer vierten Reinigungsstufe von Kläranlagen nicht entfernt werden. Es gibt laut Mitteilung 25 Kläranlagen mit dieser zusätzlichen Stufe – der Südwesten sieht sich damit im europäischen Vergleich als ein Vorreiter.

Maurer rief Verbraucherinnen und Verbraucher auf, auf ökologische Wasch- und Reinigungsmittel zu setzen, Medikamentenreste korrekt zu entsorgen und auf Pestizide zu verzichten. Die Spurenstoffe stammen aus der Industrie, der Landwirtschaft, aus Haushalten und Verbrennungsprozessen. Da sie in Kläranlagen nicht ausreichend abgebaut werden, gelangen viele dieser Stoffe in Gewässer.

Wie es mit Blick auf die Dürresommer der vergangenen Jahre hieß, bedeuten niedrige Wasserstände, dass die Einleitungen aus Kläranlagen in Flüssen weniger verdünnt werden. «Die Spurenstoffe aus den Kläranlagenabläufen belasten Wasserorganismen, die bereits Sauerstoff- und Hitzestress ausgesetzt sind, zusätzlich.» Der neue Bericht fasst Untersuchungsergebnisse zu Chemikalien in baden-württembergischen Gewässern von 2013 bis 2021 zusammen.

Hamburg (dpa/lno) *07:42 Uhr – Stickstoff-Austritt bei Aurubis – Verletzte weiter in Lebensgefahr

Nach dem tödlichen Chemie-Unfall beim Kupferproduzenten Aurubis in Hamburg schweben zwei Verletzte noch immer in Lebensgefahr. Der Zustand der beiden Männer sei weiterhin sehr kritisch, sagte ein Unternehmenssprecher am frühen Freitagmorgen. Ein 49-Jähriger war bereits am Donnerstag im Krankenhaus gestorben.

Die drei Mitarbeiter im Alter von 24, 49 und 53 Jahren hatten ersten Angaben der Polizei zufolge am Donnerstagmorgen an einer Stickstoffleitung gearbeitet. Aus noch ungeklärter Ursache trat dabei mutmaßlich Stickstoff aus.

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