Newsticker Mai: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Gauck fordert Unternehmen zu mehr Realismus bei China-Geschäften auf

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23.05.2023

Islamabad (dpa) *13:38 Uhr – Sechs Tote bei Angriff auf Erdöl-Anlage in Pakistan

In Pakistan sind sechs Sicherheitskräfte bei einem Angriff auf eine Erdöl-Anlage ums Leben gekommen. Wie ein Polizeibeamter der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, stürmten in der Nacht zum Dienstag dutzende bewaffneter Männer die Anlage in der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa, die von paramilitärischen Gruppen und privaten Sicherheitsmännern bewacht wird. Laut Polizei kam es zu stundenlangen Feuergefechten, bis die Angreifer sich schließlich zurückzogen.

Die Anlage gehört dem ungarischen Öl- und Gasunternehmen MOL. MOL sagte zu ungarischen Medien, dass der Angriff auf zwei Bohrtürme stattgefunden habe, die sich jedoch weit von dem Betriebsgelände entfernt befänden. Direkte Angestellte des Unternehmens seien nicht anwesend gewesen. Die Ölförderung an anderen Bohrtürmen gehe weiter.

Bisher hat sich niemand zu dem Vorfall bekannt. In der Vergangenheit war es allerdings bereits zu Attacken auf Energieunternehmen durch militante Islamisten gekommen. Besonders in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa sind seit einigen Monaten die pakistanischen Taliban (TTP) wieder verstärkt aktiv. Die TTP sind unabhängig von der islamistischen Taliban-Regierung im benachbarten Afghanistan, verfolgen jedoch eine ähnliche Ideologie.

Mannheim (dpa/lsw) *13:03 Uhr – Kosten drücken beim Pharmagroßhändler Phoenix auf Ergebnis

Der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix hat im vergangenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Wegen steigender Kosten für Transport, Energie und Personal spiegelt sich das Umsatzwachstum allerdings nicht im operativen Ergebnis wider. «Der Umsatz mag stark gewachsen sein, trotzdem haben wir auf Kostenseite zu kämpfen», sagte Vorstandschef Sven Seidel am Dienstag.

Für das im Januar beendete Geschäftsjahr 2022/23 verbuchte der Konzern beim Umsatz ein Plus von mehr als 18 Prozent auf rund 36,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern wuchs hingegen mit gerade mal 0,6 Prozent kaum auf 299,8 Millionen Euro. Unterm Strich blieben 269,8 Millionen Euro (plus 27,5 Prozent).

In Deutschland – aber auch in anderen der insgesamt 29 Länder, in denen Phoenix aktiv ist – seien die Margen für die Händler bei hochpreisigen Artikeln gedeckelt. Gerade dieses Segment wachse aber, sagte der Vorstandsvorsitzende. Davon habe das Unternehmen allerdings nichts. Zudem sei die Logistik dieser Medikamente oft anspruchsvoller, weil sie beispielsweise gekühlt werden müssten.

Als Meilenstein bezeichnete Seidel die Übernahme von Teilen des US-Konkurrenten Mc Kesson. Auch unabhängig davon sei Phoenix mit seinen gut 48.000 Mitarbeitern und über 3200 eigenen sowie 17.000 Kooperationsapotheken gewachsen. «Das sind zwei separate Effekte.» Laut Finanzvorstand Carsten Sauerland werden Aufwendungen infolge des Kaufs das Ergebnis vor Steuern im laufenden Geschäftsjahr drücken.

Seidel wies zudem auf die Lieferschwierigkeiten in der Pharmabranche hin. Jede zweite Großhandelsbestellung sei unvollständig. Rund 1000 Arzneimittel seien betroffen, vor allem Wirkstoffe wie Ibuprofen und Paracetamol sowie abschwellende Nasensprays, führte er aus. «Die Situation ist im Moment stabil, aber nicht zufriedenstellend.»

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